Dem Täter auf der Spur
„Es ticket d’Uhr, mir sind de Täter uf de Spur… in Chur“, so lautete das Motto des Sommerlagers der Jubla Gommiswald. Vom 9. bis zum 16. Juli verbrachte die Schar eine unvergessliche Lagerwoche in Disentis/Mustér.
„Es ticket d’Uhr, mir sind de Täter uf de Spur… in Chur“, so lautete das Motto des Sommerlagers der Jubla Gommiswald. Vom 9. bis zum 16. Juli verbrachte die Schar eine unvergessliche Lagerwoche in Disentis/Mustér.
Am Samstagmorgen früh besammelten sich die Jublaner, denn ein Unbekannter drohte in einem Video mit argen Konsequenzen. Er wurde nicht ins Jublalager eingeladen und hegte deshalb einen Groll gegen die Lagerteilnehmenden. Doch die aufmerksamen Kinder hörten rasch, in welchem Zug der Täter das Video aufgenommen hatte und machten sich deshalb auch auf den Weg nach Chur. Dort angekommen hiess es, weitere Spuren des Täters zu sichern. Bei einem Foxtrail durch die Stadt Chur fanden die Detektive heraus, welches Zugticket von ihm gekauft wurde. Deshalb bestiegen sie den Zug nach Disentis und genossen die Fahrt durch die eindrückliche Rheinschlucht. Am Lagerort angekommen stellten sie fest, dass das Lagerhaus auch schon vom Unbekannten heimgesucht wurde und deshalb die Spurensicherung noch am Werk war. Doch Jublaner bringt man nicht so schnell aus der Fassung, sie packten ihre sieben Sachen und bauten sich ihre Unterkunft selber auf. So wurde die erste Nacht im Lager draussen in den Zelten genossen.
Gemütlicher ging es am Sonntag weiter. Nachdem die Zelte wieder abgebrochen waren und alles aufgeräumt, wurde der Weg zum Lagerhaus in Angriff genommen. Dort verpflegte uns die Küche mit einem Lunch. Am Nachmittag gestaltete dann jede Gruppe ein Plakat für ihr Zimmer und mit Spielen wurde die Zeit verbracht, bis wir das Lagerhaus beziehen konnten. Beim Theaterabend zeigten die Kinder den Leitern, was sie denken, wird noch in der Woche passieren und wie der Täter gestellt wird. Die Leiter führten ebenfalls ein Theater auf mit den Beweismitteln, die beim Einpuffen in die Zimmer gefunden wurden.
Nach der ersten Nacht im Lagerhaus wurden am Montag die Wanderschuhe geschnürt. Die Älteren bezwangen bei ihrem Aufstieg zum Lag Serain gut 1000 Höhenmeter, die Jüngeren gingen es gemütlicher an, das erste Teilstück bezwangen sie mit der Gondelbahn. Am Mittag trafen sich alle am schönen Bergsee und genossen die verdiente Pause. Einige wagten sich sogar ins kühle Nass. Auch die Älteren konnten anschliessend noch eine Gondelfahrt geniessen, für sie ging es zurück ins Tal, während die Jüngeren diesen Weg zu Fuss absolvierten. Nach der anstrengenden Wanderung durften die Kinder am besinnlichen Abend zuerst ihre Beobachtungen bezüglich des Täters erzählen und allfällige Verdächtige erwähnen. Danach durfte jede Gruppe ihre Spuren auf einem Abschnitt eines Weges markieren, worauf dieser blind abgelaufen wurde. Zum Ausklang wurden noch verschiedenste Lagerfeuerlieder gesungen.
Die Lagerteilnehmer starteten den Dienstag mit einem Postenlauf. An verschiedenen Posten erlernten sie sich gegen Zecken zu schützen, Kartensymbole zu lesen und den Inhalt einer Sanibox richtig zu benutzen. Nach dem Mittagessen wurde klar, dass nun alle Leiter als Tatverdächtige gelten und auf unserer Mottowand hingen Steckbriefe jedes Verdächtigen. Nun konnte jeder seinen Tatverdächtigen markieren. Am Nachmittag absolvierten die Kinder einen Selfie-OL. Dabei mussten sie Orte auf Fotos erkennen und an diesem Ort dann ein kreatives Selfie schiessen, an diesem Ort war das nächste Foto versteckt. Fotos von Leitern waren auch darunter, diese wurden anschliessend vom Tatverdacht erlöst. Bei einem Logical-Cluedo am Abend erhielten die Kinder verschiedene Hinweise auf drei verdächtige Personen. Diese wurden aber bei einem Gerichtsverfahren freigesprochen.
