×

In Chur ist bald jeder Zweite ein Rentner

Bis in 20 Jahren ist beinahe die Hälfte der in Chur lebenden Menschen älter als 65 Jahre. Das verursacht Kosten in Millionenhöhe.

Philipp
Wyss
Sonntag, 10. Dezember 2017, 04:30 Uhr Churer Alterskonzept 2025
In Chur ist in ein paar Jahren beinahe die Hälfte aller Einwohner über 65 Jahre alt.
OLIVIA ITEM

Der Anteil der Bevölkerung in Chur, die älter ist als 65 Jahre, wird bis ins Jahr 2035 gemäss Prognosen auf 45 Prozent ansteigen. Dies geht aus dem «Churer Alterskonzept 2025» hervor.

So steht die Stadt in den nächsten 20 Jahren vor der Herausforderung, die Pflege und Betreuung bei stark steigender Nachfrage zu sichern und die Kosten im Griff zu behalten. Aktuell rechnet sie mit Mehrausgaben an die stationäre Pflege von mehr als zehn Millionen Franken.

Die ständige Wohnbevölkerung Chur 2013 bis 2015 über 65 Jahre.

Rückgang ab 2040

Gleichzeitig sollte in dieser Zeit kein Überangebot geschaffen werden, weil in den Jahren ab 2040 wieder mit einem Rückgang der betagten Bevölkerung gerechnet werden kann.

Patrik Degiacomi, Vorsteher des Departements Bildung, Gesellschaft und Kultur, möchte in erster Linie die Belastung des städtischen Finanzhaushalts begrenzen, wie er auf Anfrage sagte. «Die grösste kostensenkende Wirkung erreichen wir, wenn Seniorinnen und Senioren möglichst lange in ihrem angestammten Umfeld leben können und ein vorzeitiger Eintritt in ein Alters- und Pflegeheim vermieden werden kann», so Degiacomi weiter.

Die - Bevölkerungsprognose Chur Regio 2015 bis 2035.

Lokale Hilfen bereitstellen

Dies bedeute aber auch, dass die Stadt gegebenenfalls lokal etwas unternehmen müsse, teilweise banale Sachen. Degiacomi macht ein Beispiel: Fehlt auf dem Weg zwischen einer Wohnung und einem Einkaufsladen eine Sitzbank, kann der Einkauf für ältere Menschen zur Belastung oder gar verunmöglicht werden. Laut Degiacomi sind es oftmals solch kleine Sachen, die älteren Menschen das Leben erleichtern können.

Nun will die Stadt innerhalb der Bevölkerung den Puls fühlen: Am Mittwoch, 13. Dezember, stellen Stadtrat Degiacomi und Enrico Stehr, Leiter der Fachstelle Alter und Gesundheit, ab 17.30 Uhr in der Aula des Schulhauses Rheinau, das Alterskonzept vor. Anschliessend gibt es eine Diskussion und einen Apéro.

Die Kostenprognose - stationäre Pflegefinanzierung 2015 bis 2035.

Wie viele Leute kommen?

Degiacomi will an dieser Veranstaltung einerseits den Puls der Bevölkerung fühlen. Er hofft dabei, auch auf Dinge aufmerksam gemacht zu werden, die im Alterskonzept noch fehlen. Andererseits möchte er der Bevölkerung aufzeigen, was die Stadt in diesem Bereich unternimmt.

Gänzlich unklar ist, wie viele Personen an der Veranstaltung teilnehmen werden. Degiacomi sagt, er könne das nicht abschätzen, man habe sich auf ein mittleres Szenario eingestellt. «Vielleicht müssen wir dann ein nächstes Mal die Stadthalle oder das Hallenstadion mieten. Oder auch nur ein kleines Restaurant.»

