Ein bisschen Abenteuer
Wer hätte gedacht, dass ich mit knapp dreissig Jahren wieder in einem Büro sitze und Texte schreibe? Ich hätte nicht darauf gewettet. Doch nach gut zehn Jahren in der Gastronomie ist es nun wieder soweit.
Wer hätte gedacht, dass ich mit knapp dreissig Jahren wieder in einem Büro sitze und Texte schreibe? Ich hätte nicht darauf gewettet. Doch nach gut zehn Jahren in der Gastronomie ist es nun wieder soweit.
Starten wir am Anfang. Geboren wurde ich im Februar 1995 in der Stadt St. Gallen. Der Journalismus wurde mir sozusagen in die Wiege gelegt. Beide Elternteile arbeiteten in Medienhäusern. Als Knirps zog ich somit oft durch Redaktionen und Radiostudios. Das Interesse für Bild und Text wurde mehr und mehr geweckt. Allerdings war der Weg zum Schreiberling noch sehr weit.
Ein etwas anderer Bildungsweg
Nach der obligaten Schulbildung entschied ich mich gegen den akademischen Weg. Ich war definitiv nicht der Typ, um in einer Hochschule zu sitzen und Dozenten meine Aufmerksamkeit zu schenken. Somit startete ich eine Lehre als Maurer im Strassenbau. Diese Ausbildung habe ich bis heute nie bereut. Allerdings sass ich nach deren Abschluss doch schneller als gedacht wieder an der Schulbank. Die Berufsmaturität und die Aussicht auf ein Studium lockten doch zu stark. Nach einem Jahr Vollzeitstudium erhielt ich die Fachhochschulreife.
Mit dem Wissen, dass ich mich Richtung Journalismus oder Marketing orientieren will, zog es mich an die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften. In Winterthur erlebte ich sehr spannende Semester, was nicht zwingend immer mit dem Lehrstoff zusammenhing. Allerdings brannte es mir schnell wieder unter den Nägeln, wieder einer richtigen Arbeit nachgehen zu können. So unterbrach ich mein Studium und arbeitete fortan bei der Lokalredaktion des St. Galler Tagblatts in Wil.
Nur eine Saison
Mit Anfang zwanzig verschlug es mich dann nach Davos. Der Durst nach ein wenig Abenteuer war gross. Ohne grosse Erfahrung in der Gastronomie wurde ich im Chalet Güggel eingestellt. Und wie es so ist, wurde aus «ich mache nur eine Saison» eine zweite, eine dritte und so weiter. Schlussendlich wechselte dann der fixe Wohnsitz nach Davos.
Nach verschiedensten Stellen in der Gastronomie in Davos übernahm ich vor drei Jahren die Leitung der Bolgenschanze. Definitiv eine Erfahrung, die ich niemals missen wollen würde. Allerdings ist es, wenn es am schönsten ist, Zeit, den Platz für jemand Jüngeren zu räumen.
Wie anzunehmen ist, war das Journalismusstudium schon lange in weite Ferne gerückt. Dies, bis ich auf die Davoser Zeitung aufmerksam gemacht wurde. Innerhalb kürzester Zeit ging es vom Vorstellungsgespräch, zum Probearbeiten, zur Vertragsunterzeichnung. Ich freue mich auf diese Chance und damit einhergehend die Bestätigung, dass Davos hoffentlich noch für ein paar Jahre mehr meine Heimat sein wird.
Yves Weibel, Redaktor Davoser Zeitung
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