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Rekorde, Hoffnung und Aufstiegsjubel: Diese Geschichten schrieb das Sportwochenende

In Rapperswil-Jona standen Kanupolo-Spieler im Einsatz, in Schmerikon wurde gerudert und in Weesen Fussball gespielt. Das sportliche Wochenende in der Region Zürichsee-Linth im Überblick.

Livio
Jud
12.05.25 - 16:00 Uhr
Linthgebiet
Dank eigenem Punktgewinn und Niederlage von Yverdon: Die FCRJ-Frauen (am Ball Argnesa Rexhepi) können den Ligaerhalt wieder aus eigener Kraft bewerktstelligen.
Dank eigenem Punktgewinn und Niederlage von Yverdon: Die FCRJ-Frauen (am Ball Argnesa Rexhepi) können den Ligaerhalt wieder aus eigener Kraft bewerktstelligen.
Bild: Chris Melo

Rudern: Perfekte Bedingungen bei der Regatta in Schmerikon

Nicht weniger als 1130 Ruderinnen und Ruderer haben sich für die Regatta in Schmerikon angemeldet. Das ist ein neuer Rekord. Die idyllische Bucht von Schmerikon wurde am vergangenen Wochenende zum Zentrum des Schweizer Rudersports und bot den Besuchenden zwei Tage lang Sport auf höchstem Niveau und ein gesellschaftliches Miteinander. Denn anders als im letzten Jahr hätten die Bedingungen nicht besser sein können.

Bei bestem Wetter: In Schmerikon fand am Wochenende die Ruderregatta statt.
Bild: Robin Furrer

Zum bereits 13. Mal wurde die Regatta ausgetragen. Die Veranstalter des Ruderverbands Oberer Zürichsee (ROZ) hatten alle Hände voll zu tun: Aufgrund der hohen Anzahl Anmeldungen dauerte das Programm am Samstag bis 19.45 Uhr. Am Sonntag wurde bereits ab 8 Uhr wieder gerudert.

Ein besonderes Augenmerk lag auf dem «Talents-Cup», einem neuen Wettkampfformat für Mixed-Doppelvierer der U17-Kategorie. 19 Teams sammelten in Schmerikon – der zweiten Regatta von dreien – wichtige Punkte für die Qualifikation zum grossen Final auf dem Rotsee in Luzern Ende Juni. Der Ruderclub Rapperswil-Jona ist bei diesem Wettkampf nicht vertreten.

FC Schmerikon hilft aus

Nicht nur auf dem Wasser, auch an Land war einiges los. Der FC Schmerikon sorgte einmal mehr für das leibliche Wohl der Gäste. Ob Bratwurst oder Steak – die Festwirtschaft war gut besucht und trug wesentlich zur freundlichen und familiären Atmosphäre bei.

Die unzähligen Zuschauenden nutzten die perfekten Bedingungen, um das Renngeschehen auf dem Obersee zu verfolgen. Mit Feldstecher oder per Livestream, ob Ruder-Profi oder nicht. (pd)

Fussball: Mit einer Prise Glück kämpfen die FCRJ-Frauen noch um den Ligaerhalt

Women's Super League

Wäre am Wochenende alles gegen die Frauen des FC Rapperswil-Jona gelaufen, wären sie definitiv in die zweithöchste Schweizer Liga abgestiegen. Das war aber nicht der Fall. Ganz im Gegenteil, denn die Rapperswil-Jonerinnen holten gegen Thun einen Punkt. Die Bernerinnen verbleiben dank dem 1:1-Unentschieden nun definitiv in der Super League. Natürlich wollten die FCRJ-Frauen aber den Sieg: «Wir wussten, dass es für uns heute um alles geht», sagte Kapitänin Gianna Klucker nach dem Remis.

Weil es so ein wichtiges Spiel war, starteten die Rosenstädterinnen engagiert in das Duell. Bereits nach sieben Minuten netzte Joelle Meister per Kopfball zum 1:0 ein. Auch in der Folge blieb das Heimteam aktiv und kam zu hochkarätigen Chancen wie beispielsweise in der 26. Minute, als die Zuschauenden bereits aufsprangen. Erneut war Joelle Meister die Hauptfigur. Sie hatte praktisch das leere Tor vor sich, köpfelte den Ball allerdings aus kürzester Distanz an den Pfosten. Von dort prallte das Leder auf die Torlinie ab, ehe die Situation von Thun geklärt wurde.

