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Graubünden will bei Zürich und Bern abschauen

Jährlich erreichen die Bündner Baubehörden zwischen 12'000 und 17'000 Baugesuche. Diese könnten künftig digital - und damit schneller und einfacher - eingereicht werden. Die Bündner Regierung ist gegenüber der entsprechenden Forderung offen, drückt aber dennoch auf die Bremse.

Südostschweiz
Montag, 06. Mai 2019, 12:55 Uhr Digitale Baubewilligungsgesuche
Baustellen Strassenbau Chur
Baubewilligung könnten dereinst digital eingereicht werden.
SYMBOLBILD PHILIPP BAER

FDP-Grossrat Thomas Bigliel und rund 50 seiner Ratskollegen setzen sich für die Einführung des elektronischen Baubewilligungsverfahrens im Kanton Grauübnden ein. Sie verweisen dabei auf entsprechende Projekte aus den Kantonen Zürich und Bern, welche demnächst online gehen sollen. Im Falle des Kantons Bern sollen dadurch jährlich 3,5 Millionen Franken an Kosten eingespart werden, wie es im Auftrag Bigliel heisst. 

Auch der Kanton Graubünden ist nicht abgeneigt, verweist jedoch noch auf einige Hürden. So müssten die entsprechenden Systeme vereinheitlicht werden, damit die Daten zwischen den Gemeinden und dem Kanton auch ausgetauscht werden könnten. Je nach Projekt müssen nicht nur die kommunalen Baubehörden grünes Licht geben, sondern auch der Kanton. 

Ein «Ja, aber ...»

Da es sich um ein kostenintensives Projekt handeln würde - der Kanton rechnet mit einer Investitionssumme von über einer Million Franken - will die Regierung nichts überstürzen. Sie will erste Erfahrungswerte aus Zürich und Bern abwarten, wie es in der Antwort auf den Auftrag Bigliel vom Montag heisst. Gewisse Vorarbeiten will der Kanton dennoch vorantreiben. So könnte gerade ein einheitliches Baugesuchsformular für den ganzen Kanton geprüft werden. 

Nun muss nur noch der Grosse Rat dem Vorhaben grünes Licht geben. Die Regierung befürwortet nämlich die Überweisung des entsprechenden Auftrags. (koa)

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