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Die Hochschule für Technik heisst ab nächstem Jahr «Ost»

Die St. Galler Regierung hat den Beitritt des Kantons zur neu strukturierten Fachhochschule Ost beschlossen. Dieser Schritt muss nun noch vom Kantonsrat und später an einer Volksabstimmung genehmigt werden.

Magnus
Leibundgut
Donnerstag, 14. März 2019, 04:30 Uhr Rapperswil-Jona
Die Hochschule für Technik Rapperswil heisst ab dem 1. September 2020 nicht mehr «HSR», sondern «Ost».
ARCHIVBILD

Die Fachhochschule Ost steht vor dem Start: In einem mehrjährigen Prozess sind die Fachhochschulen in der Ostschweiz neu strukturiert worden. Auslöser war der Bund, der auf grössere Zusammenschlüsse statt auf kleine Fachhochschulen setzte. Die Neukonzeption stehe nun vor ihrem Abschluss, schreibt die St. Galler Staatskanzlei in einer Medienmitteilung.
Mitte Februar hat bereits die Trägerkonferenz der Vereinbarung zugestimmt. Am Dienstag beschloss nun die St. Galler Regierung den Beitritt. Damit ist jetzt das Parlament an der Reihe: Die Bildung der neuen Fachhochschule Ost steht in der Aprilsession auf dem Programm. Das letzte Wort hat dann das Volk: Die Abstimmung soll im November stattfinden.

Drei Standorte, ein Name

In der Trägerkonferenz, dem obersten politischen Gremium, sind die Kantone St. Gallen, Schwyz, Glarus, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Thurgau sowie das Fürstentum Liechtenstein vertreten. Die drei Standorte in Rapperswil, St. Gallen und Buchs sollen ab dem Start der neuen Fachhochschule am 1. September 2020 einheitlich unter dem Namen «Ost» auftreten. Der gemeinsame Markenname bringe das einheitliche Leistungsverständnis zum Ausdruck, heisst es in der gestern verschickten Mitteilung des Kantons.
Dass die Hochschule für Technik Rapperswil (HSR) im kommenden Jahr ihren Namen verliert, diesem Umstand sieht man am Obersee mit Gelassenheit entgegen: «Partir, c´est mourir un peu», sagt Peter Göldi, Geschäftsführer der Region Zürichsee-Linth. Die Umbenennung der Hochschule sei nachvollziehbar, weil dank des Begriffs «Ost» auch das Fürstentum Lichtenstein und das Ausland integriert würden. «Wenn man etwas Neues startet, schneidet man naturgemäss auch etwas Altes ab», konstatiert Göldi: Klar sei, dass man mit dem Verlust der bewährten, etablierten Marke «HSR» auch ein gewisses Risiko eingehe.

Ein Signal des Aufbruchs

Man wolle mit dem neuen Namen ein Zeichen setzen, sagte Regierungspräsident Stefan Kölliker: Dank des Begriffs «Ost» könne klar, schnell und einfach signalisiert werden, dass eine neue Fachhochschule am Start stehe, ist der Vorsteher des Bildungsdepartements überzeugt: «Es ist ein positives Zeichen, weil damit der Standort Rapperswil vorangetrieben und gestärkt wird.»    
Schliesslich werde der Sitz des Rektorats in Rapperswil sein, führt Kölliker aus: «Für die Departemente Wirtschaft, Soziale Arbeit und Gesundheit soll der Sitz der Leitung in St. Gallen angesiedelt sein, für die Departemente Architektur, Bau- und Planungswesen und Informatik ist es Rapperswil und für das Departement Technik Buchs.»
Mit Stolz verweist Martin Stöckling, Stadtpräsident in Rapperswil-Jona, darauf, welche Rolle die Hochschule für Technik in der neuen Struktur der Fachhochschulen habe: Dank des Umstands, dass die Rosenstadt das Rektorat beherberge, werde der Standort Rapperswil zweifelsohne gestärkt.

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