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Verpasste Medaille, erste Saisonniederlage und Derbysiege – das war das Sportwochenende

Zwei Rapperswil-Joner schreiben beinahe Kanupolo-Geschichte. Der FC Weesen verliert seine weisse Weste. Und die Eschenbacherinnen, Uznerinnen und die Wagner gewinnen die Nachbarduelle. Das lief im Regionalsport.

Silvano
Umberg
15.09.25 - 17:00 Uhr
Linthgebiet
ruggli
Starker Auftritt: Marc Ruggli aus Rapperswil-Jona schrammt mit dem Schweizer Team an der Kanupolo-EM haarscharf an einer historischen ersten Elite-Medaille vorbei.
Pressebild

Kanupolo: Rapperswil-Joner verpassen EM-Medaille nur knapp

Denkbar knapp schrammten Marc Ruggli und Jan Schnyder aus Rapperswil-Jona an einem noch nie dagewesenen Erfolg für den Schweizerischen Kanuverband vorbei. Die beiden Kanupolospieler standen an den Europameisterschaften im französischen Avranches im Einsatz. Dort stiessen sie mit dem Nationalteam bis ins Halbfinale vor. Gegen den späteren Europameister bot das Schweizer Team am Sonntag Paroli. Ruggli schoss sogar den Ausgleichstreffer zum 2:2. Letztlich traf jedoch Spanien zum entscheidenden 3:2 und zog ins Finale ein.

Im Spiel um die Bronzemedaille unterlagen die Schweizer, wiederum in einer engen Partie, gegen die einheimischen Franzosen mit 3:5. «An der Weltspitze sind die Teams extrem nahe beieinander. So macht es Spass – trotz der ersten Enttäuschung über die verpasste Medaille», sagt Ruggli. 

Eine Medaille gewann ein Schweizer Team auf der höchsten Stufe (Elite) noch nicht. Ruggli war es, der aber 2019 bei der letzten U21-Medaille an einer EM schon zum Erfolgsteam gehörte. Nahe dran, diesen Erfolg zu wiederholen war auch dieses Jahr das Schweizer U21-Team mit Benjamin Muff vom Kanuclub Rapperswil-Jona. Sein Team beendete die EM auf Rang 5. (wyf)

Fussball: FCRJ-Frauen enttäuschen, Weesen unterliegt erstmals

Womens Super League
Auf den Coup durch den 2:0-Heimsieg gegen Basel folgte bei den Frauen des FC Rapperswil-Jona am Samstag in Luzern eine Enttäuschung. Sie unterlagen den zuvor sieglosen Zentralschweizerinnen mit 0:2. Auf die Verliererstrasse gerieten die Rosenstädterinnen durch einen Penalty in der 74. Minute. Julia Ruf liess sich auf der linken Abwehrseite von Ramona Schallberger ausspielen und brachte danach die Luzernerin an der Fünfmetergrenze regelwidrig zu Fall. Beim Elfmeter liess Cristina Carp FCRJ-Torhüterin Laura Vogt keine Abwehrchance. Den zweiten Gegentreffer leitete dann Verteidigerin Naika Mayor mit einem Fehlzuspiel ein. Alyssa Keller fackelte nicht lange und traf aus rund 17 Metern sehenswert ins hohe Eck.

Für die Luzernerinnen war es der erste Saisonsieg. Mit total vier Punkten liegen sie in der Tabelle neu auf Rang 5. Die Rapperswil-Jonerinnen fielen derweil aufgrund der zweiten Niederlage vom 4. auf den 7. Rang zurück. Sie weisen nach drei Partien drei Punkte auf. Auf die Frage, was ihnen in Luzern gefehlt hat, antwortete FCRJ-Torhüterin Laura Vogt: «Die Leidenschaft, die wir gegen Basel gezeigt hatten. Da hatte man gemerkt, dass jede unbedingt gewinnen will, in jedem Zweikampf. Diesmal nicht.»

Frauen, 1. Liga, Gruppe 2

Für die Eschenbacherinnen stand am Samstag in der 4. Runde das Derby gegen Zürisee United an. Sie kamen dabei zum zweiten Saisonsieg. Gleich mit 4:0 gewann die Equipe von Trainer Antonio Scarano. Saskia Holwerda traf doppelt – zum 1:0 (28.) und 3:0 (43.).

Frauen, 2. Liga
Zum Derby kam es am Sonntag auch im Joner Grünfeld. Die zweite Frauenequipe des FC Rapperswil-Jona empfing Aufsteiger Uznach. Und die Gäste setzten sich mit 3:0 durch. Sandra Jud steuerte zwei Treffer bei (10./85.), Céline Schnider ein Tor (76.).

