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Zernez bekommt eigene Lawinensprenganlagen

Ganze elf Lawinenzüge gefährden die Engadinerstrasse bei Zernez. Um die Gefahr einzudämmen, wurden Lawinen bisher mit Hilfe von Sprengungen aus dem Helikopter ausgelöst. Das soll sich in Zukunft für 750'000 Franken ändern.

Südostschweiz
Montag, 08. Juli 2019, 11:56 Uhr Anstatt Helikopter
Bisher wurden die Lawinen bei Zernez mit Sprengungen aus dem Helikopter ausgelöst.
STANDESKANZLEI GRAUBÜNDEN

Die Lawinengefahr bei der Engadinerstrasse auf dem Abschnitt zwischen Brail und Zernez ist hoch. Am meisten Lawinen, welche die Strasse verschütten, kommen aus den Lawinenzügen Tantervals Dadaint und Tantervals Dadoura, wie die Standeskanzlei Graubünden mitteilt.

Die Strasse werde mittels künstlicher Lawinenauslösung gesichert. Dabei wurden Lawinen bisher durch den Abwurf von Sprengladungen aus dem Helikopter ausgelöst. Das soll in Zukunft nicht mehr so oft nötig sein. Die Bündner Regierung genehmigt das Projekt «Künstliche Lawinenauslösung Tantervals» des Tiefbauamtes Graubünden. Damit können Lawinen künftig mit ortsfesten Anlagen über die Schneedecke ausgelöst werden. Stehen sollen diese bereits im Jahr 2020. Die veranschlagten Kosten betragen 750'000 Franken. (rac)

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