Bikespektakel in Eschenbach, Weesen-Kantersieg und starker Kanute – das war das Sportwochenende
In Eschenbach standen am Wochenende Biker aus verschiedenen Altersklassen im Einsatz. Der FC Weesen siegte deutlich, während die FCRJ-Frauen zum Saisonstart verloren. So lief das Sportwochenende aus regionaler Sicht.
In Eschenbach standen am Wochenende Biker aus verschiedenen Altersklassen im Einsatz. Der FC Weesen siegte deutlich, während die FCRJ-Frauen zum Saisonstart verloren. So lief das Sportwochenende aus regionaler Sicht.
Mountainbike: Eschenbach organisiert gelungene MTB Race Series
Strahlender Sonnenschein und beste Bedingungen sorgten für einen perfekten und spannenden Renntag der MTB Race Series in Eschenbach. Der VC Eschenbach nutzte die Gelegenheit, um mit einer grossen Delegation seine Vereinsstärke unter Beweis zu stellen. Von den jüngsten Nachwuchsfahrern bis hin zu den Erwachsenen zeigten die Eschenbacher Athletinnen und Athleten starke Leistungen, die mit Podestplätzen, Siegen und vielen Top-Ten-Resultaten belohnt wurden.
In der Open-Kategorie siegte Pema Federer vom Team Tower Sports – VC Eschenbach mit einer Zeit von 1:06:54,37 Stunden gefolgt von seinem Klubkollegen Andrin Gees sowie Philipp Bachmann. Bei den Frauen sorgte vor allem Jana Glaus für Furore. Mit einem überlegenen Heimsieg in der Damen-Kategorie liess die Schännerin die Konkurrenz hinter sich und wurde von den Zuschauern frenetisch gefeiert.
Die Rennen in Eschenbach waren auch aus organisatorischer Sicht gelungen. Sie verliefen unfallfrei und die technisch anspruchsvollen Strecken boten den Fahrerinnen und Fahrern eine spannende Herausforderung. Mit Eschenbach fand das zweitletzte Rennen der MTB Race Series 2025 statt. In vielen Kategorien bleibt die Entscheidung um den Gesamtsieg weiterhin spannend. Das grosse Finale in Egg verspricht noch einmal packende Rennen und ein würdiges Saisonende. (eing)
Eishockey: Lakers werden am Bodensee-Cup Dritte
Nach der knappen 0:1-Niederlage gegen die Augsburg Panthers am Freitagabend lief es den Rapperswil-Jona Lakers am Bodensee Cup in Kreuzlingen am Samstagnachmittag besser. Im Spiel um Platz 3 schlugen die Rosenstädter mit den Schwenninger Wild Wings das zweite DEL-Team am Bodensee mit 3:1. Mann des Spiels war Dominic Lammer, der zwei Tore erzielte und zusätzlich den Assist zum 3:1 gab. Die Lakers kamen damit im fünften Testspiel zum zweiten Sieg. (red)
Fussball: FCRJ-Frauen wehren sich lange, Weesen kantert Chur nieder
Womens Super League
Die Frauen des FC Rapperswil-Jona haben in der Sommerpause aufgerüstet. Dementsprechend starteten die Rosenstädterinnen mit viel Zuversicht in die neue Saison. Beim 0:2 gegen die Grasshoppers hielten die FCRJ-Frauen denn auch lange gut dagegen, ehe individuelle Fehler und eine Gelb-Rote Karte das Schicksal besiegelten.
Die Equipe von Trainer Gerold Bisig startete gut ins Spiel. Bereits in der 2. Minute tauchte Queralt Torradeflot Estevez alleine vor dem GC-Tor auf, vergab jedoch die frühe Führung. Es war die Szene, die das Spiel in eine andere Richtung hätte lenken können. Stattdessen nutzten die Zürcherinnen ihre erste zwingende Gelegenheit: In der 21. Minute erzielte die US-Jamaikanerin Kayla Jay McKenna das 1:0. Von da an diktierte der Favorit das Geschehen. Rapperswil-Jona verteidigte leidenschaftlich, fand offensiv aber nur noch in Ansätzen statt – Tamara Saric und Paige Bailey Gayle hatten Gelegenheiten, schlossen aber zu wenig präzis ab.