Enttäuschung auf der einen, Freude auf der anderen Seite: Die FCRJ-Frauen haben gegen Thun einmal mehr nur unentschieden gespielt.
Bild: Chris Melo

In die zweite Halbzeit starteten die FCRJ-Frauen schlecht. Knapp vier Minuten nach Wiederanpfiff glich Thun nach einem Eckball zum 1:1 aus. In der Folge kam es zwar noch zu weiteren guten Chancen auf beiden Seiten, Tore fielen aber keine mehr.

Trotz des Unentschiedens hat sich die Situation der Rosenstädterinnen in Bezug auf den Ligaerhalt verbessert. Dies, da ihr direkter Konkurrent Yverdon überraschend in Schlieren verlor. Eine Runde vor Schluss sind die beiden Teams in der Tabelle der Auf-/Abstiegsrunde nun punktgleich. Dank des besseren Torverhältnisses hat Rapperswil-Jona (2. Rang) die Nase aber vorne. Will heissen: Die Rosenstädterinnen können den Ligaerhalt nun wieder aus eigener Kraft schaffen. Gewinnen sie am letzten Spieltag gegen das Schlusslicht Schlieren, bleiben sie sicher in der Super League. Verliert Yverdon gegen Thun, reicht den FCRJ-Frauen auch schon ein Unentschieden.

2. Liga, Gruppe 2

Der FC Weesen hat sich mit dem Derbysieg gegen Eschenbach vorzeitig zum Aufsteiger gekürt. Hier geht es zum ausführlichen Bericht. Die U-20-Mannschaft des FC Rapperswil-Jona musste zu Hause gegen die direkte Tabellenkonkurrenz aus Bütschwil eine Niederlage einstecken. Das einzige Tor der Partie erzielten die Toggenburger in der 69. Minute. Fünf Runden vor Saisonende steht die U-20 des FCRJ nun auf dem siebten Tabellenplatz.

Mit reichlich Champagner: Der FC Weesen feiert am Wochenende seinen Wiederaufstieg in die 2. Liga interregional.
Bild: Silvano Umberg

3. Liga, Gruppe 4

Gemäss Tabelle wäre der FC Uznach gegen Bronschhofen eigentlich in der Favoritenrolle gestanden. Nach der ersten Halbzeit entsprach das Resultat auch noch dieser Haltung. Patrice Schärer brachte Uznach nämlich nach 20 Minuten in Führung. Nach der Pause drehte Bronschhofen das Spiel aber innert weniger Minuten. In der 65. Minute glich Michel Helbling aus und drei Minuten später brachte er Bronschhofen auch noch in Führung. Noah Fust setzte in der 79. Minute den Schlusspunkt zu Uznachs 1:3-Niederlage.

4. Liga, Gruppe 8

Der FC Wagen schoss den FC Schmerikon am Sonntag gleich mit 5:0 ab. Nemo Marcesini erzielte die ersten beiden Wagner Tore. In der Folge trafen Marcel Kluge und Maximilian Tschudi. Letzterer erzielte wie Teamkollege Marcesini einen Doppelpack. Wagen steht in der Tabelle auf dem zweiten Platz, Schmerikon ist Achter und zumindest theoretisch nach wie vor noch nicht ganz ausser Abstiegsgefahr.

Frauen 1. Liga, Gruppe 2

Die Frauen des FC Eschenbach verloren zu Hause gegen Gambarogno mit 2:4. Nach vier Minuten gingen die Eschenbacherinnen zwar durch Delia Cescato in Führung, nur sieben Zeigerumdrehungen später stand es aber 1:1. In der 14. Minute ging Gambarogno erstmals in Führung. Diese bauten die Gäste in der 21. Minute gleich aus. Michelle Rubli konnte für Eschenbach zwar noch einmal verkürzen, Gambarogno schoss im Gegenzug aber das 4:2. Die Eschenbacherinnen sind mittlerweile im Tabellenmittelfeld angekommen (7.), nachdem sie die Gruppe einst angeführt hatten. (jul)

Eishockey: Lakers-Stürmer Tyler Moy brilliert an der WM

Am vergangenen Freitag gab Lakers-Stürmer Tyler Moy sein Debüt an einer Weltmeisterschaft. Obwohl er im ersten Spiel der Schweiz gegen Tschechien neben den NHL-Superstars Nico Hischier und Timo Meier spielen durfte und im Powerplay einen Assist beisteuerte, musste er einiges einstecken. Moy erhielt nämlich so wenig Eiszeit wie kein anderer Schweizer, nachdem er durch Sandro Schmid in der ersten Linie ersetzt wurde.

