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Sieg und Jubel auf der einen Seite – Langlaufen ohne Druck auf der anderen

Die Jona-Uznach Flames stehen im Play-off-Final. Mountainbiker Lars Forster wird Zweiter und der Veloclub Eschenbach versucht sich am Engadin Skimarathon. Das und mehr lief im Regionalsport.

Linth-Zeitung
09.03.26 - 18:00 Uhr
Linthgebiet
Grünfeldhalle in Ekstase: Nach dem 5:3-Sieg gegen Bülach am Sonntag stürmen die Spieler der Flames das Feld, um den ersten Einzug in den Play-off-Final seit 2019 zu feiern.
Grünfeldhalle in Ekstase: Nach dem 5:3-Sieg gegen Bülach am Sonntag stürmen die Spieler der Flames das Feld, um den ersten Einzug in den Play-off-Final seit 2019 zu feiern.
Bild: Jona-Uznach Flames

Unihockey: Flames machen Coup gegen Qualifikationssieger perfekt

Den Jona-Uznach Flames ist in den Play-offs der 1. Liga, Gruppe 2, ein grosser Erfolg gelungen: Dank zwei Siegen am Wochenende konnten sie die Halbfinalserie gegen Qualifikationssieger Bülach mit 3:1 zu ihren Gunsten entscheiden. Somit stehen sie im Play-off-Final.

Am Samstag setzte sich die Serie zwischen Bülach und den Flames beim Stand von je einem Sieg fort. Die 394 Zuschauenden in der Sporthalle Hirslen in Bülach erlebten ein Torspektakel: Die Flames gewannen die Partie mit 7:6. Dies nach einem furiosen Schlussdrittel inklusive verschossenem Penalty durch Bülachs Joel Renold. Erst in der drittletzten Minute markierte Noah Lüthi nach Vorarbeit von Jan Broder den entscheidenden Treffer zugunsten der Flames.

Auch am Sonntag in der Sporthalle Grünfeld in Jona – vor sogar 600 Zuschauenden – setzten sich die Flames durch. Nachdem sie das erste Drittel mit 2:0 für sich entschieden hatten, konnte Bülach das Resultat im zweiten Drittel auf 2:2 ausgleichen. Das Schlussdrittel war lange ausgeglichen – erst in den letzten drei Minuten konnten die Flames das Spiel entscheiden. In der 58. Minute traf Colin Aebersold zum 4:3, Flurin Nauer doppelte zwei Minuten später zum 5:3-Schlussstand nach.

Herzhafter Einsatz: Die Jona-Uznach Flames erspielen sich gegen Bülach zwei torreiche Siege: Am Samstag gewinnen sie mit 7:6, am Sonntag mit 5:3.
Bild: Jona-Uznach Flames

Damit stehen die Flames zum ersten Mal seit 2019 im Play-off-Final. Damals setzten sie sich dort mit 2:0 gegen Bülach durch und durften dann gegen das NLB-Team aus Grünenmatt um den Aufstieg spielen. Dort setzten sich allerdings die Emmentaler in der Serie mit 3:1 durch, womit die Flames in der 1. Liga verblieben.

Heuer treffen die Flames im Play-off-Final auf Bassersdorf Nürensdorf. Die Best-of-5-Serie beginnt am Wochenende vom 21./22. März. Am Samstag spielen die Flames auswärts, am Sonntag zu Hause. (eip)

Eishockey: Lakers Ladies fordern dem Favoriten alles ab

Als Team, das gerade so noch auf Platz 8 in die Play-offs hineingerutscht war, genossen die Rapperswil-Jona Lakers Ladies im Viertelfinal gegen den Qualifikationssieger Brandis Juniors Ladies wenig Kredit. Die Serie wurde dann aber weit spannender als erwartet. Nach je einem Sieg musste am Donnerstag das finale dritte Spiel die Entscheidung bringen. Und auch dieses war äusserst eng, sprich endete wieder mit nur einem Treffer Unterschied. Brandis siegte zu Hause mit 3:2 – und steht im Halbfinal. Für die Lakers Ladies ist die Saison vorbei. (su)

Langlauf: Sportprominenz aus dem Linthgebiet am Engadin Skimarathon

Gut 100 der knapp 13 000 Teilnehmenden am Engadiner Skimarathon 2026 stammen aus dem Linthgebiet. Die Schnellsten aus der Region waren über die 42 Kilometer Cecilia Steiner aus Maseltrangen (2:10:09 Stunden) und Ivo Gmür aus Amden (1:42:53). Letzterer büsste nur rund 12 Minuten auf die Siegerzeit des norwegischen Olympiasiegers Einar Hedegart (1:30:40) ein.

