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Frappante Unterschiede beim Vaterschaftsurlaub

Eine Initiative verlangt 20 Tage Vaterschaftsurlaub – heute sind die Unterschiede je nach Branche riesig.

Pascal
Büsser
05.05.18 - 04:30 Uhr
Politik
SCHWEIZ MOTION VATERSCHAFTSURLAUB
SYMBOLBILD ARCHIV

Für Mütter sind die Regeln klar. Nach der Geburt ihres Kindes haben sie in der Schweiz gesetzlichen Anspruch auf 14 Wochen Mutterschaftsurlaub. Und erhalten 80 Prozent des bisherigen Lohnes.

Für frischgebackene Väter ist die Situation dagegen weit unübersichtlicher. Von Gesetzes wegen muss ihnen der Arbeitgeber lediglich einen Freitag gewähren. Gleich viel wie etwa bei einem Wohnungswechsel.

Eine Initiative, die im letzten Sommer mit über 100 000 Unterschriften eingereicht wurde, will das ändern. Sie fordert einen gesetzlich festgeschriebenen Vaterschaftsurlaub von vier Wochen. Bezahlt werden soll das wie der Mutterschaftsurlaub durch Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Heute sind die Unterschiede gewaltig. Während der US-amerikanische IT-Riese Google drei Monate Vaterschaftsurlaub bietet, gibt es noch immer solche, die nur einen Tag gewähren. Auch in der Region. Die Firmenchefs betonen auf Anfrage allerdings unisono, dass bei Bedarf individuelle Lösungen möglich seien.

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