×

Kinowochenende im Wortreich

Dieses Wochenende glüht wieder die Leinwand im Wortreich. Im Kinderkino läuft "Der kleine Nick", eine grandiose Komödie aus Frankreich. "oh boy" ist ein Schwarz-Weiss-Film, der in Berlin spielt und am Samstagabend gezeigt wird. Im Seniorenkino am Montag seht Ihr "Vaters Garten", eine Dokumentation von Peter Liechti über seine Eltern.

Dienstag, 20. Mai 2014, 11:49 Uhr

Der kleine Nick

Samstag, 24. Mai 2014

Filmbeginn 16:30 Uhr

Der kleine Nick

von Laurent Tirard

Frankreich 2008

Freigegeben ab 4 Jahren / Empfohlen ab 9 Jahren

Der kleine Nick hat einen schrecklichen Verdacht: seine Eltern wollen ein neues Kind bekommen und ihn im Wald aussetzen. Um diesem unglücklichen Schicksal zu entgehen, entwirft der kleine Nick eine Strategie, um sich für seine Eltern unentbehrlich zu machen. Doch obwohl er sich alle Mühe gibt, tritt er in ein Fettnäpfchen nach dem anderen und beschwört mit der Zeit immer mehr Ärger herauf.

Seit über 50 Jahren begeistern die Geschichten und Comics von René Goscinny und Sempé nicht nur in Frankreich sondern auch in Deutschland. Ob groß oder klein, all die Jahre konnte der kleine Nick mit seinem kindlichen, phantasievollen Blick auf die Dinge, Herzen für sich gewinnen.

Für die Verfilmung wurde eine perfekte und liebevolle Ausstattung mit 50er-Jahre-Setdesign, charmanten Kostümen und eleganten Oldtimern geschaffen. Ein lebhafter Film, märchenhaft, detailreich und mit unverwechselbar feinsinnigem französischem Humor als ein großer Kinospaß für Kinder und Erwachsene jeden Alters.

 

oh boy

Samstag, 24. Mai 2014

Apéro ab 20:00 Uhr/Filmbeginn 20:30 Uhr

Oh Boy

von Jan Ole Gerster

Deutschland 2012, Komödie/Drama

"Kennst du das Gefühl, dass dir die Leute um dich herum merkwürdig erscheinen? Und je länger du darüber nachdenkst, desto klarer wird dir, dass nicht die Leute, sondern du selbst das Problem bist?"

Niko ist Ende zwanzig und hat vor einiger Zeit seinem Studium ade gesagt. Seitdem lebt er in den Tag hinein, driftet schlaflos durch die Straßen seiner Stadt und wundert sich über die Menschen seiner Umgebung. Niko ist ein Flaneur und Zuhörer, dem die Menschen ihre Geschichten erzählen. Mit stiller Neugier beobachtet er sie bei der Bewältigung des täglichen Lebens. Bis zu diesem turbulenten Tag: Seine Freundin zieht einen Schlussstrich, sein Vater dreht ihm den Geldhahn zu und ein Psychologe attestiert ihm "emotionale Unausgeglichenheit". Eine sonderbare Schönheit namens Julika konfrontiert ihn mit den Wunden der gemeinsamen Vergangenheit, sein neuer Nachbar schüttet ihm bei Schnaps und Buletten sein Herz aus und in der ganzen Stadt scheint es keinen "normalen" Kaffee mehr zu geben.

Sollte Niko nach diesem Tag wirklich seine "Komfortzone" verlassen und sein Leben ändern? Kriegt er am Ende vielleicht Julika? Und sogar die heißersehnte Tasse Kaffee?

 

Vaters Garten - Die Liebe meiner Eltern

Montag, 26. Mai 2014

Kaffeebar ab 13:30 / Filmbeginn 14:30 Uhr

Vaters Garten - Die Liebe meiner Eltern

von Peter Liechti

Schweiz 2013, Doku

Bester Dokumentarfilm 2014  

«Um Himmels Willen - das sind Fragen!», sagt die Mutter, als der Sohn das Gespräch eröffnet. Das Ehepaar Liechti ist seit über sechzig Jahren verheiratet und lebt in der Ostschweiz in einer netten Blockwohnung. Vater Liechti verbringt vom Frühling bis im Herbst sehr viel Zeit in seinem grossen Garten. Da ist er der Herr, kann alles organisieren und stundenlang herumwerkeln. Mutter Liechti erledigt derweilen den Haushalt, bügelt Vaters unzählige Hemden und sieht zu, dass jeden Tag warmes Essen auf den Tisch kommt. Es wird mit den Bewohnern aus dem Wohnblock grilliert, mit Kollegen ein Würfelspiel gemacht oder über den Sinn und Unsinn einer Wandhalterung im Badezimmer diskutiert. Was zunächst nach perfekter Harmonie aussieht, wird immer mehr zu einem intimen Porträt zweier Menschen, die sich zwar bedingungslos lieben, aber eben doch ihre eigenen Vorstellungen von den grossen und kleinen Dingen im Leben haben. Sie öffnen sich und geben ihre Gedanken preis. Zentrale Themen sind dabei Kindheit, Erwachsenwerden, berufliche Entwicklung, Emanzipation, Geld und schliesslich der Glaube.

Ort:
8750 Glarus
Kommentieren
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.