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Junge SVP fordert die Sistierung des E-Voting-Projekts

Einen Monat lang wurde das E-Voting-System der Post, das auch in Graubünden eingeführt werden soll, getestet. Die Tests haben mehrere Sicherheitslücken hervorgebracht, weshalb die Junge SVP Graubünden nun die kantonale Regierung auffordert, E-Voting nicht einzuführen.

Südostschweiz
Mittwoch, 27. März 2019, 09:45 Uhr Protest in Graubünden
Die Tests des E-Votingsystems haben Mängel aufgezeigt.
ARCHIVBILD KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

Im Februar 2018 hat der Grosse Rat die gesetzliche Grundlage zur Einführung von E-Voting in Graubünden geschaffen. Mit 98 zu 3 Stimmen, bei sieben Enthaltungen, fiel die Zustimmung für die elektronische Stimmabgabe sehr deutlich aus.

Der Kanton setzt seither auf das einzige noch auf dem Markt verfügbare System der Post. Das E-Voting-System wurde während eines Monats einem sogenannten Intrusionstest unterzogen. Hacker aus aller Welt konnten in dieser Zeit das System angreifen und so einen Beitrag zu seiner Sicherheit leisten.

Sistierung gefordert

Die Tests haben mehrere Sicherheitslücken hervorgebracht und laut Bundeskanzlei erfüllt das System die gesetzlichen Anforderungen nicht, wie die Junge SVP Graubünden in einer Mitteilung schreibt. Offenbar sei eine gravierende Schwachstelle entdeckt worden, die eine Manipulation der Abstimmung nicht ausschliessen könne.

Aus diesem Grund fordert die Bündner Jungpartei nun, dass die Regierung handelt, das Projekt sistiert und von einer Einführung absieht. Dies, obwohl sie sich vor einem Jahr positiv dazu geäussert hatte. «Obschon wir die Einführung der gesetzlichen Grundlagen für E-Voting unterstützt haben, zweifeln wir derzeit sehr stark an der Sicherheit des E-Voting-Systems», wird Nicola Stocker, Präsident der Jungen SVP Graubünden, im Schreiben zitiert.

Gemäss Walter Frizzoni, dem stellvertretenden Kanzleidirektor, wird die Standeskanzlei Graubünden voraussichtlich in den kommenden Tagen zum Thema Stellung nehmen. (rac)

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