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719 Kinderbetreuungs-Plätze in Graubünden

Für 2020 wird von 719 familienergänzende Kinderbetreuungs-Plätzen im Kanton Graubünden ausgegangen. Diese werden vom Kanton und den Gemeinden mit rund 3,45 Millionen Franken unterstützt.

Nadine
Hinder
Sonntag, 29. September 2019, 04:30 Uhr Regierung legt Beitragssatz für 2020 fest
3,45 Millionen Franken geben Kanton und Gemeinden 2020 für die Kinderbetreuung her.
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Für Eltern, die trotz Kindern im Vorschulalter arbeiten möchten, stehen drei Betreuungsformen zur Verfügung: Kinderkrippe, Tageselternverein oder private Tageseltern. Diese Betreuungsstrukturen finanzieren sich einerseits über Elternbeiträge aber auch über Spenden und Beiträge der öffentlichen Hand. In Graubünden sind dies konkret Kanton und Gemeinden.

Über 3 Millionen Franken für die Kinderbetreuung

Jedes Jahr legt die Regierung die Normkosten und den Beitragssatz des Kantons für diese familienergänzenden Kinderbetreuungs-Angebote fest,.

Für 2020 ergab die Berechnung einen Normkostensatz von 9,05 Franken pro Betreuungsstunde und Kind, wie der Kanton Graubünden in einer Mitteilung schreibt. Dieser Betrag ist unverändert und durchschnittlich im Vergleich zum Vorjahr. Per 2021 plant die Regierung eine Erhöhung der Normkosten. Dies gemäss der Antwort zum Auftrag Hardegger betreffend Revision des Gesetzes über die Förderung der familienergänzenden Kinderbetreuung.

Die finanzielle Unterstützung des Kantons für die familienergänzende Kinderbetreuung im Jahr 2020 beläuft sich insgesamt auf rund 3,45 Millionen Franken. Die Gemeinden unterstützen die Angebote mit dem gleichen Betrag.

719 Plätze im Jahr 2020

Die Bedarfsplanung 2020 der Gemeinden geht von rund 719 Plätzen für die familienergänzende Kinderbetreuung aus. Diese Anzahl ist aus den Zahlen aus den Vorjahren 2018 und 2019 zusammen mit einer ungefähren Entwicklung, die dazu gerechnet wird, entstanden, wie Susanna Gadient vom Sozialamt Graubünden erklärt.

Kanton im Vergleich

Was die finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand angeht, liegt der Kanton Graubünden im Vergleich zu anderen Regionen der Schweiz im Durchschnitt. «Insgesamt liegt man hier bei 40 bis 60 Prozent der Vollkosten», erklärt Gadient.

Beim Ausbau komme es darauf an mit wem man vergleicht: «Im Vergleich mit der Stadt Zürich sind wir deutlich weniger weit ausgebaut. Sonst sind wir aber gut mit dabei, da wir in allen Regionen des Kantons, in fast allen Tälern mittlerweile Angebote haben», so Gadient. Potential nach oben gebe es aber natürlich immer.

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