2. Liga interregional, Gruppe 5

Schon in der 4. Runde hatte sich Aufsteiger Weesen schwergetan, mit einem knappen 2:1-Heimsieg gegen Arbon aber die weisse Weste bewahren können. Diesen Sonntag hat es die Gasterländer nun erwischt. Ausgerechnet beim zuvor punktlosen FC Altstätten setzte es mit einem 2:4 die erste Niederlage ab. Die Weesner gerieten früh in Rückstand, konnten dank eines Doppelpacks von Taulant Syla (14./44.) aber mit einer 2:1-Führung in die Pause. Kurz nach Wiederbeginn traf auch Altstättens Mehmet Sefa Gaye doppelt (52./54.) – und schoss die Gastgeber damit auf die Siegerstrasse. Statt Leader ist Weesen neu Tabellendritter, mit einem Punkt Rückstand.

2. Liga, Gruppe 2

Eschenbach zeigte sich am Sonntag in Torlaune. Gleich mit 5:2 fegte es zu Hause Tägerwilen vom Platz. Nach 56 Minuten stand es schon 4:0 für das Heimteam, das seinen zweiten Saisonsieg feierte, in der Tabelle aber weiterhin auf Platz 10 liegt. Weniger gut lief der Sonntag für die zweite Mannschaft des FC Rapperswil-Jona (8. Platz). Durch ein 1:4 zu Hause gegen Bazenheid kassierte sie ihre zweite Saisonniederlage.

3. Liga, Gruppe 4

Uznach (4. Rang) spielt erst am Mittwoch, zu Hause gegen Uzwil III. Im Einsatz standen am Wochenende hingegen die Rapperswil-Joner. In Flawil gab es für den Aufsteiger, der auf Rang 5 klassiert ist, ein 1:1.

4. Liga, Gruppe 8

Weiterhin wie geschmiert läuft es den Rapperswil-Jonern in der 4. Liga. Mit einem 3:2 gegen Walenstadt II feierte der Aufsteiger im fünften Spiel den fünften Sieg. Neu auf Rang 3 liegt Wagen, das am Samstag das Derby in Schmerikon nach einem 0:1-Rückstand noch mit 3:1 zu seinen Gunsten entscheiden konnte und dadurch mit den Seebuben den Platz tauschte. Weiterhin auf Position 6 stehen die Uzner Reserven nach der 1:2-Heimniederlage gegen Glarus II.

Unihockey: Erfolgreicher Meisterschaftsauftakt für die Flames

Das Fanionteam der Jona-Uznach Flames ist mit einem Sieg in die neue Saison in der 1. Liga gestartet. Gegen die Rheintal Gators resultiert auswärts ein 6:1-Erfolg.

Die Flames hatten in Widnau eine offene Rechnung zu begleichen, waren sie letzte Saison doch in den Play-offs an den Rheintalern gescheitert. Dementsprechend entschlossen starteten sie in die Partie. Nach einer offensiven Freistossvariante traf Nicola Federli in der 4. Minute zur Führung. Trotz des Ausgleichs der Gators (12.) liess sich Jona-Uznach nicht aus der Ruhe bringen und konnte wenig später die Führung durch Lüthi wiederherstellen und auch mit in die erste Pause nehmen.

Im Mitteldrittel konnten die Flames ihr Spiel nicht gleich gut weiterziehen, dafür wussten sie in den Special Teams zu überzeugen. Eine Überzahlsituation zu Beginn konnten sie durch Broder zum dritten Tor nutzen und in der darauffolgenden Unterzahlsituation wiederum ein Gegentor verhindern. Nach einem sonst durchzogenen Drittel verabschiedeten sich die Flames mit einer 3:1-Führung in die zweite Pause.

6:1-Auswärtssieg: Die Flames haben beim Saisonauftakt viel Grund zur Freude.
Pressebild

Im letzten Drittel warfen die Rheintaler, die schon länger auf zwei Linien reduziert hatten, noch einmal alles in die Waagschale. Schon etwa acht Minuten vor Schluss ersetzten sie den Goalie durch einen zusätzlichen Feldspieler und sorgten so nochmals für viel Wirbel in der Platzhälfte der Flames. Doch die stabile Defensive der Gäste hielt stand. Nach einem weiteren Powerplay-Tor zum 4:1 durch Köpfli trafen Thalmann und Kuster noch ins verwaiste Gators-Tor – notabene beide nach einem Zuspiel von Torhüter Jonas Federli.

Kommenden Samstag, 20. September, treffen die Flames im ersten Heimspiel der Saison auf Floorball Uri. Anpfiff in der Sporthalle Grünfeld ist um 18 Uhr.

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