Faustballerinnen jubeln über Silber – Caviezel und die Inlinehockeyaner werden auch Zweite
Das Sport-Wochenende stand aus regionaler Sicht (fast) ganz im Zeichen von Silber respektive zweiten Plätzen. Die Joner NLA-Volleyballer und die Lady Lakers verlieren deutlich.
Das Sport-Wochenende stand aus regionaler Sicht (fast) ganz im Zeichen von Silber respektive zweiten Plätzen. Die Joner NLA-Volleyballer und die Lady Lakers verlieren deutlich.
Faustball: Jonerinnen erst im Final gestoppt
Diepoldsau gegen Jona – so lautete die Affiche am Sonntagnachmittag in der AXA-Arena in Winterthur im grossen Finalspiel um den Schweizer Meistertitel der Hallensaison der Faustballerinnen. Und das Duell versprach viel Spannung, hatten doch diese beiden Teams die letzten beiden Titel gewonnen; Jona 2023 und Diepoldsau 2024. Die Favoritinnen in dieser Partie waren aufgrund der Qualifikation die Diepoldsauerinnen. Sie hatten nicht nur die Qualifikation gewonnen, sondern auch beide Direktduelle gegen Jona. Die Equipe legte optimal los und konnte den ersten Satz mit 11:7 gewinnen. Dann aber meldete sich Jona in diesem Spiel zurück. Die Zuspiele wurden präziser und im Angriff punktete Celina Traxler zuverlässig. So schafften es die Aussenseiterinnen, nach Sätzen auszugleichen.
Die Partie war damit so richtig lanciert und im dritten Satz schenkten sich die Teams nichts. Viele lange Ballwechsel mit teilweise spektakulären Aktionen waren die Folge. Als es 9:8 für Jona stand, konnten die Rheininslerinnen mit drei Punkten in Serie die Satzführung wiederherstellen. Damit war der Bann gebrochen: Im vierten Satz war Diepoldsau dann das klar bessere Team und konnte diesen mit 11:2 für sich entscheiden. 3:1 (11:7, 5:11, 11:9, 11:2) lautete das Schlussresultat zugunsten der Rheininslerinnen – die erfolgreiche Titelverteidigung war damit Tatsache.
Im Duell um die Bronzemedaille setzte sich Kreuzlingen in einem engen Spiel letztlich doch ohne Satzverlust mit 3:0 (13:11, 11:9, 13:11) gegen Elgg-Ettenhausen durch. Letzteres hatte im Halbfinal gegen Jona mit 1:3 (5:11, 11:7, 7:11, 6:11) den Kürzeren gezogen. Kreuzlingen war dem späteren Meister Diepoldsau deutlicher mit 0:3 (7:11, 6:11, 4:11) unterlegen. (pd/lz)
Snowboard Alpin: Für Caviezel gibts Silber und üble Schrammen
Am Wochenende fuhren die Schweizer Alpin-Snowboarder auf der Lenzerheide um die nationalen Titel. Die Uznerin Ladina Caviezel zeigte sich dabei eigentlich gut in Form. Eine Medaille gab es aber nur am Samstag im Parallel-Slalom. Und zwar Silber hinter Teamleaderin Julie Zogg. «Damit bin ich happy», sagt Caviezel dazu, «Julie ist aktuell einfach stärker.» Bis zur Hälfte konnte die 31-jährige Uznerin im Final mithalten, dann setzte sich die ein Jahr ältere Sarganserländerin entscheidend ab. Im Viertelfinal hatte sich Caviezel davor gegen Larissa Gasser durchgesetzt, im Halbfinal danach gegen die aufstrebende, erst 17-jährige Xenia von Siebenthal.
