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Wie grün die Glarner Autos sind

Die Grünen bezweifeln, dass die höheren Steuern für grössere Fahrzeuge die gewünschte Wirkung haben. Sie wollen genaue Zahlen vom Kanton, um ihn allenfalls zum Handeln zu bringen.

Rolf
Hösli
Freitag, 15. März 2019, 04:30 Uhr Genaue Zahlen verlangt
Wer im Glarnerland verschwenderische Autos fährt, muss höhere Fahrzeugsteuern zahlen.
ARCHIVBILD MAYA RHYNER

Wer im Glarnerland verschwenderische Autos fährt, muss höhere Fahrzeugsteuern zahlen. Das hat die Landsgemeinde 2011 beschlossen – inklusive eines Rabattes für Fahrzeuge, die weniger schädlich sind. Die Vorlage sollte die Glarner Bevölkerung dazu bringen, umweltschonendere Autos zu kaufen. Ist ihr das gelungen? Diese Frage stellen die Grünen in ihrer neusten Interpellation. Im Detail wollen sie wissen:

● Wie hat sich in diesen gut sieben Jahren die Zusammensetzung der Motorfahrzeugflotte der Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons Glarus verändert? Und zwar punkto Treibstoffverbrauch, CO2-Ausstoss und Gewicht. Die Regierung rechnete laut dem damaligen Memorial mit einer CO2-Reduktion von 1 Prozent.

● Ist durch die damalige Änderung der Anteil ökologischerer Fahrzeuge feststellbar angestiegen? Hier sagte der Glarner Regierungsrat einen Anstieg von Autos mit der entsprechenden Energie-Etikette A um zwei bis drei Prozent voraus.

● Wie haben sich die Erträge der Motorfahrzeugsteuer entwickelt? Beabsichtigt war, dass sich der Rabatt für die umweltschonenden Autos und die Strafe für die kräftigen Karren die Waage halten.

Daneben wollen die grünen Landräte um Fraktionspräsident Mathias Zopfi wissen, was der Regierungsrat bei der Steuer seit Annahme des Gesetzes schon verändert hat, und was er zu tun gedenkt, um bei den Neuwagen im Kanton Glarus den gesetzlichen Zielwert ab dem Jahr 2020 zu erreichen.

Und zu guter Letzt soll der Kanton mitteilen, was er unternimmt, um seine eigene Fahrzeugflotte möglichst ökologisch zusammenzustellen.

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