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Büttiker will die SP in die Regierung zurückbringen

Um den frei werdenden Sitz des Glarner Regierungsrats Röbi Marti kämpft mit dem Netstaler Christian Büttiker nun auch ein Linker. Der Sportfunktionär und Gemeinderat von Glarus gilt als Macher, der praktikable Lösungen anstrebt.

Rolf
Hösli
Dienstag, 31. Oktober 2017, 06:00 Uhr Regierungsratswahlen Glarus
Büttiker, Christian, Waldstrassen, Landstrassen,
Christian Büttiker stellt sich zur Wahl in den Regierungsrat.
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Die Glarner SP-Parteiversammlung muss ihn zwar noch offiziell nominieren, aber das ist nur Formsache: Der 56-jährige Christian Büttiker steigt für die Sozialdemokratische Partei (SP) ins Rennen um einen der fünf Sitze im Regierungsrat. Die Gesamterneuerung findet am 4. März 2018 statt, ein allfälliger zweiter Wahlgang wäre drei Wochen später.

Büttiker ist Landrat und Gemeinderat, wohnt in Netstal, ist Vater von zwei Kindern. Er führt ein eigenes 3D-Zeichnungsbüro für Visualisierungen und Innenausbau. Zudem ist er seit 2011 zu 30 Prozent als Gemeinderat und Baupräsident von Glarus tätig. Unter seiner Führung genehmigte die Gemeinde ihre Richt- sowie Nutzungspläne sowie die neue Bauordnung. Auch die Erneuerung der Sportanlage Buchholz sowie das Gemeindesportanlagenkonzept und die Schulraumplanung stammen aus seiner Abteilung.

Einziger Nicht-Bürgerlicher

Als Sportfunktionär und nun Präsident des Glarner Sport-Dachverbandes setzt er sich seit Jahren für den Glarner Sport ein. Für die SP-Geschäftsleitung ist Büttiker «ein Macher, der Dossiers vorantreibt und Lösungen sucht». Eine Vertretung des linken Spektrums im Regierungsrat sei «eine unverzichtbare Ergänzung zum bürgerlichen Feld».

Seit der Abwahl von Christine Bickel 2014 wird der Kanton rein bürgerlich regiert: Zweimal FDP, dazu je einmal BDP, CVP und SVP. Frei wird der Sitz von Röbi Marti (BDP, Riedern), den die BDP mit dem 48-jährigen Ennendaner Banker Kaspar Becker verteidigen will.

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