Grünes Licht für Kopter
Die Stimmbürger von Glarus Nord sagen ja zur Umzonung und zur Abgabe von Bauland.
Die Stimmbürger von Glarus Nord sagen ja zur Umzonung und zur Abgabe von Bauland.
Überraschend ohne jegliche Opposition haben gestern Abend die beiden Geschäfte zum Flugplatz Mollis die Gemeindeversammlung von Glarus Nord passiert. Damit werden erstens sechs Hektaren Boden östlich der Piste von der Landwirtschafts- in die Industriezone umgeteilt. Darauf wollen die Rettungsflugwacht, die Heli Linth, die Flugschule Ecoflight und vor allem die Helibauerin Kopter neue Hallen bauen. Und zweitens erhält die Firma Kopter 1,8 Hektaren Boden im Baurecht für den Aufbau ihrer Produktion.
GPK im Regen stehen gelassen
Gegen die Umzonung hatte sich vor der Gemeindeversammlung die Geschäftsprüfungskommission (GPK) ausgesprochen. Sie wollte erst in zwei Jahren mit der Zweitauflage der Nutzungsplanung der Gemeinde darüber befinden. An der Versammlung von gestern äusserte sich die GPK dazu aber nicht mehr. Ein kleines Scharmützel am Rande des Geschäftes zur Bodenabgabe zeigte dann, dass sich die GPK mit ihrer Stellungnahme wohl wenig Freunde geschaffen hat. GPK-Präsident Fridolin Staub beantragte, der Baurechtsvertrag sei noch einmal der GPK zur Prüfung zu unterbreiten. Eine klare Mehrheit der Versammlung wollte von diesem an sich harmlosen Ansinnen aber nichts wissen. Gegen Staub hatte Max Eberle aus Näfels nur ins Feld führen müssen, die Prüfung des Vertrages sei Sache des Gemeinderates.
Ebenfalls ohne Opposition haben die gegen 500 Stimmbürger den Beitrag an die neue Tourismusvermarktungs-Gesellschaft «Visit Glarnerland» und den Neubau eines Schulhauses in Niederurnen gutgeheissen.
Der Waldkindergarten bleibt
Gegen das Ansinnen des Gemeinderates bleibt der Betrag für den Waldkindergarten im Budget. Die Versammlung folgte damit knapp einem Antrag von Eltern. Keinen Erfolg hatte dagegen die SVP mit dem Antrag, die Steuererhöhung zu halbieren. Die Steuern steigen nun um zwei Prozentpunkte.
Daniel Fischli arbeitet als Redaktor bei den «Glarner Nachrichten». Er hat Philosophie und deutsche Sprache und Literatur studiert. Mehr Infos
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