Guerrini fährt in die Top 10 und Weesen kassiert die zweite Niederlage – so lief das Sport-Wochenende
Marcel Guerrini ist beim Mountainbike-Weltcup in Lake Placid der beste Fahrer des VC Eschenbach. Auch Nicole Koller und Dario Lillo überzeugen. Im Regionalfussball muss Weesen derweil mit einer Niederlage vom Feld.
Marcel Guerrini ist beim Mountainbike-Weltcup in Lake Placid der beste Fahrer des VC Eschenbach. Auch Nicole Koller und Dario Lillo überzeugen. Im Regionalfussball muss Weesen derweil mit einer Niederlage vom Feld.
Mountainbike: Guerrini wird Siebter, Lillo überzeugt im Short-Track
Der Mountainbike-Weltcup machte am Wochenende für die vorletzte Station der Saison Halt im US-amerikanischen Lake Placid. Die Spitzenfahrer des VC Eschenbach standen geschlossen am Start. Im Short-Track wusste vor allem der Eschenbacher Dario Lillo zu überzeugen. Der 23-Jährige verpasste im Kurzrennen das Podest nur haarscharf. Als Vierter fehlten Lillo nur gerade drei Sekunden auf Platz 3. «Es ist ein guter Start in den letzten Rennblock», resümierte Lillo auf Instagram. Damit realisiert Lillo sein bisher bestes Weltcupresultat in der Elite.
Der zweitbeste Athlet des VC Eschenbach war Marcel Guerrini. Der 31-jährige Neuhauser klassierte sich als Achter ebenfalls unter den besten 10. Er verlor zehn Sekunden auf Sieger Christopher Blevins. Aufsteigende Tendenz zeigte auch der Joner Lars Forster. Der Routinier klassierte sich auf Platz 12.
Im Cross-Country-Rennen vom Sonntag konnte Lillo dann nicht mehr ganz an seine Leistung vom Short-Track anknüpfen. Als 24. war er nur der drittbeste Fahrer aus der Region. «Das Rennen war schlicht zu schnell für mich. Das war für mich eine Lektion und etwas, an dem ich in der Zukunft arbeiten will», so Lillo. Deutlich besser lief es für Marcel Guerrini und Lars Forster. Der Neuhauser wird Siebter, was sein bestes Saisonergebnis darstellt. Dabei war Guerrini bis in der letzten Runde in der achtköpfigen Spitzengruppe dabei und durfte mit einem Podestplatz liebäugeln, ehe er abreissen lassen musste. Am Schluss fehlen ihm 24 Sekunden auf das Podest. Lars Forster wird 13., es ist sein bestes Weltcupergebnis über die olympische Distanz seit Anfang Juni.
Zuletzt kam Forster in den Rennen nur selten auf Touren und klassierte sich oft weit hinten. «Nach einigen schwierigen Rennen bin ich glücklich mit diesem Resultat», bilanzierte der in Rieden wohnhafte Joner sein Rennwochenende. Mit Andri Frischknecht stand noch ein vierter Athlet des VCE im Einsatz – er fuhr auf Rang 50.
Bei den Frauen zeigte Nicole Koller einmal mehr, dass sie mittlerweile zu den konstantesten und besten Fahrerinnen der Welt gehört. Die St. Gallenkappelerin fuhr im Short-Track auf den starken vierten Rang, ihr fehlten vier Sekunden auf den dritten Platz, den die Schweizerin Alessandra Keller belegte. Etwas weniger gut lief es im Cross-Country-Rennen, wo Koller als 13. «nur» die sechstbeste Schweizerin war. Wie schon in Lenzerheide machte Koller ein platter Reifen zu schaffen. «Es ist frustrierend, da ich schon in Lenzerheide zwei Platten hatte. Aber ich nehme die positiven Aspekte mit und freue mich auf das nächste Wochenende in Kanada», so Koller. Für die Riednerin Tina Züger endete das Rennen frühzeitig. Aufgrund der 80-Prozent-Regel wurde sie vorzeitig aus dem Rennen genommen. Das Rennen gewann die Schwedin Jenny Rissveds.
Fussball: FCRJ-Frauen mit Remis, Weesen verliert
Women's League
Nach dem 0:0 gegen Tabellenführer Servette halten die Frauen des FC Rapperswil-Jona am Wochenende einen direkten Konkurrenten auf Distanz. Im Auswärtsspiel beim FC Aarau kommen die Rapperswil-Jonerinnen spät etwas glücklich zu einem wichtigen Punktgewinn. In einer eher ereignisarmen Partie mit nicht allzu vielen Chancen auf beiden Seiten kommen die Aarauerinnen in der 71. Minute zur Führung. Nach einem Handspiel von FCRJ-Verteidigerin Jessica Schärer erhalten die Gastgeberinnen einen Penalty zugesprochen. Diesen verwandelt Vanesa Hoti souverän und lässt FCRJ-Hüterin Lea van Weezenbeek keine Chance.
In der Nachspielzeit schlagen die Rapperswil-Jonerinnen einen weiten Ball nach vorne, und nach einem missglückten Rückpass der Aarau-Defensive kann Innenverteidigerin Naika Mayor plötzlich alleine auf das gegnerische Tor ziehen. Dort lässt sie die Aarauer Torhüterin Enna Doulis gekonnt aussteigen und schiesst Rapperswil-Jona zum Punktgewinn. «Wir sind gut reingekommen und haben gut verteidigt. Etwas schade ist das Gegentor», so Mayor nach dem Spiel. Mit dem Remis halten die FCRJ-Frauen die Aargauerinnen auf Distanz. In der Tabelle beträgt der Vorsprung der achtklassierten Rapperswil-Jonerinnen weiter drei Punkte.
