EHC Chur: Überzeugender Sieg zum Break
In Dübendorf gewinnt der EHC Chur das erste Spiel in der Playoffhalbfinalserie, nach einer von A-Z überzeugenden Leistung, mit 1:3. Mit diesem Sieg geht der Heimvorteil auf die Churer über.
In Dübendorf gewinnt der EHC Chur das erste Spiel in der Playoffhalbfinalserie, nach einer von A-Z überzeugenden Leistung, mit 1:3. Mit diesem Sieg geht der Heimvorteil auf die Churer über.
Die Spannung im Vorfeld war gross, wie sich Chur in dieser Serie präsentieren können würde. Nach dem Sweep gegen Frauenfeld und der daraus folgenden langen Pause, waren viele gespannt, wie sich die Steinböcke gegen das favorisierte Dübendorf schlagen würden. Chur zeigte von Beginn an, dass sie in dieser Serie ein Wörtchen mitreden werden. Chur war die leicht bessere Mannschaft in der Anfangsphase. Chur kreierte Chancen und alle vier eingesetzten Linien agierten beinahe fehlerlos. In der 11. Minute schlug dann Patric Schwab Kapital aus einem unkoordinierten Wechsel der Zürcher und lancierte Pierino Bigliel, der im Stile eines Vollstreckers die Scheibe eiskalt Backhand in die Maschen spedierte. Chur führte 0:1. Wirklich gefährlich vor dem Churer Tor wurde es in Spielabschnitt eins nur zweimal, nach haarsträubenden Fehlern von Sandro Gartmann und Claudio Engler, die aber jeweils ihre Fehler wieder selber ausbügelten.
Viele der zahlreich mitgereisten Churer Anhänger hatten noch nicht zu ihrem Platz nach der Pause zurückgefunden, als Chur bereits mit zwei Toren führte. Manuel Holenstein traf nach 10 Sekunden. Und wie er traf. Zuerst liess er zwei Verteidiger an der blauen Linie alt aussehen, zog dann alleine auf Heimtorhüter Trüb los, verlud auch diesen und traf zwischen dessen Beinen zum 0:2. Chur blieb die druckvollere Mannschaft in den nächsten Minuten. In der 27. Minute lancierte Dario Horber nach einer schönen Passstaffete Claudio Engler, der sich im Stile eines Stürmers von der Seite vor das Tor kämpfte und wie bei den vorherigen Toren dem Torhüter nicht den Hauch einer Chance liess. Dübendorf fand in der Folge ein wenig besser ins Spiel. Dies lag unter anderem auch daran, dass sie zweimal in Überzahl spielen durften. Chur blieb jedoch auch in Unterzahl überragend und liess kaum Chancen zu. Und wenn die Zürcher doch noch zum Abschluss kamen, wartete Lele Sarkis, der alle diese Chancen souverän zunichte machte.
Im letzten Spielabschnitt agierte Chur nicht mehr ganz so überzeugend. Es schien mir, als dass sich eine gewisse Müdigkeit zeigte. Dafür überzeugten die Steinböcke mit ihrer Einstellung und der kämpferischen Leistung. Lele Sarkis musste im letzten Drittel mehr eingreifen als ihm lieb war. Mit fantastischen Paraden liess er die Dübendorfer verzweifeln. Der Shutout gelang ihm jedoch leider nicht. Eineinhalb Minuten vor Schluss traf Kevin Lohrer mit einem Bully-Goal. Die Nervosität der mitgereisten Churer stieg noch einmal kurz an, gefährlich wurde es jedoch nicht mehr und Chur durfte sich über das Break freuen.
Fazit: Ein absolut überragendes Spiel der Churer. Wohl eines der besten Spiele je, seit der Rückkehr in die 1. Liga. Alle 19 eingesetzten Spieler agierten beinahe fehlerfrei und überzeugten mit einer tadellosen kämpferischen Leistung. Gelingt es Chur diese Leistung zu halten, wird die Saison noch ein Weilchen dauern.
Auffälliges neben dem Eis: Die mitgereisten Churer brachten den «Chreis» zum Kochen.
Spielbewertung (1-5): ***** (Keine Ahnung wie ein 1. Liga Spiel noch besser sein will, als dieses)
Die drei besten Churer: Jeder der 19 eingesetzten Spieler hätte nach diesem Spiel einen Stern verdient.
*** Andi Camichel (Wohl der beste Andi Camichel aller Zeiten. Agiert fehlerlos und ist in den Playoffs mit seiner gnadenlosen Härte ein wichtiges Element für den Churer Erfolg)
** Claudio Engler (Oft zwischen Genie und Wahnsinn. In diesem Spiel zeigte er nur einmal sein «Wahnsinn-Gesicht», die restliche Zeit ein Genie)
* Vincent-Leon Sarkis (Sarkis halt)
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