Kino im Wortreich
Im Kinderkino zeigen wir «Kletter-Ida», ein Film über ein mutiges Mädchen in einem waghalsigen Abenteuer.
Am Samstagabend wird’s schillernd und pompös mit «La Grande Bellezza».
In «Il Bacio di Tosca» werden nicht nur die Opernherzen höher schlagen. Die Dokumentation über die «Casa di riposa», gegründet als Altersheim für Musiker von Giuseppe Verdi, berührt mit viel Musik...
Im Kinderkino zeigen wir «Kletter-Ida», ein Film über ein mutiges Mädchen in einem waghalsigen Abenteuer.
Am Samstagabend wird’s schillernd und pompös mit «La Grande Bellezza».
In «Il Bacio di Tosca» werden nicht nur die Opernherzen höher schlagen. Die Dokumentation über die «Casa di riposa», gegründet als Altersheim für Musiker von Giuseppe Verdi, berührt mit viel Musik...
Kletter-IDA
Samstag, 26. April 2014
Filmbeginn 16:30 Uhr
von Hans Fabian Wullenweber
Dänemark/Norwegen/Schweden 2003
Freigegeben ab 6 Jahren / Empfohlen ab 9 Jahren
Die 12-jährige Ida aus Kopenhagen klettert wie ihr Vater für ihr Leben gern. Da Idas Vater, ein erfahrener Bergsteiger, vor einigen Jahren im Himalaya abstürzte und nur durch ein Wunder überlebte, ist ihr das Freeclimbing aber verboten. Heimlich übt sie an einem alten Wasserturm in der Nähe der GoKart-Bahn, die der Vater seit seinem Unfall betreibt. Nach einem plötzlichen Zusammenbruch wird er ins Krankenhaus eingeliefert. Die Diagnose: Ohne Operation in einer amerikanischen Spezialklinik muss er bald sterben. Die Operation kostet ein Vermögen: 1,5 Mio. Dänische Kronen. Idas Mutter arbeitet zwar freiberuflich als Sicherheitsexpertin für eine Bank, doch niemand will ihr einen Kredit in dieser Höhe einräumen. Um ihren Vater zu retten, kommt Ida auf die Idee, den Tresor einer Bank zu knacken. Der Tresor gilt als sicherster der Welt, denn er ist in 30 m Höhe hängend angebracht und wird durch modernste Sicherheitsanlagen und scharfe Wachhunde bewacht. Zusammen mit ihren Freunden Sebastian und Jonas, die beide in Ida verliebt sind, wagt sie sich an das Unmögliche. Ungewollt mit von der Partie ist Idas zweijähriger Bruder, auf den sie ausgerechnet am Tag des Einbruchs aufpassen muss.
La Grande Bellezza
Samstag, 26. April 2014
Apéro ab 20:00 Uhr/Filmbeginn 20:30 Uhr
von Paolo Sorrentino
Italien 2012, Komödie/Drama
Oscar 2014 Bester fremdsprachiger Film
Rom im sommerlichen Glanz. Die Touristen drängen sich auf dem Gianicolo: Ein Japaner, überwältigt von so viel Schönheit, bricht zusammen. Jep Gamberdella – trotz der ersten Alterungserscheinungen ein attraktiver Mann mit unwiderstehlichem Charme – geniesst das mondäne Leben der Stadt in vollen Zügen. Er ist auf allen Empfängen und Festen zu sehen, sein sprühender Geist und seine Gesellschaft sind sehr gefragt. Der erfolgreiche Journalist und unverbesserliche Verführer hat in seiner Jugend einen Roman geschrieben, der ihm einen Literarturpreis und den Ruf des frustrierten Autors eingebracht hat. Er verbirgt seine Ratlosigkeit hinter einer zynischen, nüchternen Haltung und betrachtet die Welt mit bitterem Durchblick. Auf der Terrasse seiner Wohnung oberhalb des Kolosseums veranstaltet er Feste, bei denen sich «Der menschliche Apparat» – so der Titel seines Romans – entblösst und die Komödie des Nichts zum Besten gibt. Jep, der gleichgültige Beobachter, träumt manchmal davon, wieder zu schreiben, aber wird ihm das gelingen? Die Erinnerungen an seine Jugendliebe lassen ihm keine Ruhe. Wird er seinen Ekel vor sich und den anderen überwinden können in einer Stadt, deren blendende Schönheit etwas Lähmendes hat?
Toni Servillo zeigt in diesem komplexen Part seine grosse Schauspielkunst, bestens unterstützt von Italo-Stars, zu denen unter anderem Serena Grandi und Sabrina Ferilli gehören.
Il Bacio di Tosca
Montag, 28. April 2014
Kaffeebar ab 13:30 / Filmbeginn 14:30 Uhr
von Daniel Schmid
Schweiz 1984, Doku
Giuseppe Verdi, der keine direkten Erben hatte, trug zehn Jahre lang die Idee einer «Casa di riposo» mit sich herum. Zwei Jahre vor seinem Tod stand das Neorenaissance-Haus. Zusammen mit dem Architekten Camille Boito, dem Bruder seines langjährigen Librettisten Arrigo Boito, hatte er es an der Piazza Buonarroti in Mailand errichten lassen. Aber er wollte nicht, dass das Heim vor seinem Tod eröffnet würde, da er es nicht liebte, bedankt zu werden. Hingegen war es sein Wunsch, gemeinsam mit Giuseppina Strepponi, seiner zweiten Frau und Lebensgefährtin, die in den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts eine berühmte Primadonna gewesen war, in der Krypta der Casa begraben zu werden.
Verdi sah das Altersheim für Musiker vor, besonders natürlich für die «gente del spettacolo lirico», für die Leute der Opernbühne also, die «weniger Glück im Leben hatten als ich und die nicht mit der Gabe der Sparsamkeit gesegnet waren». Testamentarisch legte er fest, dass alle Tantiemen für die «Fondazione Giuseppe Verdi» und damit für das Altersheim bestimmt seien. Seit der Eröffnung am 10. Oktober 1902, am Geburtstag des ein Jahr zuvor verstorbenen Komponisten, haben über 1000 Komponisten, Dirigenten, Musiker und Sänger dort ihren Platz gefunden. Die Zulassungsbedingung entspricht der Hierarchie in der Oper: Zuerst sollen die Komponisten, dann die Dirigenten und – die Rangfolge weiter hinunter schliesslich die Choristen ein Zimmer erhalten. Heute beherbergt das Haus etwa 65 Leute, die meisten davon sind zwischen 80 und 96 Jahre alt, fünf sind ehemalige Stars der dreissiger Jahre: allen voran Sara Scuderi, dann Irma Colasanti, Giuseppina Sani, Giulia Scaramelli und Giuseppe Manacchini.
(Italienisch, deutsche Untertitel)
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