2. Liga interregional
In der 2. Liga interregional kassierte der FC Weesen die zweite Niederlage der neuen Saison. Beim 2:3 gegen Balzers gaben die Gasterländer dabei eine 2:0-Führung aus der Hand. Fabio Solimando schoss den FCW mit einem Doppelpack in der 27. und 38. Minute in Front, Balzers konnte aber noch vor der Pause verkürzen. In der zweiten Halbzeit drehten die Liechtensteiner die Partie dann, auch wegen einer Gelb-Roten Karte gegen Doppeltorschütze Solimando. Zuerst glichen sie in der 64. Minute aus, ehe die Gäste fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit den Siegtreffer markierten. Für Weesen ist die Niederlage gegen das Mittelfeldteam zwar ein kleiner Rückschlag, die Gasterländer sind aber in der Tabelle weiter gut positioniert. Auf Leader Seefeld fehlen den zweitplatzierten Weesnern nur drei Punkte.
2. Liga
Der FC Eschenbach feierte im Heimspiel gegen Sirnach den dritten Saisonsieg. Die Eschenbacher gewannen mit 2:1. Zuerst brachte Ramon Grob den FCE in Führung (39.), ehe die Gäste in der 53. Minute ausgleichen konnten. Kaan Polat war dann in der 73. Minute für den Eschenbacher Siegtreffer verantwortlich. In der Tabelle steht Eschenbach auf dem zehnten Platz. Die Reserven des FC Rapperswil-Jona holten sich auswärts bei Gossau 2 einen 3:1-Sieg.
3. Liga
In der 3. Liga musste der FC Uznach zum dritten Mal in dieser Saison als Verlierer vom Feld. Im Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten Dussnang unterlagen die Uzner 2:3. In der Tabelle fielen sie damit auf den fünften Platz zurück und liegen nun schon sieben Punkte hinter Leader Glarus. Die dritte Mannschaft des FC Rapperswil-Jona siegte bei Wattwil-Bunt mit 2:1.
4. Liga
Der FC Schmerikon holte sich im Heimspiel gegen Landquart den vierten Saisonsieg. Beim 2:0 fallen beide Tore in der zweiten Halbzeit. Der FC Wagen teilte sich bei der vierten Mannschaft des FC Rapperswil-Jona mit einem 1:1 die Punkte. Die zweite Mannschaft des FC Uznach kantert Rüti GL mit 5:1 nieder.
Frauen 1. Liga
Die Frauen des FC Eschenbach mischen in der 1. Liga weiter an der Spitze mit. Dank des 2:1-Auswärtssiegs bei Sempach stehen die Eschenbacherinnen auf Platz 3. Seraina Diethelm durfte sich als Doppeltorschützin feiern lassen.
Frauen 2. Liga
Eine Niederlage mussten die Frauen des FC Uznach hinnehmen. Gegen die direkten Konkurrentinnen Chur 97 verloren die Uznerinnen mit 0:2. Beide Tore fielen dabei in der 1. Halbzeit. Uznach steht in der Tabelle mit sechs Punkten aus sieben Spielen auf Rang 8.
Unihockey: Flames verlieren das Obersee-Derby
Die Jona-Uznach Flames verlieren das emotionsgeladene Obersee-Derby gegen die Red Devils March-Höfe äusserst bitter mit 6:8. Das für viele besonders emotionale Spiel startete gut für das Team von Headcoach Dominik Keller. Bereits in der 4. Minute traf Steiner nach einem schönen Doppelpass mit Schmidt zur frühen Führung. Der Match schien lanciert, auch wenn beide Teams in der Anfangsphase noch auf Sicherheit bedacht waren und versuchten, saubere Auslösungen zu spielen. In der 14. Minute gelang den Gastgebern nach einem Freistoss der Ausgleich, begünstigt durch eine unzureichende Zuteilung in der Joner Defensive. Doch die Flames antworteten noch vor der ersten Pause ihrerseits mit einem Freistosstreffer durch Federli und gingen verdient mit 2:1 in die Kabine.
Auch der Start ins zweite Drittel gelang den Gästen: In der 22. Minute erwischte Broder den gegnerischen Torhüter mit einem präzisen Abschluss in der nahen hohen Ecke. Doch die Red Devils hatten eine Antwort bereit und konnten etwa fünf Minuten später auf 2:3 verkürzen. Die Flames liessen sich dadurch aber nicht gross beirren, man versuchte weiterhin gute Chancen herauszuspielen und zu gefährlichen Abschlüssen zu kommen. So einen gefährlichen Abschluss generierte in der 38. Minute dann Lüthi, den Abpraller seines Schusses konnte dann Thalmann zum 4:2 verwerten.
In das letzte Drittel starteten die Joner dann in Überzahl. Mit einem Mann mehr auf dem Feld gelang es Müller, die Führung auf 5:2 auszubauen. Doch danach kippte das Spielgeschehen. Durch zwei Gegentore innerhalb von zwei Minuten gelang es den Red Devils das Momentum komplett zu drehen. In der 51. Minute fiel dann auch noch der Ausgleich zum 5:5. Und es kam, wie es kommen musste: Die Devils erzielten in der 56. Minute den erstmaligen Führungstreffer. Die Flames mussten danach alles in die Waagschale werfen und holten für den Torhüter einen sechsten Feldspieler auf den Platz. Sie waren damit zwar einmal erfolgreich, doch die Hausherren trafen zuvor bereits einmal ins verwaiste Tor. Den Schlusspunkt zum 8:6 setzten dann die Red Devils durch den letzten Treffer der Partie in der letzten Sekunde.
Lars Morger arbeitet seit 2022 als Redaktor Sport mit Schwerpunkt Eishockey und Schwingen für die Sportredaktion der «Südostschweiz»-Medienfamilie. Mehr Infos
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