Ändert die Klinik Waldhaus ihre Ausbaupläne?
Anwohnern sind die Ausbaupläne der Psychiatrischen Dienste Graubünden für die Klinik Waldhaus ein Dorn im Auge. Sie wollen nicht, dass der Zufahrtsverkehr zur Klinik bald durch ihr Quartier fährt. Das ist allerdings nicht der einzige Grund für rote Köpfe im Quartier.
Anwohnern sind die Ausbaupläne der Psychiatrischen Dienste Graubünden für die Klinik Waldhaus ein Dorn im Auge. Sie wollen nicht, dass der Zufahrtsverkehr zur Klinik bald durch ihr Quartier fährt. Das ist allerdings nicht der einzige Grund für rote Köpfe im Quartier.
Bewohner des Churer Quartiers Obermasans haben ihren Unmut über ein geplantes Parkhaus bei der Psychiatrischen Klinik Waldhaus geäussert. Sie reichten im Namen der eigens dafür formierten Interessensgemeinschaft (IG) Cadonaustrasse beim Churer Stadtrat eine Petition ein. 175 Bewohner des Quartiers hatten diese laut einer Mitteilung der IG unterschrieben. Dies entspreche einer grossen Mehrheit der Betroffenen.
Verkehr soll sich nicht verlagern
Ursache des Unmuts sind die Ausbaupläne der Psychiatrischen Dienste Graubünden. Beim Erweiterungsbau der Notfall-Station wollen die PDGR auch ein unterirdisches Parkhaus mit 200 Stellplätzen bauen. Die Quartierbewohner befürchten, dass die PDGR so beabsichtigen, den Zufahrtsverkehr zur Klinik in ihr Quartier zu verlegen. Die Pläne sähen demnach vor, im Rahmen des Erweiterungsbaus den Verkehr (anstatt wie bisher via Loëstrasse und über klinikeigenen Boden) neu über die Cadonaustrasse und den Jüstliweg umzuleiten, so der Vorwurf.
Die Petitionäre verlangen nun vom Stadtrat, sich dafür einzusetzen, dass alles beim Alten bleibt. Und die IG beruft sich dabei auf den Adressaten ihrer Petition höchstselbst: «Der Churer Stadtrat hat sich wiederholt gegen eine Klinik-Erschliessung (via Cadonaustrasse und Jüstliweg, Anm. d. Red.) ausgesprochen». Nun solle der Stadtrat diesem Votum auch Taten folgen lassen.
PDGR halten sich bedeckt
Kein gutes Haar lässt die IG in ihrer Mitteilung auch an den PDGR. Seitens der Institution sei im Dezember ein Runder Tisch angeregt worden, an dem alle Interessengruppen hätten verteten sein sollen. «Dieser Runde Tisch wurde von den PDGR dann kurzfristig wieder abgesagt.» Und bisher sei kein Ersatzdatum kommunizert worden. Offenbar würden die PDGR intern daran arbeiten, das Projekt zu ändern, spekuliert die IG.
Auf Anfrage vertröstete Fadri Ramming die Petitionäre. Der Verwaltungsratspräsident der PDGR versicherte, dass man die Interessengruppen Ende Januar oder Anfangs Februar erneut zum Gespräch einladen werde. Zu allfälligen Projektänderungen wollte Ramming keine Stellung nehmen.
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