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Wer will schwere Monster durch Graubünden lotsen?

Ausgebildete Ausnahmetransportbegleiter (ATB) führen zukünftig im ganzen Kanton Graubünden Transportbegleitungen durch und entlasten in ihrer Funktion die Polizei.

22.10.17 - 11:00 Uhr
Politik
Auch im Kanton Graubünden wird neu die Ausbildung zum Transportbegleiter angeboten.
Auch im Kanton Graubünden wird neu die Ausbildung zum Transportbegleiter angeboten.
PRESSEBILD

Ab Sommer 2018 bietet auch die Bündner Kantonspolizei eine Ausbildung zum Ausnahmetransportbegleiter Graubünden (ABT GR) an. Diese richte sich primär an Mitarbeiter privater Transportunternehmungen. Grundvoraussetzung für die Kursabsolventen sei einerseits keine strafrechtlichen Verfolgungen und andererseits eine Haftpflichtversicherung von über zehn Millionen Franken, gibt die Bündner Polizei in einem Schreiben bekannt.

Ziel der Ausbildung sei es, Schwertransporte effizienter zu gestalten, und die Polizei in ihrer Arbeit zu entlasten, erklärt Barbara Hubschmid, von der Kantonspolizei Graubünden, in einem Interview mit Radio Südostschweiz.

Ebenfalls anerkannt werde neu auch der durch die Kantonspolizei Zürich koordinierte und ausgebildete ATB ZH. Verglichen mit dem ATB ZH ist der ATB GR im Handlungsspielraum aber kleiner. Beispielsweise ist es dem ATB GR nicht erlaubt, auf der Nationalstrasse A13 Transportbegleitungen durchzuführen.

Kantonale Regelungen

Die Auflagen für Schwertransporte sind kantonal geregelt. Die Ausbildung im Kanton Zürich kostet 750 Franken und beinhalte vier Kurstage inklusive schriftliche Prüfung und fünf praktische Transportmanöver. Die Ausbildung muss vom Unternehmen selbst bezahlt werden und ist fünf Jahre gültig. Laut Hubschmid werden die Kosten für den Bündner Kurs aber tiefer ausfallen, da es für den ATB GR grössere Einschränkungen gibt.

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