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Chur, die Kreisel-Stadt

In Chur stehen derzeit 26 Kreisel. Der Vater der Churer Kreisel heisst dabei Josef Rogenmoser. In der Amtszeit des alt Stadtrats wurden die ersten Kreisel gebaut.

Südostschweiz
Freitag, 10. März 2017, 11:30 Uhr Auf den Spuren der Churer Kreisl
Denkmal zu Lebzeiten: «Am Kreisel-Sepp sis Bänkli». Archivbild

An der Kasernenstrasse in Chur steht «am Kreisel-Sepp sis Bänkli». Es steht dort als Erinnerung an Josef Rogenmoser und die zahlreichen Kreisel, welche in seiner zwölfjährigen Amtszeit als Vorsteher des Baudepartements gebaut wurden. Konkret war er für acht Kreisel verantwortlich.

Ende 2000 ging Rogenmoser dann in Pension und das «Bänkli» zu seinen Ehren wurde bereits Anfang März 2001 eingeweiht.

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Ende 2000 ging Rogenmoser in Pension. Archivbild

Rogenmoser ging schliesslich als «Kreisel-Sepp» in die Geschichte von Chur ein. Einer seiner Nachfolger - der aktuelle Stadtrat Tom Leibundgut - hat jedoch etwas geschafft, was «Kreisel-Sepp» nicht fertiggebracht hat. Beim Kreisel Ringstrasse/ Rheinfelsstrasse ist es ihm gelungen, erstmals einen Kreisel unter der Schwelle der Zuständigkeit des Gemeinderates von einer halben Millionen Franken umzusetzen, was diesem Bauwerk den Übernamen «Budget-Kreisel» eintrug.

Nebst günstigen Kreiseln hat die Stadt Chur zudem mit einem Durchmesser von 75 Metern den grössten Kreisel im Kanton. Dreieinhalb Jahre wurde an ihm gebaut. Kostenpunkt (inkl. Anschluss an die Autobahn A13): 40 Millionen Franken.

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Der grösste Kreisel im Kanton - der Kreisel Chur Süd. Bild Marco Hartmann

Chur verdient mit Kreiseln

Die 26 Churer Kreisel sind aber nicht nur schön, ein Teil von ihnen bringt auch Geld ein. Stadtingenieur Roland Arpagaus erklärt es so: «Die Zone ‘Kreisel mit Gestaltung durch Dritte’ ist definiert im Perimeter westlich der Ringstrasse und eingegrenzt zwischen Kasernenstrasse und Plessur.»

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Hier können Kreisel «gemietet/gekauft» werden. Grafik: Südostschweiz

Und was kostet ein solcher Kreisel? «Erstellungskosten und Unterhalt gehen komplett zulasten der betreffenden Firmen», erklärt Arpagaus. Zudem müssen sie noch eine Jahresgebühr bezahlen. Was den Firmen als ziemlich günstige Werbefläche dient, bringt der Stadt eine gewisse finanzielle Entlastung. Arpagaus sagt nämlich: «Die Stadt kann damit die Investitionskosten und über die zehn Jahre die nicht zu unterschätzenden Unterhaltskosten einsparen.» (so)

Umfrage: Welcher ist der schönste Kreisel der Stadt?

 

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