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Neubau, Sanierung oder Stillstand

Eine Machbarkeitsstudie der Stadt Chur soll zeigen, ob und allenfalls wie die Churer Brambrüeschbahn neu gebaut werden soll. Das letzte Wort haben die Stimmbürger.

Dario
Morandi
Montag, 30. Juli 2018, 04:30 Uhr Quo vadis Brambrüeschbahn
Die Gondelbahn zwischen dem Churer Känzeli und Brambrüesch muss dringend ersetzt werden.
STEFANIE STUDER

130'000 Franken hat der Churer Stadtrat für eine Machbarkeitsstudie für den Neubau der Churer Brambrüeschbahn gesprochen. Wie die Zeitung «Südostschweiz» berichtet, sind damit die Abklärungen für den über 15 Millionen Franken teuren Neubau angelaufen. Unter anderem soll mit der Studie die Frage beantwortet werden, ob eine direkte Bahnverbindung zwischen Chur und Brambrüesch oder der Ersatz der alten Gondelbahn zwischen dem Känzeli und Brambrüesch sinnvoller sei.

Der Churer Stadtrat will dem Gemeinderat noch in diesem Jahr Fakten und verlässliches Zahlenmaterial vorlegen. Stimmt das Stadtparlament dem bis dahin ausgearbeiteten Projekt zu, entscheidet das Volk im Laufe des nächsten Jahres, ob das Ganze aus dem Haushalt der Stadt finanziert werden darf.

Die Zeit drängt

Parallel zum Neubau der Bergbahn soll das gesamte Gelände rund um die Talstation zwischen der Stadthalle und unweit des Welschdörflis umgestaltet und überbaut werden.

Für die Bahn muss rasch eine Lösung gefunden werden. Denn 2019 läuft der auf 15 Jahre befristete städtische Investitionsbeitrag von 570'000 Franken pro Jahr aus. Und allein mit dem jährlich Betriebsbeitrag von 350'000 Franken, den das Volk 2002 beschlossen hat, kann die Brambrüeschbahn nicht überleben.

Der zuständige Stadtrat Tom Leibundgut sagte bereits im November 2016 in einem Interview mit der «Südostschweiz»: «Wenn nur noch der Betriebsbeitrag ausbezahlt werden sollte, steht die Bahn ab 2019 still.»

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