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Glarus Nord will Holz

Das Schulprovisorium in Näfels wird nicht als Baucontainer-Siedlung gebaut.

Daniel
Fischli
Sonntag, 24. November 2019, 04:30 Uhr Keine Baucontainer-Siedlung

Über eine halbe Stunde lang hat gestern Abend die Gemeindeversammlung von Glarus Nord über 600 000 Franken diskutiert. Dies bei einem Investitionsvolumen im nächsten Budget von brutto 44 Millionen Franken. Der Rest dieses Betrags war nicht umstritten.

Um die steigenden Schülerzahlen bewältigen zu können, hat der Gemeinderat beantragt, beim Schulhaus Schnegg in Näfels einen Holzpavillon für knapp 3 Millionen Franken zu bauen. Für die SVP stellte Thomas Tschudi gestern den Antrag, den Kredit um 600 000 Franken zu kürzen und eine Lösung mit Baucontainern zu suchen. Der Holzpavillon sei zu teuer, es bestehe ein «wesentliches Sparpotenzial». Der «Wohlfühlfaktor» für die Schüler sei zwar in Baucontainern tiefer, so Tschudi. «Aber die Schüler sind zwei Jahre im Provisorium und werden später froh sein, wenn wir heute sparsam sind.»

Auf Komfort verzichten

Unterstützung für den Antrag der SVP kam von Fredo Landolt, Näfels. Die Schüler könnten auf etwas Komfort verzichten und man könne auch die Ansprüche an die Ästhetik etwas herunterschrauben, so Landolt.

Gegen die SVP und für den Holzpavillon sprach sich Sandra Janki, Näfels, im Namen des Elternrates Näfels aus. Die Eltern würden sich Sorgen machen, wenn wegen des Schulraummangels Kinder längere Schulwege in Kauf nehmen müssten. Im Namen der Schulkommission sprach sich Nadine Landolt, Näfels, ebenfalls für die Lösung in Holz aus. Und Ruedi Schwitter stellte für die GLP den Antrag, dem Gemeinderat zu folgen. Für den Holzpavillon spreche das bessere Raum- und damit auch Lernklima: «Alle Schüler haben ein Anrecht auf eine ähnlich gute Infrastruktur», so Schwitter.

Die Gemeindeversammlung beschloss mit einem grossen Mehr, dem Gemeinderat zu folgen. Der Holzpavillon muss nun möglichst schnell gebaut werden, damit er auf den Start des Schuljahres im Sommer bereitsteht.

Windgegner im Gegenwind

Dem Kredit für die Änderungen am Umbauprojekt der Lintharena haben die rund 500 Stimmberechtigten ebenso zugestimmt wie der Gründung einer AG für den Betrieb des Sportzentrums. Den Antrag von «Linth Gegenwind», in Bilten Abstandsvorschriften für Windräder einzuführen, hat die Gemeindeversammlung nach halbstündiger Diskussion haarscharf abgelehnt.

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