Recht zügig unterwegs waren auch zwei bekannte Radprofis vom VC Eschenbach: Mountainbiker Dario Lillo (1:50:51) und Querfahrer Kevin Kuhn (1:52:25). Damit klassierten sie sich immerhin in im vordersten Zehntel des Teilnehmerfeldes. Lillo wurde 560., Kuhn erreichte Rang 618.

Das interne Duell entschied also Dario Lillo für sich. «Wir hatten sehr, sehr viel Spass, es war toll. Die Bedingungen bei diesem Wetter und Schnee waren einfach top. Und: Ich habe Kevin hinter mir gelassen, das war das Ziel», sagte Lillo im Ziel. Kuhn nahm seine Niederlage sportlich: «Dario war plötzlich weg, das nervt mich ein bisschen. Aber es war ein super Erlebnis und wir hatten wirklich viel Spass zusammen.»

Weitere Sportprominenz aus dem Linthgebiet am Engadiner 2026: Lakers-Präsident Guido Brühwiler (2:38:17) und Segler Oliver Heer aus Rapperswil-Jona. Letzterer absolvierte den Halbmarathon in 2:09:04 Stunden. (red)

Spassiger Ausflug: Dario Lillo (links) und Kevin Kuhn (rechts) genossen ihre Teilnahme am Engadin Skimarathon.
Bild: Veloclub Eschenbach

Mountainbike: Forster schrammt hauchdünn am Sieg vorbei

Am Wochenende starteten die nächsten Spitzenmountainbiker aus der Region in die Wettkampfsaison 2026. Am Freitag beim Italia Bike Cup in Albenga traten gleich drei Athleten des VC Eschenbach an – Lars Forster, Andri Frischknecht und Marcel Guerrini standen beim Rennen der Klasse C1 im Einsatz. Besonders erfreulich lief es für Forster: In einem extrem knappen Rennen fehlte dem 32-Jährigen als Zweiter lediglich eine Sekunde auf den Sieger Mathis Azzaro (FRA). Zur Veranschaulichung: Der siebtklassierte Schweizer Finn Treudler verlor gerade einmal sechs Sekunden auf den Sieger.

Das Rennen in Albenga war von der Taktik geprägt und bot wenige Überholmöglichkeiten, wie der Veloclub Eschenbach auf seiner Website schreibt. Forster konnte sich dabei von Beginn an in der Spitzengruppe festsetzen. In der Schlussphase suchte er bei den Schlüsselstellen nach einer Lücke, fand aber keinen Weg an Tagessieger Azzaro vorbei. «Azzaro ist taktisch sehr schlau gefahren. Ich bin aber extrem glücklich mit dem zweiten Platz, das passt super als Einstieg», sagte Forster im Ziel.

Andri Frischknecht gelang in Albenga ebenfalls ein gutes Resultat – speziell angesichts der schweren Verletzung, die er hinter sich hat. Trotz hochkarätigem Teilnehmerfeld sicherte er sich den 16. Rang. Weniger gut lief es Marcel Guerrini: Der 31-Jährige aus Neuhaus klassierte sich auf Rang 33.

Zudem erfreulich aus Schweizer Sicht: In den Top 10 rangierten nebst Lars Forster mit Fabio Püntener, Mathias Flückiger, Finn Treudler und Filippo Colombo vier weitere Eidgenossen. (red)

Snowboard alpin: Caviezel enttäuscht in Spindlermühle

Nachdem Ladina Caviezel jüngst starke Resultate im alpinen Snowboard-Weltcup erzielt hatte (Ränge 7 und 8 im polnischen Krynica), musste sie am Samstag eine Enttäuschung hinnehmen: Beim Parallelslalom in Spindlermühle (CZE) scheiterte sie in der Qualifikation und musste sich mit Rang 22 begnügen.

Caviezel kam dabei sowohl auf dem roten als auch auf dem blauen Kurs nicht wie gewünscht auf Touren: Auf beiden Kursen lag ihre Zeit ausserhalb der besten 20. Kumuliert ergab das einen Rückstand von rund einer Sekunde auf Landsfrau Xenia von Siebenthal, die in der Qualifikation 16. wurde. Somit verpasste Caviezel die Finalläufe deutlich.

Zu gemächlich unterwegs: Ladina Caviezel kommt beim Parallelslalom im tschechischen Spindlermühle nicht über Rang 22 hinaus.
Archivbild: Keystone

Für das Schweizer Highlight sorgte Julie Zogg, die sich mit einem starken Auftritt Rang 6 sicherte. Im alpinen Snowboard-Weltcup stehen diese Saison noch zwei Rennwochenenden auf dem Programm: am 14. und 15. März in Val St. Come (CAN) und eine Woche darauf im deutschen Winterberg. (eip)

Snowboard Freestyle: Scherrer stürzt erneut in der Halfpipe

An den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina musste der in Rapperswil-Jona lebende Jan Scherrer eine ganz bittere Pille schlucken: Bei einem Sturz im Training zog er sich eine leichte Gehirnerschütterung zu und musste folglich auf den Wettkampf in der Halfpipe verzichten.