Am Sonntag ging es in der zweiten Disziplin, dem Riesenslalom, um die Meisterschaftsmedaillen. Anders als gewohnt jedoch nicht als Parallel-, sondern Single-Event. Will heissen: Es wurden zwei Zeitläufe gefahren – statt im K.o.-Modus im Duell Frau gegen Frau. Nach dem ersten Lauf lag Ladina Caviezel auf Silberkurs, knapp hinter der Führenden und späteren Siegerin Julie Zogg. Im zweiten Lauf schied die Uznerin aber kurz vor dem Ziel aus. Statt mit einer zweiten Medaille musste sie die Heimreise schliesslich mit einem blauen Auge antreten. «Ich bin beim Versuch, mich in extremis im Rennen zu halten, verkantet und dann voll mit dem Gesicht auf der pickelharten Piste aufgeschlagen», schildert Caviezel die Szene. Sie hofft, dass es bei blauen Flecken und einigen Kratzern bleibt und nicht noch ein Bruch hervorkommt. «Vorsichtshalber lasse ich mich am Montag mal noch genauer untersuchen.» Der Verdacht: Es könnte auch das Jochbein gebrochen sein. Je nach Diagnose und nötiger Behandlung würde Caviezel allenfalls auf die beiden Weltcuprennen vom kommenden Wochenende im polnischen Krynica verzichten. Die Heim-WM von Ende März in St. Moritz sieht Caviezel aber so oder so nicht in Gefahr. (su)
Inlinehockey: Linth erlebt unschönes Déjà-vu
Der ihcsf Linth muss sich im Cup wie im vergangenen Jahr mit Rang 2 begnügen. Wiederum zog das in Kaltbrunn beheimatete Team gegen die Z-Fighters Oberrüti-Sins den Kürzeren. Nachdem sich der Titelverteidiger am Mittwoch knapp mit 3:2 durchgesetzt hatte, stand Linth in der Best-of-3-Serie am Freitag unter Zugzwang – und vermochte nicht zu liefern. Zwar schaffte es das Heimteam, nach einem Zweitorerückstand nochmals auf 2:3 heranzukommen, letztlich wurde der Kampfgeist aber nicht belohnt. Linth verlor 2:7 und musste so erneut dem Gegner zum Cuptitel gratulieren. (su)
Eishockey: Lady Lakers beenden Qualifikation mit Niederlage
In der zweithöchsten Frauenliga (SWHL B) ging am Wochenende die Qualifikation zu Ende. Das Team der Rapperswil-Jona Lakers bekam es am Samstag auswärts mit Worb zu tun – und musste sich dem Tabellensechsten mit 2:6 geschlagen geben. Nach einem torlosen Startdrittel zogen die Gastgeberinnen im Mittelabschnitt auf 4:0 davon. Noch vor der zweiten Pause konnten Vanessa Betschart und Tamara Wegmann für die Gäste auf 2:4 verkürzen. Aus einem Comeback wurde dann aber nichts. Im Schlussdrittel traf einzig Worb.
In der Tabelle blieb für die Lady Lakers damit alles beim Alten: Sie schlossen die Qualifikation auf Rang 8 ab. Dass sie erstmals seit dem Wiederaufstieg in die SWHL B die Play-offs erreichen, hatte schon vor der abschliessenden Runde festgestanden. Im Play-off-Viertelfinal bekommen es die Rosenstädterinnen ab kommendem Samstag mit dem Qualifikationssieger, den GCK Lions, zu tun. (su)
Volleyball: Joner zum Ende der Finalrunde in Amriswil chancenlos
Im letzten Spiel der Finalrunde der Nationalliga A zog der TSV Jona auswärts in Amriswil mit 0:3 den Kürzeren. Amriswil hatte das Spiel lange fest in eigenen Händen, war mit 2:0 Sätzen in Führung und lag auch im dritten Durchgang mit fünf Punkten voraus. Dann setzten die Joner zur Aufholjagt an und waren bei 17:17 wieder am Gegner dran. In einer hitzigen Schlussphase war es aber doch Volley Amriswil, dass sich Satzbälle erspielen konnte. Jona wehrte zwei ab, ehe sich die Favoriten aus dem Thurgau mit dem dritten Versuch zum abschliessenden 27:25 durchsetzten.
Weil Jona im ersten Satz (22:25) vielleicht ein bisschen zu zögerlich aufgetreten war und im zweiten Satz (12:25) eine sehr schlechte Figur gemacht hatte, war der 3:0-Sieg für Amriswil Tatsache. Auf die Rangliste hatte die Partie aber keinen Einfluss. Amriswil ist als Tabellenerster der Finalrunde direkt für die Play-off-Halbfinals gesetzt, Jona trifft im Viertelfinal auf Genf. (bom)
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