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Gesucht: Neue Ideen für alte Mauern

Mitdenken ist gefragt: Die IG Sennhof sammelt Ideen zur Umnutzung der jetzigen Vollzugsanstalt in Chur. Daraus soll ein Gemeinschaftsprojekt entwickelt und beim Investorenwettbewerb eingereicht werden.

Dienstag, 30. Januar 2018, 11:30 Uhr Gemeinschaftsprojekt
Wie könnte der Sennhof künftig genutzt werden?
MARCO HARTMANN

In eineinhalb Jahren wird die Justizvollzugsanstalt Sennhof nach Cazis umziehen. Wie das rund 2900 Quadratmeter grosse Sennhof-Areal danach genutzt werden soll, soll ein Investorenwettbewerb klären, den der Kanton als Besitzer des Areals im April starten wird. Daran beteiligen will sich auch die eigens dafür vor zwei Wochen gegründete IG Sennhof (Ausgabe vom 19. Januar).

Haben Sie Ideen?

«Wir laden alle Interessierten ein, sich in der IG Sennhof einzubringen», lautet die Aufforderung auf der Website des Vereins, eine Einladung «zum Mitdenken, Mitdiskutieren und Mitträumen». Statt die Zukunft des geschichtsträchtigen und denkmalgeschützten Areals an bester Lage «den üblichen renditeorientierten Immobilienstrategien» zu überlassen, soll ein Raum entstehen, der «der ganzen Stadt und ihrer Bevölkerung zugutekommt», sagt Vereinspräsidentin Yvonne Michel. Eine Vorstellung, die auch von Kanton und Stadt begrüsst werde – dies hätten jüngst geführte Gespräche gezeigt. «Wir wollen Ideen aus der Bevölkerung zusammentragen und daraus eine ‘Vision Sennhof’ entwickeln», so Michel. Dieses Projekt soll beim Investorenwettbewerb eingereicht werden.

Mitglieder gesucht

Gesammelt werden die Ideen auf der Website www.igsennhof.com. Gesucht werden zudem auch aktive Mitglieder für den Verein, wie Michel sagt. Weiter ist für Mitte Februar ein Anlass geplant, um über den aktuellen Stand der Dinge und das weitere Vorgehen zu informieren – Ort und Zeit sollen demnächst festgelegt werden. Auf der Website nennt der Verein eine bunte Palette von Nutzungsmöglichkeiten für den Sennhof – vom Gemeinschaftszentrum für Kurse, Kunst und Kultur über eine Kita bis hin zu genossenschaftlichem Wohnraum. Die Ideenentwicklung sei aber völlig ergebnisoffen, betont Michel.

Um ein «solides, selbstverwaltetes und auf ökologischen und sozialen Grundsätzen» beruhendes Projekt zu verwirklichen, soll das Projekt möglichst von einer Genossenschaft getragen werden, sagt Michel.

Weitere Informationen sind im Internet auf www.igsennhof.com einzusehen.

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