Pedalt die Polizei bald in die Val Roseg?
Auch die Polizei macht sich E-Bikes zusehends zu Nutze. In Chur und St. Moritz fahren Polizisten bereits Streife damit. Nun möchte auch Pontresina eines. Die Frage bleibt aber, wer soll das bezahlen?
Auch die Polizei macht sich E-Bikes zusehends zu Nutze. In Chur und St. Moritz fahren Polizisten bereits Streife damit. Nun möchte auch Pontresina eines. Die Frage bleibt aber, wer soll das bezahlen?
In Chur und St. Moritz begegnen Passanten seit Jahren Polizisten auf E-Bikes. In Aussenquartieren, in der Altstadt sowie im Dorfkern sind sie tolle Hilfsmittel, heisst es bei der Stadt- und bei der Gemeindepolizei. Und auch Zivilangestellte nutzen die jeweils zwei vorhandenen E-Bikes zum Erreichen anderer Amtsstellen.
Noch keine E-Bikes hat laut Anfrage die Kantonspolizei Graubünden. Noch nicht. Denn geht es nach dem Gemeindevorstand Pontresina, könnte sich dies ändern. Der Rat unterstützt nämlich die Anschaffung eines E-Bikes für den örtlichen Polizeiposten. Nur: Bezahlen soll das die Kantonspolizei. Nun wird abgeklärt, wie das mit dem bestehenden Leistungsauftrag möglich ist.
Die regelmässigen Kontrollen im Morteratsch, im Val Roseg und im Dorfkern sind ein wichtiger Bestandteil der Polizeikontrollen, heisst es in einer Mitteilung. «Dabei sind die Kontrollfahrten mit dem Auto störend und nicht immer zweckmässig», heisst es in der Mitteilung weiter. Dies gelte vor allem für Wanderer und Velofahrer im Morteratsch, für den Kutschenbetrieb im Val Roseg und für Fussgänger im Dorfkern.
Der Gemeindevorstand würde den Einsatz alternativer Fortbewegungsmittel auch aus ökologischer Sicht begrüssen. Nur: Gemäss bestehendem Vertrag mit der Kantonspolizei ist nicht vorgesehen, dass die Gemeinde für die Anschaffung von Arbeitsmaterial aufkommen muss. Bleibt die Frage, was die Kantonspolizei davon hält.
Philipp Wyss ist Wirtschaftsredaktor der gemeinsamen Redaktion der Zeitung «Südostschweiz» und der Internetseite «suedostschweiz.ch». Mehr Infos
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