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Vereinsausflug 2014

Chur – die Alpenstadt – wollten wir uns in diesem Jahr genauer ansehen.

Freitag, 29. August 2014, 14:24 Uhr

Da unsere Stossgebete zu Petrus offenbar genützt haben, fuhren am Donnerstagmorgen dreiundvierzig frohgelaunte Frauen bei Sonnenschein im komfortablen Bus zum Schloss Sargans, wo in der gemütlichen Gaststube Kaffee und Gipfeli serviert wurden. Im Anschluss besichtigten wir noch das «Gräfin Agnes-Zimmer», den Rittersaal und im Estrich eine Kunstausstellung. Das Schloss ist wirklich sehenswert und hat uns alle begeistert.

Weiter ging die Reise nach Parpan zur Bündnerfleisch-Naturlufttrocknerei Brügger. Herr Brügger, der den Familienbetrieb in dritter Generation führt, erklärte uns anschaulich, wie die Verarbeitung seiner bekannten Bündner Spezialitäten vonstatten geht. Im Anschluss taten wir uns am reichhaltigen Apéro-Buffet mit diversen Fleischsorten, Brot und Wein gütlich. Danach leerten wir im buchstäblichen Sinne Brügger's Verkaufsgeschäft. Vor allem die in Öl eingelegten Bündnerfleischstückchen hatten es uns Frauen so angetan, dass Herr Brügger dauernd Nachschub holen musste. Das wird wohl die Schmerkner Spezialität im nächsten Winter: Raclette mit eingelegtem Bündnerfleisch!

Nach der Fahrt hinunter nach Chur nahmen uns die Stadtführer Frau Meuli und Herr Hürlimann in Empfang und wir besichtigten in zwei Gruppen die Churer Altstadt.

Gebiete der heutigen Stadt Chur waren von der Jungsteinzeit bis in die Römerzeit besiedelt, wie archäologische Grabungen belegen. Erste Funde reichen sogar in die Altsteinzeit zurück. Daher bezeichnet sich Chur als älteste Stadt der Schweiz. Zur langen Geschichte beigetragen hat die spezielle geografische Lage. Chur liegt am Kreuzungspunkt mehrerer Wege: vom Rheintal über die Pässe Julier, San Bernardino und Splügen in den Süden.

Die Bevölkerungsentwicklung nahm in Chur ab 1850 rasant zu. 1892 zählte die Stadt erstmals über 10'000 Einwohner und Einwohnerinnen. Die 30'000er-Marke wurde 1968 überschritten.

Nicht nur 1464, sondern noch bis ins 19. Jahrhundert wurde Chur immer wieder von Grossbränden heimgesucht. So wurden 1574, 1576 und 1674 zum Beispiel ganze Stadtteile zerstört, 1811 verbrannten die Domherrenhäuser sowie Turm und Dach der Kathedrale.

Naturkatastrophen gab es auch in Chur schon lange vor der heutigen Klimaerwärmung. Am meisten Schäden richteten die regelmässigen Hochwasser der Plessur an.

Nach der Stadtführung gab's im kühlen Franziskanerkeller eine Stärkung. Später konnte die Stadt noch selbstständig ausgekundschaftet werden.

Gegen Abend kehrten wir nach einem spannenden Tag mit Patric Zahner und seinem Bus wohlbehalten ins Seedorf zurück. Speziell zu erwähnen ist, dass der gesamte Vorstand der Frauengemeinschaft/Familientreff mit von der Partie war, was Angela Burkhalter und mich natürlich sehr gefreut hat.

Iris Heuberger

Ort:
7000 Chur
8716 Schmerikon
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