Was soll mit den Einnahmen aus Bussen passieren?
20 Millionen Franken: So viel nimmt der Kanton St. Gallen jährlich mit Verkehrsbussen ein. Die kantonale SVP will mit diesem Geld Strassen bauen. Und stösst bei der Regierung auf wenig Gegenliebe.
20 Millionen Franken: So viel nimmt der Kanton St. Gallen jährlich mit Verkehrsbussen ein. Die kantonale SVP will mit diesem Geld Strassen bauen. Und stösst bei der Regierung auf wenig Gegenliebe.
Die Einnahmen aus Verkehrsbussen sollen im Kanton St. Gallen für den Strassenbau reserviert werden und nicht mehr in den Staatshaushalt fliessen. Dies verlangt die SVP-Fraktion in einer Motion. Die Regierung wehrt sich dagegen. Für die Finanzierung der Strasseninfrastruktur brauche es keine weiteren Mittel.
Die Verkehrspolizei werde über den Strassenfonds finanziert, heisst es im Vorstoss der SVP-Fraktion. Deshalb sei es naheliegend, dass auch die Bussgeldeinnahmen dem Strassenfonds zugeschrieben würden. Damit entfalle auch der Fehlanreiz, mit den Einnahmen aus Verkehrsbussen «die Staatsrechnung aufzubessern».
Erst gerade neu geregelt
Die Regierung lehnt den Vorstoss ab. In ihrer Stellungnahme verweist sie darauf, dass die Finanzierung des Strassenbaus erst kürzlich in der Herbstsession 2024 neu geregelt wurde. Es brauche die Verkehrsbussen nicht, um den Mittelbedarf für die Strassenfinanzierung sicherzustellen.
Weiter verweist sie auf die Defizite in der Staatsrechnung, die in den kommenden Jahren erwartet werden. Deshalb sei nun ein umfangreiches Sparpaket notwendig geworden.
20 Millionen budgetiert
Mit der geforderten Zweckbindung der Verkehrsbussen würden aber dem allgemeinen Haushalt rund 20 Millionen Franken entzogen, rechnet die Regierung vor. Die Folge wäre ein entsprechender Anstieg des strukturellen Defizits. Grundsätzlich würde damit «die finanzielle Handlungsfähigkeit des Kantons weiter eingeschränkt».
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