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Peyer greift bei Mütterberatung ein

Die Spannungen zwischen der Fachstelle für familienergänzende und familienunterstützende Angebote in Graubünden (KJBE) und den Mütterberaterinnen wird zur Chefsache. Regierungsrat Peter Peyer übernimmt.

Denise
Erni
Mittwoch, 06. Februar 2019, 04:30 Uhr Externe Hilfe
Regierungsrat Peter Peyer
Nun nimmt sich Regierungsrat Peter Peyer dem Konflikt zwischen der KJBE und den Mütterberaterinnen an.
YANIK BÜRKLI

Die Wogen zwischen dem Vorstand und der Geschäftsleitung der Fachstelle für familienunterstützende und familienergänzende Angebote im Kanton Graubünden, kurz KJBE, und den Mütter- und Väterberaterinnen gingen hoch in den letzten Tagen («Südostschweiz» von Freitag und Montag). Nachdem Regierungsrat Peter Peyer, seit 1. Januar Vorsteher des Departements für Justiz, Sicherheit und Gesundheit, im Interview mit der «Südostschweiz» sagte, man stehe in engem Kontakt mit dem Vorstand und der Geschäftsleitung der KJBE, greift das Departement nun ganz ein.

Intensive Planung

«Das Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit und die KJBE haben aufgrund verschiedener Vorkommnisse umgehend entschieden, verschiedene Gespräche zu führen», sagte Peyer gestern. «Die Durchführung dieser Gespräche befindet sich zurzeit in intensiver Planung, da der Austausch mit den Mütter- und Väterberaterinnen, dem Vorstand und der Geschäftsleitung der KJBE sowie weiteren Involvierten zeitnah stattfinden sollen.» Man werde eine externe Person mit den Befragungen und Gesprächen beauftragen, so Peyer. «Die Person selbst haben wir aber noch nicht bestimmt. Da sind wir eben derzeit an der Planung.»

«Wir werden eine externe Person mit den Befragungen beauftragen.»
Regierungsrat Peter Peyer

Das Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit und die KJBE haben entschieden, dass während der Planung sowie den laufenden Gesprächen keine weiteren Auskünfte oder Zwischenresultate publiziert werden, wofür man um Verständnis bitte. «Die Öffentlichkeit wird nach Abschluss der Gespräche in geeigneter Form informiert werden», sagte Peyer weiter.

Leistungsauftrag seit drei Jahren

Zwischen der KJBE-Geschäftsleitung und deren Vorstand und den Mütterberaterinnen bestehen seit Längerem Spannungen. Grund dafür sind unter anderem unterschiedliche Auffassungen über die Zukunft des Berufsbildes, aber auch der Umgangston der KJBE-Geschäftsführerin Annina Meinherz gegenüber den Beraterinnen. Die Beraterinnen wollten bereits letztes Jahr mit ihrem Anliegen beim damals noch zuständigen Regierungsrat Christian Rathgeb vorsprechen, Meinherz erfuhr davon und stellte die Frauen in einer E-Mail zur Rede.

Letzte Woche gab die BDP-Fraktion bekannt, dass sie überlege, in der Februarsession des Grosses Rates einen Auftrag einzureichen, in dem sie die Kündigung aller Aufträge mit der KJBE beantragt. 2016 erteilte der Kanton der KJBE den Leistungsauftrag für die Mütter- und Väterberatung.

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