Am vergangenen Sonntag trat Scherrer nun erstmals wieder an – beim Weltcup im japanischen Sapporo. Dort setzte sich die Unglücksserie des 31-Jährigen fort: Im ersten Qualifikationslauf stürzte er und verzichtete anschliessend auf den Start im zweiten Lauf. Daher klassierte er sich auf dem 15. und letzten Rang.

Aufgrund schlechter Wetterverhältnisse in Sapporo fanden die Finalläufe nicht statt. Somit war das Ergebnis aus der Qualifikation gleichbedeutend mit dem Schlussresultat. Bester Schweizer und gleichzeitig bester Europäer war David Hablützel, der sich auf Rang 8 klassierte. (eip)

Snowboard Cross: Jud fährt im Weltcup so gut wie noch nie

Valerio Jud stand am Wochenende zweimal im Weltcup in Erzurum (TUR) im Einsatz. Nachdem der Uzner zuvor mit den Plätzen 27, 39 und 38 eher enttäuscht und darum auch die Olympischen Spiele verpasst hatte, zeigte er diesmal sein Potenzial auf. Am Freitag erreichte er Rang 12, am Sonntag Rang 11. Es waren nicht nur seine klar besten Ergebnisse der laufenden Saison, sondern im Weltcup überhaupt. Zuvor war der 14. Rang von Dezember 2024 im italienischen Cervinia sein Bestresultat gewesen. Dank der in Erzurum gesammelten Punkte liegt der 23-Jährige im Weltcup-Klassement neu auf Platz 22. (eip)

So schnell wie noch nie: Der Uzner Snowboardcrosser Valerio Jud fährt in der Türkei mit den Rängen 12 und 11 seine besten Weltcup-Ergebnisse ein.
Archivbild: Swiss-Ski

Volleyball: Joner tun sich unerwartet schwer

Nach der Niederlage gegen Chênois Genf im Play-off-Viertelfinal stehen für die NLA-Volleyballer des TSV Jona noch die Platzierungsspiele um die Ränge 5 bis 8 an. Am Samstagabend starteten die Joner in der Grünfeldhalle in die Best-of-3-Serie gegen Colombier. Dabei machten sie es spannend bis zum Schluss: Im vierten Durchgang musste zuerst ein Satzball von Colombier abgewehrt werden, ehe die Joner den entscheidenden Punkt zum 3:1-Sieg machen konnten.

Colombier hatte die Qualifikation auf dem letzten Platz beendet, Jona auf Rang 4. Die Favoritenrolle in dieser Serie liegt also klar bei den Jonern. Die Gäste traten nun aber stark auf, sodass sich Jona schwerer tat als angenommen. Keine der Mannschaften konnte sich im ersten Satz absetzen. Ein geblockter Angriff von Jona-Topscorer Luca Ulrich führte schlussendlich zum Satzgewinn von Colombier mit 28:26.

In den folgenden beiden Sätzen trat Jona souverän auf und markierte mit 25:18 und 25:21 deutlich sein Territorium. Im vierten Satz war das Spiel wieder ausgeglichener. Jona schaffte es nicht, sich abzusetzen. Colombier blieb hartnäckig und kam auch verdient zu einem Satzball. Diesen konnten die Joner abwehren und selbst, durch Kapitän Ramon Caviezel, den entscheidenden Punkt zum 27:25 verbuchen.

Erfolgreich in den Endspurt: Für die Männer des TSV Jona Volley geht es in der restlichen Saison noch um die Plätze 5 bis 8. In der Best-of-3-Serie gegen Colombier führen sie nun mit 1:0.
Archivbild: TSV Jona Volley

In der Best-of-3-Serie liegt der TSV Jona mit 1:0 in Führung. Das nächste Spiel findet am kommenden Mittwoch in Colombier statt. (bom/red)

TSV Jona Volleyball – Colombier Volley 3:1 (26:28, 25:18, 25:21, 27:25)
Grünfeld, 160 Zuschauer – SR: Droguett/Kälin. Spieldauer: 104 Minuten.
Jona: Weiss (Libero); Lietzke, Caviezel, Süess, Birchler, Lauener, Ulrich; Schmid, Clement, Margot, Frischmuth, Fuchs.
Colombier: Brunner (Libero); Jastrzebski, Zeller, Borello, Kunz, Dimov, Pittet; Maulat, Briquet, Künzli, Paratte.

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