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Ladina Caviezel erlebt einen Lichtblick – andere sind im Tal der Tränen

Alpin-Snowboarderin Ladina Caviezel erzielt ihr Saisonbestresultat, die Frauen des TSV Jona Faustball holen Bronze, die Männer steigen ab. Das und mehr lief am Wochenende im Regionalsport.

Linth-Zeitung
02.03.26 - 16:00 Uhr
Linthgebiet
Licht am Ende des Tunnels: Bei den beiden Weltcuprennen in Polen schafft es Ladina Caviezel endlich wieder mal in die Viertelfinals.
Licht am Ende des Tunnels: Bei den beiden Weltcuprennen in Polen schafft es Ladina Caviezel endlich wieder mal in die Viertelfinals.
Archivbild: Keystone

Eishockey: Die Lakers Ladies schnuppern an einem Coup

Das Frauenteam der Rapperswil-Jona Lakers steht in der zweithöchsten Liga SWHL B im Play-off-Viertelfinal nahe an einer Überraschung. Obwohl als Achter der Qualifikation gegen den Qualifikationssieger Brandis Juniors Ladies klare Aussenseiterinnen, haben die Rosenstädterinnen ein entscheidendes drittes Spiel erzwungen. Der Favorit legte in der Best-of-3-Serie am Samstag zu Hause mit einem 3:2-Zittersieg nach Verlängerung vor (die Lakers machten dabei im Schlussdrittel einen 0:2-Rückstand wett). Tags darauf schlugen die Rapperswil-Jonerinnen mit einem 3:1-Erfolg auf heimischem Eis zurück.

Das Entscheidungsspiel um den Einzug in den Play-off-Halbfinal findet am Donnerstag, 5. März, um 19.45 Uhr in der Heimhalle der Brandis Juniors im bernischen Rüegsau statt. (su)

Faustball: Joner Männer müssen Abstieg hinnehmen

Das vergangene Wochenende markierte den schmerzhaften Schlusspunkt einer schwierigen Hallensaison für die Männer des TSV Jona Faustball. In der Sporthalle Dammbühl in Wängi fielen am Samstagmorgen die Entscheidungen in den Auf- und Abstiegsspielen der Nationalliga A/B. Den Jonern reichte es dabei am Ende nicht für den Klassenerhalt.

Als Letzter der NLA-Qualifikation griffen die Joner im zweiten Spiel des Tages gegen den NLB-Vertreter Vordemwald ins Geschehen ein. Die Aargauer schienen nach ihrer knappen 2:3-Niederlage gegen das gleichklassige Rickenbach-Wilen, bei der sie im Entscheidungssatz drei Matchbälle vergeben hatten, mental gezeichnet. Jona nutzte diese Verunsicherung konsequent aus und siegte souverän mit 3:0 Sätzen.

Damit schien die Basis für den Ligaerhalt gelegt, und alles lief auf ein entscheidendes Spiel um den Ligaerhalt gegen Rickenbach-Wilen hinaus. Dort erwischte Jona einen Traumstart und überrollte die Thurgauer im ersten Satz förmlich mit 11:3. Doch Rickenbach-Wilen bewies enorme Moral und kämpfte sich zurück in die Begegnung. Es entwickelte sich ein hochklassiger Schlagabtausch, bei dem Jona in den entscheidenden Phasen zu viele Fehler beging. So sicherte sich Rickenbach-Wilen den Aufstieg, indem es die nächsten drei Sätze knapp mit 13:11, 12:10 und 11:8 gewann – was gleichzeitig die 1:3-Niederlage und den damit verbundenen Abstieg der Joner besiegelte. (eing)

Faustball: Joner Frauen sichern sich Bronzemedaille

Die Frauen des TSV Jona Faustball kämpften am Wochenende in Wängi am Final-4-Turnier um den Hallenmeistertitel. Als Qualifikationssieger traten sie mit berechtigten Titelambitionen an. Es wurde am Ende aber «nur» die Bronzemedaille.

In einem wahren Krimi unterlagen die Jonerinnen im Halbfinale Diepoldsau-Schmitter knapp mit 2:3 (8:11, 11:9, 11:3, 5:11, 5:11). Um Spiel um Platz 3 kam es dann zum Aufeinandertreffen mit Elgg-Ettenhausen, das in seinem Halbfinal gegen Kreuzlingen chancenlos geblieben war. Etwas überraschend war es dann trotzdem Elgg-Ettenhausen, das den ersten Satz gewinnen konnte (7:11) – allerdings unter gütiger Mithilfe der Jonerinnen, die viele Eigenfehler begingen. In der Folge kam Jona besser ins Spiel und wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Ohne restlos zu überzeugen, gewannen die Jonerinnen die Sätze zwei bis vier sicher (11:7, 11:6, 11:8) und holten sich so die Bronzemedaille.