Kommentar schreiben

Kommentar senden

JA, Herr Stadtrat Degiacomi:
«Die grösste kostensenkende Wirkung erreichen wir, wenn Seniorinnen und Senioren möglichst lange in ihrem angestammten Umfeld leben können und ein vorzeitiger Eintritt in ein Alters- und Pflegeheim vermieden werden kann.»
Das vernehme ich seit etlicher Zeit auch vom Kanton!
Aber wie verwirklichen?
Ich will nicht mich in den Vordergrund tun, sondern eine Dauerkopfschmerzpatientin thematisieren, die beim WOHNEN die Hölle erlebt: Jeden Tag dutzende Male Türenknallen, WC-Deckel-auf-und-zu-knallen, alles - Architekt sei Dank - in unmittelbarer Nähe ihres Bettes! - von dem stundenlangen "sprechen" in Ruflautstärke oder TV-Skirennen in dito Dezibel und allem anderen Lärm zu "schweigen". Als ich dort intervenierte, war die Folge, dass diese Mieterin/Nachbarin in meiner Abwesenheit auf das Opfer losging. Seither darf ich nichts mehr tun, nun, ich jedenfalls kenne eh den tieferen Sinn des bekannten Begriffs "Lärmterror". Die Alten Chinesen richteten dadurch hin, die wussten das bereits, was vielen scheinbar viel intelligenteren Hiesigen offensichtlich abgeht.
Keiner hilft. KEINER! Und der juristische Weg ist für Chronischkranke wie in diesem Fall inpraktikabel. Ebenso entkräfteterweise wie "dauernd umziehen", wie es ein Betroffener in einem äusserst bemerkenswerten Text im Internet formulierte, der am "neuen Ort" sogar noch mehr Lärm erlitt, es sei "Russisches Roulett", für das ihm Kraft und Geld fehlten - und der Mann war gesund!
Leserbrief in M&W 6/2013 (Mieterverband.ch-Zeitschrift):
http://www.imgbox.de/users/public/images/Z9bSuQCNa9.JPG
Dass ich seit Jahren Fraktionierung beim WOHNEN fordere, was abgesehen vom Leiden auch den Krankenwesenkosten zugutekäme, scheint niemanden zu interessieren.
Offizielle Salbaderei - man dürfe Gebrechlichen/Leistungsreduzierten nicht das Gefühl des Nichterwünschtseins, nicht psychische oder physische Gewalt, antun - von offiziellen Gesundheitseinrichtungen über Spitex bis Palliativecare, ich pfeife auf die heisse Luft, wenn in Reallife Menschen tendenziell zerbrochen werden und ich keine Zuflucht sehe.
Siehe Kommentar:
https://www.suedostschweiz.ch/panorama/2015-06-08/center-da-sanda-engia…

JA, Herr Stadtrat Degiacomi:
«Die grösste kostensenkende Wirkung erreichen wir, wenn Seniorinnen und Senioren möglichst lange in ihrem angestammten Umfeld leben können und ein vorzeitiger Eintritt in ein Alters- und Pflegeheim vermieden werden kann.»
Das vernehme ich seit etlicher Zeit auch vom Kanton!
Aber wie verwirklichen?
Ich will nicht mich in den Vordergrund tun, sondern eine Dauerkopfschmerzpatientin thematisieren, die beim WOHNEN die Hölle erlebt: Jeden Tag dutzende Male Türenknallen, WC-Deckel-auf-und-zu-knallen, alles - Architekt sei Dank - in unmittelbarer Nähe ihres Bettes! - von dem stundenlangen "sprechen" in Ruflautstärke oder TV-Skirennen in dito Dezibel und allem anderen Lärm zu "schweigen". Als ich dort intervenierte, war die Folge, dass die Verantwortliche in meiner Abwesenheit auf das Opfer losging. Seither darf ich nichts mehr tun, nun, ich jedenfalls kenne eh den tieferen Sinn des bekannten Begriffs "Lärmterror". Die Alten Chinesen richteten dadurch hin, die wussten das bereits, was vielen scheinbar viel intelligenteren Hiesigen offensichtlich abgeht.
Keiner hilft. KEINER! Und der juristische Weg ist für Chronischkranke wie in diesem Fall inpraktikabel. Ebenso entkräfteterweise wie "dauernd umziehen", wie es ein Betroffener in einem äusserst bemerkenswerten Text im Internet formulierte, der am "neuen Ort" sogar noch mehr Lärm erlitt, es sei "Russisches Roulett", für das ihm Kraft und Geld fehlten - und der Mann war gesund!
Leserbrief in M&W 6/2013 (Mieterverband.ch-Zeitschrift):
http://www.imgbox.de/users/public/images/Z9bSuQCNa9.JPG
Dass ich seit Jahren Fraktionierung beim WOHNEN fordere, was abgesehen vom Leiden auch den Krankenwesenkosten zugutekäme, scheint niemanden zu interessieren.
Offizielle Salbaderei - man dürfe Gebrechlichen/Leistungsreduzierten nicht das Gefühl des Nichterwünschtseins, nicht psychische oder physische Gewalt, antun - von offiziellen Gesundheitseinrichtungen über Spitex bis Palliativecare, ich pfeife auf die heisse Luft, wenn in Reallife Menschen tendenziell zerbrochen werden und ich keine Zuflucht sehe.
Siehe Kommentar:
https://www.suedostschweiz.ch/panorama/2015-06-08/center-da-sanda-engia…