Mehr Spielzeit erhielt er im zweiten Spiel gegen Dänemark. Mit zwei Toren und einem hervorragenden Assist steuerte er einen grossen Teil zum ersten Schweizer Sieg an dieser WM hinzu. Mit den vier gesammelten Skorerpunkten in den beiden Spielen war Moy zwischenzeitlich sogar der WM-Topskorer. (jul)

Erweckt grosse Aufmerksamkeit: Lakers-Stürmer Tyler Moy glänzt an der WM bisher.
Bild: Keystone / Salvatore di Nolfi

Marathon: Armin Flückiger in Genf als Pacemaker dabei

Am Wochenende stand der Rapperswil-Joner Armin Flückiger am Genève Marathon im Einsatz. Aber nicht etwa, um einen neuen Rekord oder dergleichen aufzustellen. Flückiger war nämlich als sogenannter Pacemaker im Einsatz. Dabei war er dafür zuständig, in einem gleichmässigen Tempo zu rennen und die Teilnehmenden zu Bestleistungen zu pushen. So führte er Fabienne Vonlanthen zum Schweizer-Meister-Titel im Marathon.

Kanupolo: Teilnahmerekord am Obersee

Zum 23. Mal besuchten Kanuclubs aus der Schweiz und dem benachbarten Ausland das Obersee-Turnier. Und dieses Mal versammelten sich so viele Teams – total 25 – wie noch nie beim Rapperswiler Lido. Dabei schaffte es die erste Mannschaft vom Kanuclub Rapperswil-Jona (KCRJ) bis ins Halbfinale. Dort blieben die einheimischen Herren mit den Nationalspielern Marc Ruggli und Jan Schnyder gegen das deutsche Team Wanderfalke Essen chancenlos. Die Essener, letzte Saison Dritter in der deutschen Bundesliga, siegten gleich mit 5:0. 

25 Teams dabei: Das internationale Kanupolo-Turnier in Rapperswil-Jona verzeichnete einen neuen Teilnehmerrekord.
Pressebild

Knapper wurde es für den KCRJ im Spiel um Platz 3, wo es gegen den KC Wetter eine 3:5-Niederlage absetzte. Der Sieg beim Obersee-Turnier ging an die amtierenden Schweizer Meister aus dem thurgauischen Pfyn. Sie verteidigten den Titel aus dem Vorjahr und besiegten die Essener mit 5:2. (wyf)

Schwingen: Florian Riget gewinnt in Einsiedeln den ersten Kranz der Saison

Marcel Bieri wird langsam zum Angstgegner von Schwingerkönig Joel Wicki. Im Schlussgang des Schwyzer Kantonalschwingfests in Einsiedeln entschied er zum dritten Mal in Folge ein Duell gegen den Luzerner für sich. Die ersten zwei Siege gegen Wicki hatte er im vergangenen Jahr innert zwei Monaten errungen – im Mai beim Zuger Kantonalen in Cham und im Juli beim Innerschweizer Teilverbandsfest in Menzingen.

Den König Wicki besiegt: Marcel Bieri gewinnt das Schwyzer Kantonalschwingfest in Einsiedeln.
Bild: Keystone / Urs Flüeler

Auch sechs Athleten des Schwingerverbands Rapperswil und Umgebung standen in Einsiedeln im Sägemehl. Florian Riget aus Schänis klassierte sich nach «einem verhaltenen Morgen» inklusive Startniederlage auf dem Schlussrang 10b und holte damit seinen ersten Kranz der Saison. «Mit meiner Gesamtleistung bin ich zufrieden, nur der verlorene dritte Gang hätte wirklich nicht sein müssen», sagte Riget am Ende des Tages. Die restlichen vier Gänge hat er gewonnen.

Somit hat der Schänner bereits die halbe Miete für die Esaf-Qualifikation geschafft. Zwei Kränze benötigt man nämlich, um am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest dabei sein zu können.

Der zweitbeste «Rapperswiler» in Einsiedeln war der Ammler Sandro Gmür mit Rang 13d. Hinter ihm hat sich Pirmin Gmür auf Rang 14a eingereiht. Mit diesem Resultat ist der Ammler aber nicht zufrieden: «Was soll ich sagen? Am besten nichts. Am Ende des Tages war der Gestellte gegen den unbequemen Damian Egli unglücklich.»

Entscheidend war für Gmür auch der letzte Gang: «Dass Pirmin den letzten Gang nicht gewinnen konnte und uns dadurch ein zweiter Kranz verwehrt blieb, ist bedauerlich», lautete das Fazit von Adrian Oertig, dem Präsidenten des Schwingerverbands Rapperswil und Umgebung.

