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Weesen überwintert als Leader, Jona schlägt schon wieder zu – so war das Sportwochenende

Die Weesner Fussballer siegen im Spitzenkampf. Die Joner Volleyballer setzen ein nächstes Ausrufezeichen. Die Unihockeyaner der Flames rücken vor. Und ein Duo kämpft an der Radquer-EM.

Silvano
Umberg
10.11.25 - 16:00 Uhr
Linthgebiet
Viertes Saisontor: Captain Oliver Gutknecht (hier im Match gegen Balzers) führt den FC Weesen im Spitzenkampf gegen Gossau mit dem 1:0 auf die Siegesstrasse.
Viertes Saisontor: Captain Oliver Gutknecht (hier im Match gegen Balzers) führt den FC Weesen im Spitzenkampf gegen Gossau mit dem 1:0 auf die Siegesstrasse.
Archivbild: Köbi Hefti

Fussball: Auch Cup-Derby der Männer endet mit Favoritensieg

2. Liga interregional, Gruppe 5

Der FC Weesen überwintert als Leader. Zum Abschluss der ersten Hälfte der Meisterschaft gewannen die Gasterländer am Samstag zu Hause den Spitzenkampf gegen Gossau mit 3:0 und entrissen den Gästen damit die Spitzenposition. Weesen übernahm von Beginn an das Kommando auf dem schwierigen Terrain, kontrollierte mit einer kompakten Defensivordnung und klarem Spielaufbau das Geschehen. Die Gäste versuchten zwar, ihre spielerischen Qualitäten einzubringen, fanden aber gegen die gut organisierte Weesner Abwehr kaum Mittel. In der 31. Minute gingen die Platzherren in Führung. Oliver Gutknecht traf nach einem gelungenen Angriff. Nach einer knappen Stunde erhöhte Taulant Syla auf 2:0. Und in der 77. Minute machte dessen Bruder Edison Syla mit dem 3:0 den Deckel drauf. Weesen zeigte in diesem letzten Meisterschaftsspiel eine reife und taktisch starke Leistung. Das Team von Trainer Ursal Yasar unterstrich damit seine Aufstiegsambitionen. Nach zwei Abstiegen in Serie streben die Gasterländer im kommenden Frühjahr den zweiten Aufstieg in Serie an. Bevor es in die Winterpause geht, ist die Equipe am kommenden Samstag noch in der ligainternen Cup-Qualifikation gefordert. Auswärts trifft Weesen am Samstag auf Liestal.

Auf Kurs Richtung zweitem Aufstieg in Serie: Trainer Ursal Yasar überwintert mit dem FC Weesen als Tabellenführer in der Gruppe 5 der 2. Liga interregional.
Archivbild: Köbi Hefti

2. Liga, Gruppe 2

In der letzten Runde vor der Winterpause standen sich die beiden regionalen Vertreter am Sonntagnachmittag im Derby gegenüber. Die zweite Mannschaft des FC Rapperswil-Jona empfing den FC Eschenbach im Grünfeld. Das Heimteam erwischte einen guten Start und sah sich nach Toren von Marvin Erb (7.) und Jamie Jaggy (22.) früh auf Siegkurs. Die Eschenbacher, aufgrund der Tabellenlage und Form der klare Aussenseiter in diesem Duell, bewiesen jedoch Charakter und erkämpften sich in extremis noch ein Unentschieden. Den Treffer zum 2:2-Endstand erzielte Ramon Grob in der 94. (!) Minute. Für den Anschluss hatte Kristjan Nikollbibaj kurz vor der Pause gesorgt (38.). In der Tabelle verbesserten sich die Rosenstädter dank des Punkts um einen auf den vierten Rang. Die Eschenbacher verblieben auf Position 13, überwintern also auf einem Abstiegsplatz. Weil die Konkurrenz gewann, verschlechterte sich ihre Situation gar. Der Rückstand auf den rettenden Rang 11 (Bütschwil) wuchs um zwei auf drei Punkte an.

