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«Ich tue alles gerne, was Freude macht»

Pascal
Spalinger
19.02.25 - 07:00 Uhr
Menschen & Schicksale
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Marco Rima.

DZ: Marco Rima, Sie gastieren am 22. Februar mit Ihrem Programm «Don't worry, be happy» im Kongresszentrum Davos. Wie gross ist Ihre Vorfreude?

Marco Rima: Ich freue mich auf das Davoser Publikum und bin froh, dass bei meiner Show kein Puck eingeworfen wird, um schlussendlich zu ermitteln, wer als Sieger vom Eis geht. Bei meiner Show gehen alle als Gewinner nach Hause! Ich glücklich und beseelt und die Zuschauer hoffentlich mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Welche Beziehungen haben Sie sonst noch zur Region Davos?

Ich bin hin und wieder in Davos, wenn der EVZ gegen den HCD spielt. Und manchmal findet man mich auch auf dem schönen Golfplatz, wo ich nicht nur meinen Ball ins Loch zu versenken versuche, sondern wo ich auch schon meine Golftasche samt Schlägern am letzten Loch im Wasserhindernis habe versinken lassen – aber das ist lange her.

Worauf darf sich das Davoser Publikum besonders freuen?

Grundsätzlich sollen die Zuschauer vor allem über mich und meine Unzulänglichkeiten lachen. Und natürlich auch darüber, dass ich als Mann ständig bemüht bin, meine Frau zu verstehen. Ich behaupte: «Für einen Mann ist es einfacher seine Blutgruppe zu wechseln, als seine Frau zu verstehen!» Das heisst: «Ein Mann, der seine Frau versteht, kann auch Holz schweissen, oder nicht!» Und natürlich erwartet den Davoser Zuschauer auch viel Klamauk und lustige Geschichten aus meinem Leben.

Sie gehören seit Jahren zu den führenden Schweizer Komikern und haben unzählige Programme bestritten. Wo finden Sie all die Ideen für Ihre Shows?

Ich lebe in einem wunderbaren Umfeld von Menschen, die mich in guten und schlechten Zeiten tragen. Da kommt so viel an Geschichten, lustigen Ereignissen und humorvollen Episoden zusammen, dass ich jedes Jahr drei Programme auf den Weg bringen könnte. Dieser privilegierten Situation wegen stimme ich deshalb auch ein Lied an mit dem sinnigen Titel: «Kleines, grosses Glück!»

Viele Ihrer Kolleginnen und Kollegen wagen sich mit ihren Programmen teilweise aufs politische Glatteis. Wie viel Politik darf in einem humoristischen Programm Platz haben?

Ich werde im April 64 Jahre alt. Das heisst, ich schaue mit viel Humor auf die Dinge, die sich in den letzten Jahrzehnten verändert haben. Und deshalb mache ich mich über das Gendern lustig, oder frage mich als alter, weisser Mann, warum Woke nicht einfach nur eine asiatische Gemüsepfanne ist. Und natürlich stellt sich mir jeden Abend, bevor ich auf die Bühne gehe, die Frage, ob es nach wie vor okay ist, als Mann aufzutreten. Keine leichte Entscheidung. Gerade weil ich mich hin und wieder auch als non-binäre Strassenlaterne fühle, gefangen im Körper eines Wals.

Sie stehen nicht nur auf der Bühne, sondern standen auch immer wieder mal vor der Kamera. Welches Genre gefällt Ihnen besser, oder welche Voraussetzungen muss ein Projekt erfüllen, damit Sie sich eine Teilnahme vorstellen können?

Ich habe gerade neulich mit meinem 12-jährigen Sohn, Luca, den Film «Champions» angeschaut, in dem ich den Hockey-Altstar Gigi Poltera verkörperte – ein wunderschöner Film. Das hat damals richtig Spass gemacht, auf dem «Gletscher» in Arosa rumzukurven und danach mit der «Mannschaft» Bier zu trinken. So wie früher im Hockey noch gelebt wurde. In erster Linie tue ich alles gerne, was mir Freude bereitet. Ich liebe es, auf der Bühne zu stehen, aber ich mag auch sehr, vor der Kamera zu schauspielern. Falls man in Davos einen Film plant und noch einen lustigen Unterländer sucht – ich bin dabei!

Humor ist ja bekanntlich individuelle Geschmackssache. Welche Art von Humor mögen Sie besonders?

Ich mag vor allem den Humor meiner Frau und meiner Kinder. Er ist überraschend und berührt mich. Wenn wir mittags oder abends beim Essen sitzen, werden Geschichten erzählt, die mich nicht nur zum Nachdenken, sondern sehr oft auch zum Lachen bringen.

Sie gehören altersmässig zu den goldenen Anfangs-Sechzigern. Inwiefern haben Sie sich vielleicht auch schon mal gedacht, es etwas ruhiger zu nehmen? Oder ist dies überhaupt kein Thema?

Ich nehme es jetzt schon viel ruhiger. Früher habe ich 150 Vorstellungen im Jahr gespielt. Heute sind es nur noch 50. Aber so lange ich Freude an meiner Berufung habe, werde ich weiterhin versuchen, die Menschen mit meinen Geschichten und Spässen zu begeistern. Und deshalb verschiebe ich meinen Abschied von der Bühne noch ein paar Jahre – und wenn ich dann wirklich nicht mehr sein sollte, dann bin ich einfach unter­getaucht beziehungsweise tauche nach meiner Golftasche im Wasserhindernis am Loch 18 in Davos.

Tickets zu gewinnen

Wir verlosen zweimal zwei Tickets für die Vorstellung «Don't worry, be happy» von Marco Rima vom 22. Februar im Kongresszentrum Davos.

Um am Wettbewerb teilzunehmen, schreiben Sie eine Mail an wettbewerb.davos@somedia.ch. Die Gewinner werden ausgelost und direkt informiert. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Einsendeschluss ist am Mittwoch, 19. Februar, um 16 Uhr. Viel Glück!



 



 

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