Die restlichen drei Schwinger des hiesigen Schwingverbandes reihten sich hinter Gmür ein: Manuel Weber aus Pfäffikon klassierte sich auf Rang 18f, der Kaltbrunner Andreas Ziegler auf Rang 19c und Michael Zumbach aus Pfäffikon auf Rang 22b. (sda/jul)

Mountainbike: Guerrini in Schaan auf dem Podest

Am Wochenende nahmen mehrere Fahrer des Veloclubs Eschenbach am Swiss Bike Cup im liechtensteinischen Schaan teil. Der Neuhauser Marcel Guerrini beendete das Rennen als Dritter zwar auf dem Podest, zeigte sich auf Instagram aber dennoch sehr enttäuscht: «Manche Wochen fühlen sich schwerer an als andere. Ich habe viele Gedanken, es ist ein bisschen ruhiger als sonst. Ich habe reflektiert – Entscheidungen, Richtungen und was wichtig ist. Nicht alle Antworten sind klar, aber manchmal genügt eine Pause.»

Die Schännerin Jana Glaus fuhr bei den U-23-Frauen mit. Sie startete gut und fuhr an der Spitze mit. In der vorletzten Runde stürzte sie jedoch und verlor dadurch Zeit. Trotz Blessuren und Krämpfen fuhr sie in der Folge noch auf den 3. Rang. Andrin Gees wiederum musste das Eliterennen nach der ersten Runde abbrechen. Bei den U-23-Herren erreichte Joé Wittenwiler das Ziel auf dem 23. Rang. Ausserdem fuhren bei den Junioren Sonam Federer (13. Rang) und Mike Frischknecht (21.) mit. (jul)

Winkt vom Podest: Marcel Guerrini (rechts) wird beim Swiss Bike Cup in Schaan Dritter.
Pressebild: Swiss Bike Cup

Segeln: Oliver Heer zurück in Les Sables d'Olonne

Am Wochenende kehrte Segler Oliver Heer aus Rapperswil-Jona zurück nach Les Sables d'Olonne, wo er noch vor wenigen Monaten seine Weltumsegelung im Rahmen der Vendée Globe beendet hatte. Am Samstag fand in der französischen Hafenstadt nämlich die Abschlusszeremonie der diesjährigen Vendée Globe statt. Mit einer Parade im Kanal von Les Sables d'Olonne und einem Feuerwerk wurden die Skipper noch einmal für ihre Leistung gefeiert. «Was für ein unglaublicher Tag mit der Abschlusszeremonie der Vendée Globe», schrieb Oliver Heer auf Instagram. (jul)

Zurück in Les Sables d'Olonne: Oliver Heer (hinten, Mitte des Bildes) feiert mit den anderen Skippern bei der Abschlusszeremonie der Vendée Globe.
Pressebild: Vendée Globe

Pendelstafette: Doppelerfolg für Schänner Junioren an den Schweizer Meisterschaften

Am Samstag reisten die Junioren des TV Schänis an die Schweizer Meisterschaften der Pendelstafette. Die Mission war die Titelverteidigung. Sowohl in der 40-Meter-Stabstafette als auch in der klassischen Pendelstafette über 60 Meter gewann Schänis die Vorrunde. Nach der Mittagspause standen die Finalläufe auf dem Programm. Innerhalb von einer Stunde krönten sich die Schänner in beiden Disziplinen zu den Schweizer Meistern. (eing)

Glückliche Schänner: Die Titelverteidigung der Junioren des TV Schänis ist gelungen.
Pressebild

Faustball: Jona baut die Führung aus

Am vergangenen Samstag fand die zweite NLB-Runde der Faustballer des TSV Jona statt. Dabei waren der STV Dozwil und Faustball Schwellbrunn im Joner Grünfeld zu Gast. Im ersten Spiel gegen den STV Dozwil startete der TSV Jona solide und führte gleich mit 9:7. Jedoch drehten die Thurgauer auf und gewannen den ersten Satz auch dank einigen unnötigen Fehlern des Heimteams. Danach kamen die Joner ihrer Favoritenrolle nach und gewannen die nächsten drei Sätze klar und somit auch das Spiel mit 3:1 Sätzen. Anschliessend ging es mit der Partie gegen Faustball Schwellbrunn weiter. Auch in diesem Spiel konnte Coach Stefan Helbling in der Offensive einige Wechsel vornehmen, die zum zweiten Sieg führten. Mit diesen Punktgewinnen ist Jona weiterhin Tabellenführer.

Ebenfalls in Jona fand am Sonntag die 2. Runde der Frauen-Nationalliga-A statt. Das erste Spiel gegen Diepoldsau-Schmitter verloren die Jonerinnen mit 1:3. Die zweite Partie gegen Schlieren konnten sie knapp mit 3:2 für sich entscheiden. Jona steht nach diesem Spieltag in der Tabelle auf dem 4. Rang. (eing/red)

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