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Rückblick Saison 2012/2013

Vor gut einem Monat ist für den EHC Chur die Saison zu Ende gegangen, ein schlussendlich deutliches Ausscheiden gegen Chiasso schickte uns und unsere Mannschaft in die Hockeylosen Monate. Werfen wir an dieser Stelle nochmals einen nüchternen, chronologischen Blick zurück auf die abgelaufene Spielzeit.

Donnerstag, 21. März 2013, 08:13 Uhr

Anmerkung: Spielresultate immer aus Churer Sicht, unabhängig ob home oder away.

Mit verhaltenem Optimismus stiegen wir in die Spielzeit 2012/ 13. Die gewichtigen Abgänge Schneller und Corvi wurden in erster Linie durch Andi John und Giancarlo Hendry kompensiert, so dachten alle. Doch relativ schnell spielten sich einige weitere Neuzugänge in die Herzen der Fans. Damian Holenstein, Lukas Willi und Leon Sarkis deuteten recht schnell an, dass sie etwas auf dem Kasten haben.

Obwohl die Vorbereitung nicht gänzlich überzeugen konnte, gelang der Start in die neue Meisterschaft tadellos,  der EHC bezwang den SC Herisau auswärts problemlos mit 4:1, wobei der erstaunliche Philipp Schlegel seinen ersten und wohl auch letzten Hattrick für den EHC erzielte. Die Heimpremiere war dann weniger toll, gleich mit 0:3 verlor man sang- und klanglos gegen den EHC Frauenfeld. Die Wiedergutmachung folgte jedoch rasch, ein toller Sieg gegen Bülach (3:2) und ein doppelter Punktezuwachs gegen den späteren Ligadominator Dübendorf im Penaltyschiessen folgten. Es sollte der erste von vielen Siegen nach Penaltyschiessen sein, Chur verlor notabene in der Quali kein einziges Shootout. An diesem Abend verlor Chur jedoch den Spieler, der für die Tore sorgen sollte: Giancarlo Hendry verletzte sich kurz vor Spielende schwer und kehrte überhaupt nicht mehr in die Mannschaft zurück,  was rückblickend betrachtet enorm schade ist.

Nach der Niederlage in Winterthur (1:3) und einem kämpferischen 3:2 Sieg in Bellinzona (bei welchem Mattia Di Biase den schönsten Churer Treffer der gesamten Saison schoss) folgte ein erstes grosses Highlight der Saison. Das mit den Klängen von „schwarz-wiis-rot“ untermalte Derby gegen den EHC Arosa konnte der Stadtclub mit 3:2 Toren für sich entscheiden, etwas über 1‘700 Fans sahen dieses erste Duell der beiden Bündner Mannschaften; Saisonrekord im Hallenstadion. Es folgten zwei knappe Siege in Uzwil und daheim gegen Seewen, die Mannschaft begann aber langsam aber sicher etwas zu schwächeln. Zitat aus dem ehcfans.ch SB gegen die Appenzeller: „Wenn es gelingt zu siegen, ohne zu überzeugen, ist das eigentlich etwas Gutes. Dennoch muss die Mannschaft aufpassen, dass die schlechteren Leistungen nicht plötzlich bestraft werden.“

Es folgten prompt eine 1:3 Heimniederlage gegen Chiasso und das desaströse 0:4 in Romanshorn, das ganz klar schlechteste Spiel der gesamten Saison.

Gestärkt  aus der Natipause folgte die wohl beste Phase der Mannschaft. 3:0 gegen Herisau, 6:3 in Frauenfeld, ein unglückliches 1:2 in Bülach, 3:2 in Dübendorf und zwei 3:2 Siege daheim gegen Winterthur und Bellenz folgten. Gegen die Tessiner debütierte auch Neuzuzug Simon Scherrer im Dress der Steinböcke, ein weiterer, guter Hemmi- Transfer. Alles war somit angerichtet für das Derby- Rückspiel in Arosa, und auch hier blieb der rote Steinbock siegreich (4:2).

