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3,7 Millionen für den Zusammenschluss von Chur und Maladers

Chur und Maladers schliessen sich zusammen, das haben die Stimmbürger der beiden Gemeinden bereits beschlossen. Nun hat die Bündner Regierung die Botschaft für den Zusammenschluss erlassen und das Parlament entscheidet im August darüber.

Südostschweiz
Dienstag, 18. Juni 2019, 11:02 Uhr Botschaft der Regierung
Rund 500 Maladerser werden voraussichtlich ab 2020 zu Churern.
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Zehn Jahre sind vergangen seitdem die Stimmbevölkerung von Maladers entschied, sich strukturell nach Chur auszurichten. Ein erster Anlauf für ein Projekt wurde jedoch im Jahr 2012 abgebrochen. Nun ist es aber soweit und das Stadtgebiet von Chur soll auf den 1. Januar 2020 um das Gebiet der Nachbargemeinde vergrössert werden.

Die Stimmbevölkerung von Maladers stimmte Ende August des vergangenen Jahres anlässlich der Gemeindeversammlung dem Zusammenschlussvertrag mit 186 zu 20 Stimmen deutlich zu, wie das Departement für Finanzen und Gemeinden mitteilt. Die Abstimmung in Chur fand im November 2018 an der Urne statt. Auch die städtische Bevölkerung entschied mit über 80 Prozent Ja-Stimmenanteil klar, den Fusionsvertrag anzunehmen.

Noch 105 Gemeinden

Die Bündner Regierung hat nun die Botschaft für den Zusammenschluss erlassen. Wie es heisst, ist dieser als Eingemeindung von Maladers in die Stadt Chur zu qualifizieren. Mit der Fusion stossen also rund 500 Einwohner aus Maladers zu den rund 35'000 Churer.

Für den Zusammenschluss hat die Regierung weiter einen kantonalen Förderbeitrag zugesichert. Dieser beträgt 3,7 Millionen Franken. Der Grosse Rat wird die Botschaft in der Augustsession beraten. Mit diesem Zusammenschluss sinkt die Anzahl Gemeinden in Graubünden per 2020 auf noch 105.

Zusammenschluss als Problemlösung

Der Zusammenschluss löst für die an Chur grenzende, äusserste Schanfigger Gemeinde laut  Mitteilung verschiedene Probleme. Insbesondere bekundet Maladers zusehends Schwierigkeiten, geeignete Personen für ihre Gemeindebehörden zu finden. Aus einer übergeordneten Sicht kann zudem ein weiteres Mosaiksteinchen in das Bild einer künftigen Gemeindelandschaft in der Region Plessur eingefügt werden. (rac)

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