Versöhnliches Ende: Nach dem verlorenen Halbfinal-Krimi sichern sich die Faustballerinnen des TSV Jona immerhin noch die Bronzemedaille.
Pressebild: Swiss Faustball

Zum Meister krönte sich indes Kreuzlingen. In einer knappen Partie gegen Diepoldsau-Schmitter setzten sich die Thurgauerinnen mit 3:2 durch. Dies, indem sie grossen Kampfgeist bewiesen: Im vierten Satz beim Stand von 8:10 wehrten sie zwei Matchbälle ab und den fünften Satz gewannen sie nach anfänglichem 0:5-Rückstand. (eing/red)

Mountainbike: Dario Lillo gewinnt C1-Rennen

Am Sonntag bestritt Dario Lillo ein Cross-Country-Rennen der Klasse C1 im französischen Guéret. Mit Erfolg: Der 23-Jährige aus Eschenbach gewann souverän. Dabei liess er das hauptsächlich aus einheimischen Athleten bestehende Teilnehmerfeld klar hinter sich. Der zweitklassierte Belgier Jens Schuermans, Teamkollege von Lillo im Giant Factory Off-road Team, büsste bis ins Ziel fast eine Minute auf den Eschenbacher ein, der Franzose Thomas Griot auf Rang 3 sogar über eine Minute. (eip)

Snowboard alpin: Caviezel erzielt beste Weltcupresultate der Saison

Einmal abgesehen von der Qualifikation für die Olympischen Winterspiele gab es von Ladina Caviezel in der laufenden Saison, der letzten ihrer Karriere, kaum Positives zu berichten. Das vergangene Wochenende war nun aber definitiv ein Lichtblick. Mit den Rängen 7 und 8 erreichte die 32-jährige Uznerin in den beiden Weltcup-Parallel-Riesenslaloms im polnischen Krynica ihre beiden klar besten Resultate auf dieser Stufe in der laufenden Saison. Bisher hatte sie einzig Mitte Dezember in Carezza (ITA) die Finalläufe der besten 16 erreicht. Nun gelang ihr dieser Streich gleich zweimal am selben Wochenende. Und dann schaffte sie sogar jeweils noch den Sprung in die Viertelfinals.

Zügig unterwegs: Ladina Caviezel zeigt beim Weltcup im polnischen Krynica ihre besten Auftritte der laufenden Saison – was ihr die Ränge 8 und 7 beschert.
Bild: Keystone

Die Wende zum Guten hatte sich bereits eine Woche davor etwas angedeutet. Nachdem sie an den Olympischen Spielen nur den enttäuschenden 23. Rang erreicht hatte, trat Caviezel da im Europacup in Lenzerheide an, wo sie mit Rang 3 einen Podestplatz herausfuhr. (eip)

Unihockey: Alles offen zwischen den Jona-Uznach Flames und Bülach

Das Play-off-Halbfinale in der 1. Liga, Gruppe 2, zwischen den Jona-Uznach Flames und Bülach hat am Wochenende alle Erwartungen an Dramatik und Intensität übertroffen. Nach zwei nervenaufreibenden Partien steht es in der Best-of-5-Serie zwischen dem Qualifikationssieger (Bülach) und Qualifikationssiebten 1:1. Während die Flames im ersten Spiel noch vom Pech verfolgt waren, verwandelte sich die Turnhalle Haslen am Sonntag in ein Tollhaus.

Zum Auftakt der Serie auswärts in Bülach zeigten die Flames, dass sie bereit sind, dem Favoriten alles abzuverlangen. Nachdem Bülach im ersten Drittel in Führung gegangen war, drehten die Flames im Mittelabschnitt innerhalb von nur 76 Sekunden die Partie. Bülach konnte jedoch noch vor der zweiten Pause zum 2:2 ausgleichen. Die Schlussphase war nichts für schwache Nerven. Nachdem Bülach in der 44. Minute das 3:2 erzielt hatte, fehlten den Flames zwei Sekunden vor Schluss nur wenige Zentimeter zum rettenden Ausgleich – der Schuss von Aebersold prallte an die Latte.

Harter Kampf: Die Jona-Uznach Flames und Bülach schenken sich im Play-off-Halbfinale nichts. Nach zwei engen Partien steht es in der Best-of-5-Serie 1:1.
Bild: Jona-Uznach Flames

Am Sonntagabend brannte in der Turnhalle Haslen in Uznach die Luft. Nach einem 0:2-Rückstand nach dem ersten Drittel zeigten die Flames eine moralische Grossleistung. In der 33. Minute gelang der wichtige 1:2-Anschlusstreffer. Kurz darauf schien die Lage brenzlig, als Lüthi beim Stand von 1:3 aus Sicht der Flames eine 2+2-Minuten-Strafe kassierte. Doch statt einzuknicken, schlugen die Flames in Unterzahl zu und erzielten das 2:3.

Angetrieben von der gewaltigen Stimmung in der Halle drückten die Hausherren weiter. In der 55. Minute liess Federli das Publikum aufatmen, als er den Ball mit einem präzisen Distanzschuss zum 3:3-Ausgleich versenkte. Die Entscheidung fiel schliesslich in der Verlängerung: In der 64. Minute war es Müller, der nach Vorarbeit von Thalmann den 4:3-Siegtreffer für die Flames erzielte und die Serie damit ausglich.

Weiter geht es in der spannenden Serie am kommenden Wochenende – am Samstag in Bülach (17 Uhr), am Sonntag (18 Uhr) in der Grünfeldhalle in Jona. (eing/red)

Tischtennis: Rapperswil-Joner erhalten vom Leader eine Lektion erteilt

Nach rund fünfwöchigem Meisterschaftsunterbruch galt es für die erste Equipe des TC Rapperswil-Jona in der Swiss Table Tennis League am vergangenen Samstag wieder einmal ernst. Und es wartete gleich die grösstmögliche Challenge auf den Tabellensechsten, reiste mit Lugano doch der Leader an. Es wurde dann auch eine klare Angelegenheit zugunsten der Gäste: Die Tessiner setzten sich mit 6:0 durch. Immerhin: Der Rapperswil-Joner Gonçalo Gomes zwang seine Gegner in den beiden Einzeln jeweils über die volle Distanz von fünf Sätzen. Ansonsten reichte es einzig noch Denis Bernhard zu einem Satzgewinn. (su)

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