Der darauffolgende, etwas schwächere Auftritt gegen Uzwil (2:3) wurde mit 3:2 Siegen in Seewen und Chiasso sowie mit dem 4:1 zum Abschluss der Quali daheim gegen die Pikes ausgebügelt. Zum Spiel in Chiasso übrigens noch folgendes interessante Fazit vom Spielbericht hier auf ehcfans.ch: „…..Das wichtigste Fazit aus diesem Spiel ist, dass es unbedingt zu vermeiden ist, in den Playoffs auf Chiasso zu treffen……“.

Der EHC Chur verbrachte die Weihnachtsferien auf dem erstaunlichen dritten Tabellenplatz mit nur gerade drei Punkten Rückstand auf den Leaderthron. Hiermit konnten sich Pargätzis Mannen auch gleich die vorzeitige Playoffqualifikation sichern und hatten sich somit zeitig jeglicher Abstiegssorgen entledigt.

Es folgte die Zwischenrunde, welche mit einem Sieg in Bellinzona (5:3) begonnen und einem Sieg gegen Bellinzona (7:1, der höchste Saisonerfolg) beendet wurde. Zwischendrin lief es unserer Mannschaft jedoch überhaupt nicht, aus den 4x2 Spielen gegen Dübendorf (1:5, 1:5), Winterthur (3:8, 1:3), Bülach (2:3, 1:2) und Chiasso (1:2, 3:5) resultierte ein mickriger Punkt. Die Unbesiegbarkeit im Penaltyschiessen wurde ebenso gebrochen wie das nötige Selbstbewusstsein für die Playoffs; wie es Marco Pargätzi selber sagte, „…es brach kurzzeitig der Schlendrian aus.“ Das Punktepolster zur Berechtigung des Playoffheimrechts schrumpfte zusehends, und nur durch etwas Glück konnten Lüdi und co. die Serie gegen Chiasso doch noch daheim in Angriff nehmen.

Obwohl der EHC wieder verbessert auftrat, missriet der Auftakt in die KO- Runde, es resultierte  eine bittere Niederlage nach Penaltyschiessen gegen den HC Chiasso. Spiel zwei wurde mit drei Gegentoren im ersten Drittel vorzeitig verloren, genau so wie das vierte Duell, wo sich eine arg dezimierte Churer Mannschaft aus dem Meisterschaftsbetrieb abmeldete.  Wenigstens konnten sich unsere Jungs mit einem kleinen Highlight von allen Heimfans verabschieden, das 3:2 n.V. war der aufreibendste und zugleich wohl auch schönste Sieg der gesamten Saison.



Fazit: bis Weihnachten bis auf einige schwächere Spiele stark, danach nur noch drei Siege, dies sagt wohl einiges aus. Enttäuscht darf man dennoch kaum sein, die beiden moralisch wichtigen Derbys wurden gewonnen und die starke Qualifikation sorgte früh, dass die nötige Ruhe im Verein verblieb.



Ausblick: die Mannschaft bleibt zusammen, sollten auch noch Roger Lüdi und Damian Holenstein verlängern, sind wir bereits ein halbes Jahr vor der neuen Saison super aufgestellt. Einige (weiteren) Transfers für die Offensive müssen dennoch erfolgen, die schwache Torausbeute muss ausgemerzt werden, wenn es in einem Jahr auch in den Playoffs klappen soll. (Text: ehcfans.ch)



Auszeichnungen:

Top Scorer EHC Chur: Lukas Willi (10 Tore, 17 Assists)

Sieger Sternenwertung ehcfans.ch: Leon-Vincent Sarkis (25 Sterne)

ehcfans.ch Spieler des Monats Oktober: Mattia Di Biase

ehcfans.ch Spieler des Monats November: Lars Arpagaus

ehcfans.ch Spieler des Monats Dezember: Damian Holenstein

ehcfans.ch Spieler des Monats Januar: Lukas Willi

Strafenkönig: Patric Schwab (51 Strafminuten)

 

Ort:
7000 Chur
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