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Dank 14,5 Millionen soll das Abwasser in Rapperswil-Jona noch sauberer werden

Spuren von Medikamenten und Pestiziden gelangen bisher durchs Abwasser in Bäche und Seen. Das soll sich mit einer Grossinvestition in Rapperswil-Jona ändern.

Pascal
Büsser
12.03.26 - 17:00 Uhr
Linthgebiet
Spatenstich
Spatenstich: Die Stadträte Christian Leutenegger (4.v.r) und Ueli Dobler (3.v.r.) schaufeln mit Mitarbeitenden der Bauverwaltung und den Bauunternehmungen symbolisch zum Baustart bei der Abwasserreinigungsanlage Rapperswil-Jona.
Pressebild

Die Stadt erweitert ihre Abwasserreinigungsanlage in den kommenden Jahren um eine zusätzliche Reinigungsstufe. Diese ermöglicht es, Mikroverunreinigungen wie Rückstände aus Medikamenten, Körperpflegeprodukten, Kosmetika oder Pflanzenschutzmitteln gezielter aus dem Abwasser zu entfernen, wie es in einer Mitteilung der Stadt heisst. Solche Stoffe können in herkömmlichen Reinigungsverfahren nicht vollständig abgebaut werden und gelangen teilweise in Bäche, Flüsse und Seen.

Gewässer schützen

Mit dem Projekt setzt die Stadt die aktuellen Vorgaben des Gewässerschutzes um. Am Dienstag, 10. März, fand der symbolische Spatenstich statt. In seiner Ansprache unterstrich Stadtrat Christian Leutenegger, Vorsteher des Ressorts Sicherheit und Umwelt, die zentrale Rolle der Abwasserreinigungsanlage (ARA) in Rapperswil-Jona für die öffentliche Versorgung sowie für den Umwelt- und Gewässerschutz. Die zusätzliche Reinigungsstufe sei ein wichtiger Schritt, um die Gewässer noch wirksamer vor schädlichen Rückständen zu schützen, und zugleich Ausdruck eines verantwortungsvollen und vorausschauenden Handelns.

Ueli Dobler, Vorsteher des Ressorts Bau und Liegenschaften, richtete den Blick auf die bauliche und betriebliche Dimension des Projekts. Der Ausbau sei eine nachhaltige Investition in eine leistungsfähige Anlage, die auch künftigen Anforderungen gerecht werde. Gleichzeitig wies er auf die anspruchsvolle Umsetzung hin: Das Bauen im laufenden Betrieb erfordere eine sorgfältige Planung, hohe Sicherheitsstandards und eine enge Koordination aller Beteiligten.

Stadt zahlt vier Millionen

Für die neue Reinigungsstufe setzt die ARA Rapperswil-Jona auf ein Verfahren mit mikrogranularer Aktivkohle. Dieses eignet sich besonders, um Spurenstoffe gezielt aus dem Abwasser zu entfernen und die Reinigungsleistung der Anlage weiter zu verbessern.

Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich rund zwei Jahre, wie es in der Mitteilung heisst. Der Neubau kostet rund 14,5 Millionen Franken. Da der Ausbau gesetzlich vorgegeben ist, übernimmt das Bundesamt für Umwelt einen grossen Teil der Kosten; der Bundesbeitrag beläuft sich auf rund 75 Prozent. Auch die Gemeinde Eschenbach beteiligt sich an den Kosten, unter anderem im Zusammenhang mit dem Anschluss des Ortsteils Ermenswil. Der Anteil der Stadt Rapperswil-Jona beträgt rund vier Millionen Franken. Im September 2023 hatte die Stimmbevölkerung dem entsprechenden Baukredit zugestimmt.

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