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Freunde zu Fans gemacht

Anfang August ist die Facebook-Seite von Nationalratskandidat Martin Candinas um rund 4000 Likes gewachsen. Hat er sich Likes gekauft? Candinas verneint und erklärt, wie es zu dem Sprung gekommen ist.

David
Eichler
Dienstag, 24. September 2019, 13:00 Uhr Online-Wahlkampf
BT Stammtisch Nobillag
Nationalrat Martin Candinas
Marco Hartmann

Im Beitrag über den Online-Wahlkampf für die National- und Ständeratswahlen hat Politexperte Clau Dermont die Social-Media-Auftritte verschiedener Kandidaten analysiert. Dabei ist Dermont aufgefallen, dass die Facebook-Seite von Martin Candinas Anfang August einen markanten Sprung von 4000 Likes gemacht hat. Bei einem solch markanten Sprung innerhalb kürzester Zeit könne der Eindruck entstehen, dass Likes oder Follower gekauft worden seien.

Maximal 5000 Freunde

Auf Anfrage erklärt Martin Candinas, dass er keinesfalls Kontakte gekauft habe. Den grossen Like-Sprung auf seiner Seite erklärt er: «Ich habe meine offizielle Facebook-Seite als Nationalratskandidat und betreibe gleichzeitig auch noch mein privates Profil.» Die Facebook-Richtlinien lassen für private Accounts maximal 5000 Freunde zu. Auf seinem privaten Profil hat Candinas im Moment 4979 Freunde, steht also knapp vor der zugelassenen Obergrenze.

Zwei Profile

«Natürlich möchte ich alle meine privaten Kontakte auch über meine offizielle Seite erreichen. So haben wir die Kontakte meiner privaten Seite Anfang August meiner offiziellen Seite hinzugefügt. Entsprechend sind die 4000 zusätzlichen Likes zustande gekommen.» erklärt der Parlamentarier weiter. Es sei für ihn wichtig, auch seine private Facebook-Seite weiter zu betreiben: «Der Kontakt zu den Menschen fühlt sich da einfach noch direkter an, als über die Fan-Seite.»

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