2000 Jahre jüdische Geschichte
Die Besuchenden des Dörflernachmittags am 5. Juni freuten sich sehr über das Referat von Richard Breslauer in der Aula des Schulhauses Bünda. Der in Zürich geborene, jüdische Philosoph präsentierte einen Abriss über mehr als 2000 Jahre jüdischer Geschichte.
Die Besuchenden des Dörflernachmittags am 5. Juni freuten sich sehr über das Referat von Richard Breslauer in der Aula des Schulhauses Bünda. Der in Zürich geborene, jüdische Philosoph präsentierte einen Abriss über mehr als 2000 Jahre jüdischer Geschichte.
Er bot einen Überblick mit einzelnen Schlaglichtern wie den Kreuzzügen oder der Balfour-Erklärung.
Das Publikum fand gerade das Aufzeigen der Entwicklungen im 20. Jahrhundert hilfreich für das Verständnis der aktuellen Situation. Konflikte mit den arabischen Nachbarn waren mit Beginn der Staatsgründung Israels 1948 vorprogrammiert. Angesichts der Attacken von Ägypten, Jordanien und Syrien im sogenannten Sechs-Tage-Krieg (1967) konnte Israel sich behaupten und ungeplante Landgewinne verzeichnen. Zum weiteren Konfliktherd wurde dann die Besetzung palästinensischer Gebiete. Im Anschluss an den Yom-Kippur-Krieg (1973), in dem Israel von Ägypten angegriffen wurde, gelang 1979 ein Friedensvertrag mit Ägypten und 1994 mit Jordanien. Parallel zu diesen grossen Erfolgen für mehr Frieden dauerte der palästinensische Terrorismus über Jahrzehnte hinweg an und gipfelten leider im Terroranschlagder Hamas am 7. Oktober 2023 – ein schwarzer Tag für Israel. «Die Wurzel für diese andauernden Konflikte liegt leider in der Religion. Denn jede Seite behauptet, Gott recht zu verstehen», so Breslauer. Der langjährige Dozent am Zürcher Lehrhaus erinnerte daran, dass im Alten Testament geschrieben stehe, dass das Gottes Haus, der Tempel in Jerusalem, den König Salomo habe fertigstellen lassen, «ein Gebetshaus für alle Völker sein soll». Leider entspreche diese biblische Vision noch immer nicht der Realität. Die Hamas sei eine Ideologie, die sich durch militärische Stärke nicht vernichten lasse. Dennoch ist Breslauer überzeugt davon, dass Frieden durch einen guten Kompromiss möglich ist.
Im Anschluss an den Vortrag gab es einen von Pfarrerin Astrid Fiehland moderierten Austausch. Musikalisch begleitet wurde der Nachmittag am Akkordeon ebenfalls von Astrid Fiehland. Sozialdiakon Sascha Skwortz geleitete durch den Nachmittag, der mit einem Zvieri abgerundet wurde. Der Dörflernachmittag ist eine von vielen Veranstaltungsreihen von Davos reformiert.
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