Regionalcup, 3. bis 5. Liga, Viertelfinal

Wie bei den Frauen kam es am Wochenende auch bei den Männern zum Cup-Derby. Statt im Achtelfinal des Schweizer Cups aber im Viertelfinal des Regionalcups der 3.- bis 5.-Ligisten. Der FC Wagen empfing die dritte Mannschaft des FC Rapperswil-Jona. Letztere darf an diesem Wettbewerb teilnehmen, weil sie die beste Equipe des Vereins FC Rapperswil-Jona ist, während die Teams des FC Rapperswil-Jona aus der Challenge League und 2. Liga in der FCRJ AG organisiert sind. Zum Spiel: Die in der 3. Liga spielenden Rosenstädter wurden beim 4.-Ligisten ihrer Favoritenrolle gerecht und setzten sich klar mit 5:1 durch. Das frühe 0:1 konnten die Gastgeber noch beantworten; Tobias Zuppiger traf (19.). Mit drei weiteren Treffern sorgten die Gäste aber noch vor der Pause für eine Vorentscheidung.

Ist sehr zufrieden mit ihrem Resultat: Jana Glaus aus Schänis schafft es an der Radquer-EM in der U23-Kategorie in die Top 10.
Bild: Yefrifotos / Swiss Cycling

Radquer: Kuhn erlebt an EM schwarzen Tag – Glaus fährt in die Top Ten

Am Wochenende fand im belgischen Middelkerke die Radquer-Europameisterschaft statt. Für den VC Eschenbach standen zwei Athleten im Schweizer Nationaldress am Start: Jana Glaus in der Kategorie U23-Frauen und Kevin Kuhn bei den Elite-Herren. Beide mussten sich auf der sandigen Strecke direkt an der Nordsee anspruchsvollen Bedingungen stellen – und zeigten dabei Kampfgeist und solide Leistungen.

«Die Strecke fand ich richtig cool, mal etwas Anderes und Neues», erzählte Jana Glaus nach dem Rennen. Die zahlreichen Sandabschnitte hätten es in sich gehabt. «Einige konnte man fahren, an anderen Stellen musste man längere Passagen rennen.» Glaus kam damit gut zurecht. Die 20-Jährige aus Schänis startete stark und konnte in der ersten Rennhälfte mehrere Konkurrentinnen überholen. In den letzten zwei von fünf Runden fuhr sie in einer Fünfergruppe, in der intensiv um die Plätze 6 bis 10 gekämpft wurde. Am Ende überquerte Glaus die Ziellinie als Zehnte – mit einem Rückstand von 3:24 Minuten auf die Siegerin Leonie Bentveld aus den Niederlanden. «Mit diesem Resultat bin ich sehr zufrieden. Ich kam ohne grössere Probleme und mit sauberem Fahren gut durchs Rennen», bilanzierte die junge Schännerin.

Tut sich auf der sandigen Strecke schwer: Kevin Kuhn vom VC Eschenbach muss sich an der Radquer-Europameisterschaft in Belgien mit Rang 18 begnügen.
Bild: Yefrifotos / Swiss Cycling

Zumindest sportlich eher in schlechter Erinnerung behalten wird die EM in Middelkerke Kevin Kuhn. Das Radquer-Aushängeschild des VC Eschenbach kam nicht über den 18. Rang hinaus, büsste 2:25 Minuten auf den neuen Europameister Toon Aerts ein, der zusammen mit seinen Landsmännern Thibau Nys (2.) und Joran Wyseure (3.) für einen belgischen Dreifachsieg verantwortlich zeichnete. Der 27-Jährige erwischte keinen optimalen Start und wurde früh zurückgeworfen. Der tiefe Sand und die nassen Abschnitte forderten ihren Tribut. «Ich habe mich irgendwie noch nicht so richtig mit dem Sand angefreundet», meinte er nach dem Rennen schmunzelnd. «Schon am Start wurde ich weggedrückt und konnte erst als Letzter weiterfahren. Danach habe ich versucht, mein eigenes Rennen zu fahren und Platz um Platz gutzumachen, aber das hat nicht so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt hatte.» Trotz des schwierigen Rennverlaufs konnte Kuhn dem Tag auch Positives abgewinnen: «Die Stimmung an der Strecke war mega cool, und es hat auch Spass gemacht, dort herumzufahren. Ich habe versucht, das Rennen trotzdem ein bisschen zu geniessen und Spass auf der Strecke zu haben, als mir klar wurde, dass es heute kein Spitzenresultat geben wird.» (eing/red)

