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Grünliberale sagen dreimal Ja

Keine Lösung für die Ewigkeit – aber dringend benötigte Fortschritte, sagen die Grünliberalen zur Altersvorsorge 2020.

Südostschweiz
12.09.17 - 04:30 Uhr
Politik
SCHWEIZ ALTERSVORSORGE 2020 ABSTIMMUNGSPLAKAT
Plakat der Gegner, links, und Befürworter, rechts, zur Altersvorsorge 2020.
KEYSTONE

Die Grünliberalen des Kantons Glarus sagen «Ja, aber» zur Altersvorsorge 2020. Die heutige Vorlage bringt verschiedene Verbesserungen, die vor allem Teilzeitarbeiterinnen und Leuten mit tiefen Einkommen zugutekommen, schreibt die Partei in einer Medienmitteilung. Die Reform garantiere aber keine nachhaltige Sanierung des Rentensystems – weitere Massnahmen seien daher zwingend.

«Ja, aber», sagen sie auch, weil sie die Reformfähigkeit für ein zentrales Element der Demokratie halten. Nach 20 Jahren Reformblockade in der Altersvorsorge sei eine Reform überfällig. Die Altersvorsorge 2020 ist aus Sicht der Partei aber kein Allheilmittel, sondern muss der Auftakt zu regelmässigen Reformen sein, wie sie für die AHV bis 1997 alle fünf Jahre üblich waren.

Ein Nein würde bedeuten, beim Stand von 1997 stehen zu bleiben und Zeit auf Kosten der Jungen zu verlieren.

Ja zu mehr Umweltschutz und Markt in der Landwirtschaft

Um einen nachhaltigen Wohlstand zu erreichen, müssten soziale, Wirtschafts- und Umweltanliegen im Gleichgewicht sein. Die Grünliberalen setzten sich daher für den Gegenvorschlag zur Ernährungssicherheits-Initiative ein, da dieser eine auf den Markt ausgerichtete, ressourceneffiziente und nachhaltige Landwirtschaft in der Verfassung verankere.

Man sei heute weit entfernt von der in den Medien gezeigten heilen Welt in der Landwirtschaft. Futtermittel stammten zu grossen Teilen aus dem Ausland, wo dafür Regenwälder gerodet werden müssten, ein Drittel der Erzeugnisse aus der Landwirtschaft lande direkt im Abfall, und etwa die Hühnermast werde auf Kosten des Tierwohls immer industrieller, so die GLP. Mit einem Ja erteile man den Auftrag, diese Umstände zu verbessern.

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