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Glarus hängt ein Dutzend einhändige Fridoline auf

Glarus hängt ein Dutzend einhändige Fridoline auf

Die Gemeinde Glarus bestellt ihre Fahnen lieber auswärts als bei der einheimischen Näfelser Fahnenfabrik. Mit der Glarner Kantonsfahne haben die Auswärtigen aber ihre Mühe: In Ennenda hängen mehr als ein Dutzend Fridoline, deren linke Hand vergessen ging. Ausserdem gehen sie in die verkehrte Richtung. Und das Rot ist auch zu hell.

Südostschweiz
vor 5 Jahren in
Ereignisse
Statt gegen die Fahnenstange schreiten die Ennendaner Fridlenen von ihr weg. Ausserdem fehlt eine Hand.

«Hätten sie jemanden angestellt, der etwas von Fahnen und Heraldik versteht, wäre das nicht passiert», sagt Hansruedi Streiff. Fahnen sind sein Beruf: Er ist Geschäftsleiter der Kurt Hauser AG in Näfels, die Fahnen herstellt und verkauft. Auf einem Spaziergang in Ennenda hat er die an Kandelabern befestigten Kantonsfahnen gesehen. Sie sind von der Konkurrenz, denn die Gemeinde Glarus kauft ihre Fahnen alle ausserhalb des Kantons ein.

Natürlich hat Streiff die Fahnen kritisch beäugt. «Mir ist schon aufgefallen, dass da etwas nicht stimmt, aber mir war nicht gleich klar was», sagt er. Bald merkte er: Der Fridolin marschiert ja in die falsche Richtung. Und das Rot ist eigentlich zu «himbeerig». Die fehlende Hand fiel ihm erst gar nicht auf.

Weshalb die Gemeinde ihre Fahnen bei der Konkurrenz der Glarner Fahnenfabrik kauft und warum ihre Begründung dafür so korrekt ist wie ihre Fahnen, lesen Sie in der «Südostschweiz» vom Dienstag. (uw)
 

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