Unihockey: Flames bestätigen ihren Formanstieg

Erstmals in der laufenden Saison haben die Jona-Uznach Flames zwei Siege aneinandergereiht. Auf den 3:2-Heimsieg gegen Bassersdorf Nürensdorf liessen sie am Samstag im vorletzten Spiel der Hinrunde einen 5:3-Auswärtserfolg gegen den gut in die Saison gestarteten Aufsteiger Red Lions Frauenfeld folgen. In der Tabelle der 1. Liga, Gruppe 2, verbesserten sich die Flames damit um eine Position und sind neu Siebter.

Premiere: Erstmals haben die Jona-Uznach Flames in der laufenden Saison zwei Siege aneinandergereiht. Colin Aebersold (Nummer 23) steuert zum 5:3-Erfolg in Frauenfeld einen Assist und ein Tor bei.
Archivbild: zVg

Die Flames legten in Frauenfeld einen Blitzstart hin. Ihre starke erste Linie erzielte in den ersten fünf Minuten gleich zwei Tore. Das Heimteam hatte jedoch eine kleine Antwort bereit und stoppte kurz darauf mit dem 1:2-Anschlusstreffer die Euphorie. Das Spiel blieb über weite Strecken sehr ausgeglichen, wobei die Gäste mit fahrlässigen Ballverlusten dem Gegner oft unnötig gute Chancen ermöglichten. Dann konnten die Flames die taktischen Inputs ihres Trainers aber immer besser umsetzen, nahmen das Spieldiktat immer mehr in die Hand und zogen bis zur 46. Minute auf 5:2 davon – die Entscheidung.

Die Flames siegten schliesslich dank einer defensiv abgeklärten Leistung und gehen mit gestärktem Selbstvertrauen in das letzte Spiel der Vorrunde. In diesem treffen sie am kommenden Samstag auswärts auf Leader Bülach. Tags darauf startet mit dem Heimspiel gegen die achtplatzierten Rheintal Gators (18 Uhr, Turnhalle Haslen, Uznach) dann sogleich die Rückrunde. (eing)

Volleyball: Joner entscheiden «heissen Tanz» in Schönenwerd für sich

Gross war der Jubel bei den NLA-Volleyballern aus Jona, als nach gut eineinhalb Stunden Spielzeit der erste Matchball zum 25:20 im dritten Satz verwertet werden konnte. Mit dem Verwerten von Satzbällen zuvor taten sich die Joner indes ungleich schwerer. Nachdem im ersten Satz die Schönenwerder zunächst den besseren Eindruck machten, konnte Jona gegen Satzende das Resultat drehen und kam bei 24:21 zu einem ersten Satzball. Nervenaufreibende sieben Versuche benötigte Jona aber schliesslich, um den ersten Satz mit 31:29 zu gewinnen.

Gleiches auch im zweiten Durchgang: Diesmal war Jona die bessere Mannschaft, lag durchweg in Führung und wurde erst bei 23:23 von den Solothurnern gestellt. Es war wieder angerichtet für ein spannendes Satzfinale. Hier war Jona abermals nach sieben Satzbällen zum 33:31 erfolgreich.

Mit diesem 3:0-Auswärtssieg wies Jona nach Amriswil am Wochenende davor nun auch den zweiten Play-off-Finalisten der vergangenen Saison in die Schranken und grüsst von Tabellenrang 3. Weiter geht das Programm der Joner am kommenden Samstag (18 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den Tabellenersten Chênois Genf. (bom)

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