Um das bessere Wetter am Morgen auszunützen startete der Mittwoch früh. Die Kinder wurden darauf verdächtig, der Täter zu sein. Der Fluchtversuch misslang und so wurden sie in acht Zellen eingeteilt. Bei einem Geländegame versuchten die Insassen der Zelle nun zurechtzukommen und einen Fluchtweg zu finden. Mexikaner halfen den neuen Gefangenen einen Teig herzustellen, den sie der Gefängnisküche verkaufen konnten und so zu Geld kamen. Mit dem Geld konnten Kartenteile für einen Gefängnisausbruch gekauft werden. Trotz des immer schlechter werdenden Wetters im Verlauf des Tages gaben alle Kinder vollen Einsatz und waren motiviert, ihre Zellenkumpanen aus dem Gefängnis zu befreien. Dies gelang schliesslich drei Gruppen. Der freie Abend konnte mit verschiedenen Aktivitäten verbracht werden. Einige gingen in die Kletterhalle, während andere Fussball oder Volleyball spielten. Wieder andere studierten eine Tanzchoreografie ein, welche sie zum Abschluss der ganzen Schar präsentierten.
„Buebe-/Meitli-Tag“ war am Donnerstag angesagt. Während sich die Blauring auf den Weg zum Hallenbad in Sedrun machte, vergnügten sich die Jungwächtler bei Englische Bulldogge, Rugby und Fussball. Am Nachittag konnten auch sie ins Hallenbad und die Mädchen mit ihren Leiterinnen kehrten zurück ins Lagerhaus und spielten dort Spiele wie Mörderlis oder Bombe. Nach dem Znacht machten sich alle schick, denn die Leiter hatten ein Casino vorbereitet. Bei verschiedensten Glücksspielen konnte man viel Geld verdienen oder alles verlieren. Für die, die pleitegingen, gab es genug Ämtli, welche sie machen konnten, um so wieder an Geld zu kommen und weiterspielen zu können. Für die meisten war dann schlafen angesagt, nicht aber für die 15er, Peperonimonster und La’Olas. Für sie stand noch die Nachtaction auf dem Programm.
Mit dem Morgensport begann der Freitag sportlich. Anschliessend konnten am Brunch feine Bündner Nusstörtli genossen werden. Das Spiel am Nachmittag hiess Capture the Geldsack. Dabei ging es darum, den Geldsack eines gegnerischen Teams zu stehlen und ihn in die eigene Basis zu bringen. Da am Morgen ein Leiter entführt wurde, deponierten die Jublaner das Geld, das sie am Vorabend im Casino verdient hatten, in einem Geldsack an der Stelle, die der Täter beschrieben hatte. Dank findigen Köpfen konnte er am Abend gestellt werden. So konnte ohne Angst an der Disco gefeiert werden. Die Stimmung wurde nur durch die Verabschiedung der abtretenden Leiter getrübt. Doch die Tränen wurden schnell getrocknet und die übrige Zeit mit ihnen wurde in vollen Zügen genossen.
Am Samstag mussten schon vor dem Frühstück die Koffer gepackt werden. Die Teens putzten anschliessend das Lagerhaus, die Kids konnten sich bei Spielen vergnügen. Nachdem der Lunch gegessen war, kam dann der Car, welcher uns nach Gommiswald zurückbrachte.
Das Leiterteam möchte sich an dieser Stelle bei allen Eltern für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Ebenso gilt ein grosses Dankeschön all den Sponsoren, ohne die eine solche Lagerwoche kaum möglich wäre. Die Leiter planen schon fleissig die kommenden Anlässe und freuen sich, auch Sie begrüssen zu dürfen.
Nächste Anlässe:
Samstag, 27.08.15, Schnupperanlass
Samstag, 03.09.15, Schnuppergruppis
Sonntag, 11.09.15, Spaghettiplausch und Schülergrümpi
Samstag, 29.10.15, Lagerrückblick
Weitere Infos finden Sie auf unserer Homepage: www.jubla-gommiswald.ch
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Bereits Abonnent? Dann schnell einloggen.