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Lea Sgier: «Das könnte sich auf die Politik EU/USA auswirken»

Die amerikanisch geführte, private Zentraleuropäische Universität in Budapest ist durch ein neues Gesetz von der Schliessung bedroht. Mit Lea Sgier unterrichtet dort eine Professorin, die in Graubünden aufgewachsen ist. Wir haben mit ihr über das brisante politische Thema gesprochen.

Philipp
Wyss
10.04.17 - 07:00 Uhr
Politik

Mit den Stimmen der Regierungspartei Fidesz billigte das ungarische Parlament vergangene Woche im Eilverfahren eine Novelle zum Hochschulunterrichtsgesetz. Für die Vorlage von Sozialminister Zoltan Balog stimmten die 123 Abgeordneten der rechts-konservativen Regierungspartei Fidesz. 38 Parlamentarier der linken und liberalen Opposition votierten dagegen.

 

Das neue Gesetz beinhaltet neue Auflagen für internationale Universitäten, die die Central European University (CEU) nicht erfüllt. Die Hochschuleinrichtung wurde 1991 vom US-Milliardär George Soros gegründet. Sie sollte nach dem Ende des Kommunismus die Ideen einer offenen und liberalen Gesellschaft verbreiten.

 

Mit Lea Sgier unterrichtet in Budapest auch eine Bündnerin. Die 47-Jährige nahm sich Zeit für ein Interview und erklärte den komplexen Sachverhalt aus Sicht einer betroffenen Arbeitnehmerin der CEU.

 

Lea Sgier (47) ist in Vella aufgewachsen. Sie absolvierte die Matura in Chur und arbeitete anschliessend ein Jahr beim damaligen Radio Grischa. Danach zog es sie an die Universität nach Genf, wo sie Politwissenschaft studierte und 2010 ihre Dissertation schrieb. Per Zufall kam sie im selben Jahr an die Central European University (CEU) nach Budapest. Heute pendelt sie zwischen Ungarn und Genf, betreut aber auch Projekte in Kanada, Hongkong, England und Deutschland.

Philipp Wyss ist Wirtschaftsredaktor der gemeinsamen Redaktion der Zeitung «Südostschweiz» und der Internetseite «suedostschweiz.ch». Mehr Infos

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