Koller verpasst Titelverteidigung, Ruderer gewinnen Gold und der FCRJ verliert knapp – das Sportwochenende im Überblick
Die Mountainbiker aus der Region bleiben an den Schweizer Meisterschaften in Savognin hinter den Erwartungen zurück. Derweil bietet der FC Rapperswil-Jona einem Superligisten gut Paroli. So lief das Sportwochenende aus regionaler Sicht.
Die Mountainbiker aus der Region bleiben an den Schweizer Meisterschaften in Savognin hinter den Erwartungen zurück. Derweil bietet der FC Rapperswil-Jona einem Superligisten gut Paroli. So lief das Sportwochenende aus regionaler Sicht.
Mountainbike: Koller kann ihren Titel nicht verteidigen
Im Vorjahr holte Mountainbikerin Nicole Koller aus St. Gallenkappel an den Schweizer Meisterschaften die Goldmedaille im Short-Track. Diesen Titel konnte sie in diesem Jahr nicht erfolgreich verteidigen. Die 28-Jährige muss sich Sina Frei und Ronja Blöchlinger geschlagen geben. Im Cross-Country konnte Koller dann nicht wirklich um die Medaillen kämpfen. Sie fuhr als Neunte ins Ziel – eine Platzierung, die definitiv nicht den Ansprüchen der Weltcup-Podestfahrerin entspricht. «Die Schweizer Meisterschaften liefen nicht für mich, aber die Reise geht weiter», bilanziert Koller auf Instagram. Das Cross-Country-Rennen gewann Alessandra Keller vor Sina Frei und Ginia Caluori.
Neben Koller standen mit Tina Züger und Jana Glaus zwei weitere Athletinnen des VC Eschenbach am Start. Die Riednerin Züger wurde im Short-Track Neunte und im Cross-Country Zwölfte. Die Schännerin Glaus klassierte sich auf den Rängen 8 (Short-Track) und 9 (Cross-Country).
Die Männer aus der Region standen im Kurzrennen nicht geschlossen am Start. Einzig Dario Lillo, Andrin Gees und Andri Frischknecht waren dabei. Frischknecht wurde Siebter, der Eschenbacher Lillo beendete das Rennen nicht. Gees klassierte sich am Schluss auf Platz 14. Lars Forster und Marcel Guerrini konzentrierten sich auf das Cross-Country-Rennen vom Sonntag. In diesem konnten die beiden Routiniers aber nicht zuschlagen. Als Fünfter war der in Rieden wohnhafte Joner Forster noch der Beste. Hinter ihm klassierten sich Guerrini als Sechster und Lillo als Achter.
Frischknecht wurde im Hauptrennen Elfter, während Gees Platz 23 erreichte. Der neue Schweizer Meister heisst Filippo Colombo. Der Tessiner gewann vor Fabio Püntener und Luca Schätti.
Rudern: Rapperswil-Joner Duo holt Gold an der SM
Drei Tage lang hatte sich die Ruderszene der Schweiz am Rotsee versammelt, um ihre neuen Meisterinnen und Meister zu ermitteln. Über 700 Boote aus 55 Klubs lagen in den Startblöcken. Auch der Ruderclub Rapperswil-Jona war vertreten. Dabei stieg der aktuelle mit dem ehemaligen Spitzenruderer ins Boot. Jonah Plock, der zuletzt mit Weltcup-Podestplätzen von sich reden machte, ruderte im Zweier ohne zusammen mit Dominic Condrau, der nach den Olympischen Spielen 2024 vom Spitzensport zurückgetreten war. Dass sie es auch zusammen noch immer draufhaben, bewiesen Plock und Condrau am Wochenende. Das Duo aus der Region liess seinen Gegnern keine Chance. Die beiden Rapperswil-Joner ruderten souverän zur Goldmedaille und distanzierten die zweitplatzierten Seric Critchley und Nicolas Chambers um fast acht Sekunden.
Die Goldmedaille von Plock/Condrau war aber nicht die einzige Erfolgsmeldung aus der Region. Auch Jonah Plocks Schwester Lotta ruderte äusserst erfolgreich. Mit dem Seeclub Küsnacht, bei dem sie eine Zweitmitgliedschaft besitzt, holte die Rapperswil-Jonerin im Achter mit Steuerfrau die Goldmedaille. Daneben war sie auch im Vierer ohne Steuerfrau sowie im Doppelvierer an Bord, als das Boot des Seeclubs Küsnacht jeweils die Bronzemedaille gewann.
Mit den drei Medaillen im Rücken wird Lotta Plock in zweieinhalb Wochen an der U23-WM in Polen an den Start gehen.
Fussball: FCRJ verliert gegen Lugano nur knapp
Heftiger Regen sorgte dafür, dass das Testspiel des FC Rapperswil-Jona gegen den FC Lugano kurzfristig von Caslano im Südtessin ins italienische Cannobio verlegt werden musste. Mit 15 Minuten Verspätung wurde die Partie auf Kunstrasen angepfiffen – und die rund 300 Zuschauenden bekamen von Beginn an ein intensiv geführtes Duell zu sehen.
Beide Mannschaften suchten mutig den Weg nach vorne, das Spiel wogte in der Anfangsphase hin und her. In der 24. Minute durften dann die Rapperswil-Joner jubeln: Helaku-Josué Schmidt fasste sich aus gut 25 Metern ein Herz und versenkte den Ball mit einem herrlichen Weitschuss in den hohen Winkel – ein Traumtor zur 1:0-Führung für den FCRJ. Die Freude währte allerdings nicht lange. Bereits sechs Minuten später gelang den Luganesi der Ausgleich. Innenverteidiger Antonios Papadopoulos traf nach einem Eckball.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie intensiv und hart umkämpft. In der 63. Minute dann der Knackpunkt: Ein zu kurz geratener Befreiungsschlag landete genau in den Füssen von Luganos Mittelfeldspieler Mohamed Belhadj Mahmoud, der nicht lange fackelte und mit einem präzisen Schuss das 2:1 erzielte. Dabei blieb es.
Am Donnerstag folgt für den FC Rapperswil-Jona ein erstes Highlight. Die Rosenstädter empfangen im heimischen Stadion Grünfeld niemand Geringeren als den Schweizer Meister und Cupsieger FC Basel. Das Spiel wird um 18.30 Uhr angepfiffen. (pd/red)
Inlinehockey: Linth bleibt nach Play-out-Sieg in der höchsten Liga
Der Streetfighters Linth ziehen den Kopf im letzten Moment noch aus der Schlinge. Das Team von Trainer Joel Küttel rettet sich in den Play-outs mit einem 8:4-Sieg gegen Biel und bleibt in der höchsten Schweizer Inlinehockeyliga. Bereits früh stellte Linth die Weichen in Richtung Ligaerhalt. Nach sieben Minuten führten sie bereits 3:0, zur Halbzeit stand es 6:1. Die Bieler konnten dann nicht mehr entscheidend reagieren.
Lars Morger arbeitet seit 2022 als Redaktor Sport mit Schwerpunkt Eishockey und Schwingen für die Sportredaktion der «Südostschweiz»-Medienfamilie. Mehr Infos
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