×

Tomaschett will in der 5G-Diskussion Kompromisse finden

Der Bündner CVP-Grossrat Maurus Tomaschett hat einen Vorstoss rund um 5G-Mobilfunkantennen geplant. Wir haben mit dem Politiker aus Brigels gesprochen.

Südostschweiz
Dienstag, 30. April 2019, 04:30 Uhr Vorstoss eingereicht
Grossrat Maurus Tomaschett will die Mobilfunkantennenthematik nicht dem Zufall überlasssen.
ARCHIV

Unter dem Titel «Mitentscheiden statt meckern» fordert Maurus Tomaschett mit einem Vorstoss im Grossen Rat, dass der Bau von neuen Mobilfunkantennen besser geplant und den Stimmbürgern vorgelegt wird. Der CVP-Grossrat hat dazu einen Vorstoss geschrieben. CVP-intern wurde er bereits von zahlreichen Grossräten unterzeichnet. Nun geht er in die anderen Fraktionen. In der Junisession dürfte er eingereicht oder bereits beantwortet werden.

Grund für den Vorstoss sind Diskussionen in zahlreichen Bündner Gemeinden, wo sogenannte 5G-Antennen geplant sind. Auf Bewilligungen von Gemeinden hagelt es oft Einsprachen oder Petitionen. Tomaschett und die Unterzeichnenden sind überzeugt, dass es für die flächendeckende 5G-Versorgung eine kommunale oder eine überkommunale Planung braucht. Heute seien die Antennenstandorte oft vom Zufall beziehungsweise von der Auswahl der grossen Mobilfunkanbieter anhängig, schreibt Tomaschett im «suedostschweiz.ch» vorliegenden Vorstoss.

Würden Standorte über den kommunalen Erschliessungsplanes eruiert, könnte in den Gemeinden darüber abgestimmt und vorgängig ein öffentliches Mitwirkungsverfahren durchgeführt werden. «Damit würden die Gemeinden das Zepter in der Planung nicht den Mobilfunkanbietern überlassen», so Tomaschett im Interview mit Radio Südostschweiz. Und weiter: «Jetzt, da die Technologie vorhanden ist, ist es wichtig, dass man mitgestalten und Hand bieten kann.»

Wie auf der Karte der Schweizer Sendeanlagen des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom) ersichtlich ist, gibt es auch in Graubünden manche Sendeanlagen. Die Antennenstandorte richten sich nach der optimalen Versorgung von Bevölkerung und Gewerbe, In Graubünden ist somit der Grossteil der Antennen in den Talschaften positioniert. Eine optimale Versorgung durch die Antennen benötigt eine geringere Leistung der Endgeräte.

99 Prozent der 4G Versorgung erfolgt durch die Swisscom AG. Sie verfolgt das Ziel, bis Ende Jahr in jedem Kanton 5G-Standorte zu errichten. Über die genauen Platzierungen will die Netzbetreiberin nichts genaues sagen. (phw)

Kommentar schreiben

Kommentar senden