Sportartikelbörse schliesst nach vielen erfolgreichen Jahren
Nach zahlreichen Jahren wohltätiger und erfolgreicher Tätigkeit hat sich Erika Rageth entschieden, die beliebte Sportartikelbörse in Davos zum letzten Mal durchzuführen.
Nach zahlreichen Jahren wohltätiger und erfolgreicher Tätigkeit hat sich Erika Rageth entschieden, die beliebte Sportartikelbörse in Davos zum letzten Mal durchzuführen.
«Der Aufwand, um einen Lagerraum in einen präsentablen Verkaufsraum umzuwandeln, war enorm», so die Organisatorin, die über die Jahre hinweg nicht nur viel Arbeit, sondern auch viele schöne Erinnerungen gesammelt hat. «Früher war die Nachfrage viel grösser, aber durch die Veränderungen im Handel hat sich der Bedarf stark reduziert», erklärt sie weiter. War die Börse in ihren ersten Jahren noch ein Magnet für zahlreiche Sportbegeisterte, so hat sich das Bild in den letzten Jahren zunehmend verändert.
Noch vor einigen Jahren musste sie vormittags und nachmittags mit zusätzlicher Hilfe arbeiten, so hoch war die Nachfrage. «Es war eine tolle Zeit, in der ich viele freundliche und herzliche Menschen kennenlernen konnte und in der auch Freundschaften entstanden sind», blickt sie zurück. Bei der Sportartikelbörse konnten Kunden nicht nur günstige Sportausrüstung erwerben, sondern auch gebrauchte Gegenstände verkaufen und so ein Stück Nachhaltigkeit fördern.
Vorbehalte überwinden
Die Idee, eine Sportartikelbörse in Davos zu etablieren, war anfangs nicht unumstritten. «Es gab Skepsis, ob gebrauchte Sportartikel zu günstigen Preisen wirklich gefragt sein würden», erinnert sie sich. Doch sie konnte schliesslich viele Davoser von den Vorteilen überzeugen, sodass die Börse rasch an Beliebtheit gewann. Durch ihre Beziehungen zu Skigästen und Herstellern landeten regelmässig hochwertige Markenartikel bei ihr. Kunden brachten ihre ungenutzten Ausrüstungsgegenstände vorbei, um sie weiterzugeben – und viele erzielten durch den Verkauf gute Erträge, die sie dann in neue Ausstattungen investierten.
Im Laufe der Jahre wurde ein Teil des Erlöses der Börse regelmässig an wohltätige Organisationen gespendet. Besonders engagiert zeigte sich Erika Rageth im Bereich der Kinder- und Jugendförderung. So wurden unter anderem Kinderheime sowie der Skiclub Davos mit Spenden aus den Erlösen unterstützt.
Auch die kleinen Gesten der Dankbarkeit von Kundenseite bleiben ihr in Erinnerung: «Manchmal bekam ich kleine Geschenke wie Honig, Schokolade oder sogar selbst eingemachte Pilze. Das war immer wieder eine nette Überraschung», sagt sie.
Die Sportartikelbörse ist ein letztes Mal am 16. November geöffnet. Danach heisst es Abschied nehmen – von einer Tradition, die viele Jahre lang ein fester Bestandteil des lokalen Lebens war.
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