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Kino im Wortreich

Sommer, Sonne, Ferien!
Am Samstagnachmittag, 27. Juni verspricht der Pferdefilm Abenteuer!
Am Abend dann wird der Stahlesel geritten: Die Tour du Faso ist Afrikas grösstes Radrennen und zieht Europäer und Afrikaner an – und die Glarner Rad-Kommune ebenfalls.
Am Montagnachmittag, 29. Juni steht Liebe auf dem Programm.

Freitag, 26. Juni 2015, 14:17 Uhr

Hände weg von Mississippi

Samstag, 27. Juni 2015

Filmbeginn 16:30 Uhr, Türöffnung 16:00

von Detlev Buck

Deutschland 2007, empfohlen ab 6 Jahren

Endlich Sommerferien! Die zehnjährige Emma kann es kaum erwarten, wieder bei Großmutter Dolly auf dem Land zu sein. Bei ihrer Ankunft in dem kleinen Ort stellt sie zufrieden fest, dass alles ist wie immer. Aber das stimmt nicht ganz: Der alte Klipperbusch ist gestorben und sein Neffe Albert Gansmann, von Emmas Freunden nur der «Alligator» genannt, verplant das zukünftige Erbe auf seine Art. Mit dem Anwesen hat er Großes vor, für Klipperbuschs Stute Mississippi allerdings ist da kein Platz mehr. Deshalb bestellt er kurzerhand den Pferdeschlachter. Emma kann Dolly in letzter Minute überreden, Gansmann das Pferd abzukaufen. Ab jetzt gehört Mississippi Emma.

Doch schon kurze Zeit später steht Gansmann vor der Tür und möchte die Stute gern wieder haben. Spontane Tierliebe wird es nicht sein, die ihn antreibt. Was also steckt hinter Gansmanns Wunsch? Emma, Dolly und ihre Freunde brauchen in diesem spannenden Sommer Einfallsreichtum, Mut und Entschlossenheit, um nicht nur die Stute Mississippi vor Gansmann zu retten.

Nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Cornelia Funke.

 

Tour du Faso

Samstag, 27. Juni 2015

Apéro ab 20:00 Uhr/Filmbeginn 20:30 Uhr

von Wilm Huygen

Deutschland/Frankheit 2013, Dokumentarfilm

Culture-Clash auf den Sandpisten Burkina Fasos. Die Tour du Faso ist Afrikas größtes Radrennen. Auf zehn Etappen quer durch Burkina Faso kämpfen europäische Radsport-Abenteurer und afrikanische Lokalmatadoren leidenschaftlich um die Verwirklichung ihrer Träume. Der Film legt den Fokus dabei aber nicht auf die Frage nach dem Sieger – vielmehr stehen die Erfahrung und das Erleben im Mittelpunkt.

Zwar ist das seit 1987 jährlich stattfindende Rennen eine Adaption der Tour de France. Dennoch hat es sich einen Charakter als zwar «gescheiterte», aber viel sympathischere Kopie des europäischen Originals bewahrt. So fährt man teilweise bei 40 Grad im Schatten auf unbefestigten Straßen, die Werbekarawane besteht aus zwei Jeeps und die Fahrer schlafen in Zeltlagern mitten in der Savanne.

TOUR DU FASO nimmt die Zuschauer mit auf eine Zeitreise zurück in vorkommerzialisierte Radsport-Jahrzehnte. Wir lernen den Radsport, Afrika und den Kampfgeist sympathischer Underdogs in ihrem ursprünglichen Charakter kennen. Es bleibt spannend bis zum Schluss – nicht nur in der Frage, wer am Ende siegt, sondern auch inwieweit sich die kulturellen Fronten überwinden lassen...

 

Elsa y Fred

Montag, 29. Juni 2015

Kaffeebar ab 13:30 / Filmbeginn 14:30 Uhr

von Marcos Carnevale

Argentinien/Spanien 2005, Komödie

Die freche, temperamentvolle und sehr jung gebliebene Elsa erfährt, dass sie einen neuen Nachbarn bekommen soll: Fred. Dessen Frau ist vor wenigen Monaten gestorben, und nun hat sich seine Tochter Cuca, die sehr schnell cholerisch wird, um eine Wohnung für den 78-jährigen Witwer gekümmert. Fred, der das völlige Gegenteil von Elsa ist und zudem noch eine hypochondrische Veranlagung hat, ist noch nicht einmal eingezogen, da rammt Elsa schon mit ihrem Auto jenes von Cuca. Um der Zahlung der Reparaturkosten zu entkommen – denn Elsa ist «leider» mit den Versicherungsbeiträgen etwas im Rückstand – lügt sie Fred an und erzählt ihm, wie schwer sie es im Leben gehabt habe.

Doch Elsa hat gleichsam Gefallen an ihrem neuen Nachbarn gefunden und versucht nun, ihn näher kennenzulernen. Immer wieder jedoch greift sie im Gespräch auf Lügen zurück – so zum Beispiel über ihr Alter: Sie sei 77 und damit jünger als Fred. In Wahrheit ist sie jedoch bereits 82. Darüber hinaus verschweigt sie ihm, dass sie schwer krank ist und wohl nicht mehr allzu lange zu leben hat. Gleichwohl hat sie noch einen großen Wunsch: einmal wie Anita Ekberg in Fellinis Film La dolce vita im römischen Trevi-Brunnen stehen und den Geliebten im Arm halten.

Ort:
8750 Glarus
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