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Bündner Regierung will mehr Fairness bei Kurtaxe

Bündner Regierung will mehr Fairness bei Kurtaxe

Die Bündner Regierung plant eine Änderung bei der Kurtaxe. Zweitwohnungseigentümer und Ortsansässige sollen gleich behandelt werden. Darum will die Regierung ein entsprechendes Gesetz anpassen.

Manuel
Ramirez
vor 4 Jahren in
Politik
Auf Besitzer von Häuser Ferienhäuser - und Wohnungen so wie hier in Arosa könnten Änderungen zu kommen.
YANIK BÜRKLI

Paul wohnt unter der Woche im Kanton Zürich. Übers Wochenende reist er meist nach Luven bei Ilanz in sein Maiensäss, um dort entspannen zu können. Laut Gesetz muss er eine Gästetaxe oder auch Kurtaxe zahlen. Sein Kollege Peter lebt in Ilanz. Und wie Paul verbringt auch er die Wochendenden gerne in seinem Maiensäss bei Luven. Es gibt jedoch einen Unterschied. Peter muss im Gegensatz zu Paul keine Gästetaxe zahlen. Das soll sich nun ändern.

Die Bündner Regierung will mehr Fairness bei der Erhebung der Gästetaxe und darum das entsprechende Gesetz ändern. Ortsansässige wie Peter und Ortsfremde wie Paul sollen gleich behandelt werden. Neu sollen der Gästetaxe auch alle Ortsansässigen unterliegen, die in der gleichen Gemeinde über eine selbst genutzte Ferienliegenschaft verfügen, so wie Peter sein Maiensäss oberhalb von Luven, das zur Gemeinde Ilanz gehört. Eine Ausnahme besteht lediglich dann, wenn die Gemeinde aus den Einkommens- und Vermögenssteuern der Ortsansässigen einen wesentlichen Beitrag an die Tourismusentwicklung leistet.

Diese Lösung liege im Interesse der Gemeinden und lasse sich rasch, einfach und effizient umsetzen, schreibt die Regierung in einer Mitteilung. Ortsansässige ohne eine selbst genutzte Ferienliegenschaft in der gleichen Gemeinde sind auch in Zukunft von der Gästetaxenpflicht befreit. Der Grosse Rat wird die Vorlage in der Dezembersession 2017 beraten.

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