Spätestens in der 78. Minute neigten sich die Waagschalen endgültig. Leandra Flury, zuvor bereits verwarnt, stoppte einen Angriff zu hart und sah Gelb-Rot. In Unterzahl fehlte dem FCRJ die Kraft für eine Schlussoffensive. Stattdessen fiel in der Nachspielzeit durch Ramona Kannady das 2:0 für GC. «Wir haben gut gekämpft und konnten uns auch Chancen erarbeiten. Auf dieser Leistung können wir aufbauen», bilanzierte die neue FCRJ-Verteidigerin Aline Christen nach dem Spiel.
Die Frauen des FC Eschenbach konnten im zweiten Saisonspiel nicht ganz an die Ausbeute aus dem ersten anknüpfen. Gab es damals noch einen Sieg, spielten die Eschenbacherinnen nun gegen Erlinsbach 1:1. Einzige Eschenbacher Torschützin war Seraina Diethelm in der Nachspielzeit der ersten Hälfte.
Frauen, 2. Liga
Die Frauen des FC Uznach zahlen nach dem Aufstieg in die 2. Liga weiter Lehrgeld. Die Uznerinnen blieben auch im zweiten Saisonspiel ohne Punkte und Tore. Gegen den FC Bühler kassierte das Team von Trainer Arno Landolt zu Hause ein deutliches 0:3.
2. Liga interregional
Der FC Weesen zeigt, dass er auch als Aufsteiger in der 2. Liga interregional für Furore sorgen kann. Im zweiten Meisterschaftsspiel der Saison feierten die Gasterländer bereits den zweiten Sieg. Diesmal musste Chur 97 dran glauben. Die Bündner blieben absolut chancenlos und verloren gleich mit 0:6. Oliver Gutknecht eröffnete das Skore für den FCW bereits in der 14. Minute, ehe Fabio Solimando fünf Minuten später erhöhte. Nach Taulant Sylas 3:0 (37.) sorgten Solimando mit seinem zweiten Tor sowie Syla mit zwei weiteren Treffern in der zweiten Halbzeit für das klare Verdikt. Weesen erwischte damit den perfekten Saisonstart und steht nach zwei Spielen mit dem Punktemaximum da.
2. Liga
Anders als der FC Weesen startete der FC Eschenbach nicht gut in die neue Saison. Das Team von Trainer Roger Kielholz verlor auch sein zweites Spiel. Diesmal unterlagen die Eschenbacher zu Hause dem FC Frauenfeld mit 1:2. Yannic Kälin schioss die Gäste bereits in der 12. Minute in Führung. Die Antwort des FCE folgte spät: In der 82. Minute traf Timon Keller zum Ausgleich. Doch nur fünf Minuten später stellte Eduardo Cucciniello die Thurgauer Führung wieder her. Bei dieser blieb es dann auch bis am Schluss.
3. Liga
Der FC Uznach blieb auch im zweiten Saisonspiel makellos. Die Uzner gewannen auswärts bei Aadorf mit 2:1 und stehen damit nach zwei Spielen mit sechs Punkten da. Denys Magno schoss den FCU in der 20. Minute in Führung. Nach dem Ausgleich durch Mirco Meier traf Fabio Böni nach 82 Minuten zum Uzner Siegtreffer.
4. Liga
Siegreich waren am Wochenende auch die beiden regionalen Teams aus der 4. Liga. Sowohl Schmerikon als auch Wagen gewannen ihre Partien. Die Wagner behielten auswärts bei Rüti GL mit 3:1 die Oberhand und stehen nach zwei Spielen ungeschlagen auf Tabellenplatz 2. Die Schmerkner sicherten sich nach dem Unentschieden zum Saisonstart nun bei den Reserven des FC Glarus mit einem 3:2-Sieg die drei Punkte.
Kanu: Zwei Top-15-Plätze an der WM
Hinter dem Kanuten Luca Lauper aus Rapperswil-Jona liegt eine überraschend erfreuliche WM. «Das war sicher mein bisher bestes Rennen», sagt er zu seinem Auftritt in Mailand letzte Woche, seiner allerersten Elite-Weltmeisterschaft überhaupt. Das Talent feiert diese Woche seinen 20. Geburtstag, paddelt aber schon in der erweiterten Weltspitze mit. Laupers 14. Rang im Einerkajak über die olympischen 1000 Meter ist das beste Schweizer Ergebnis in dieser Kategorie seit einem Jahrzehnt.
Besonders ist das, weil der ehemalige Junioren-Vizeweltmeister noch vor einem Monat an der U23-WM auf einem für seine Verhältnisse enttäuschenden 11. Platz landete. «Wir haben bewusst die U23-WM aus dem Training gefahren, damit Luca an der Elite-WM in Bestform antreten kann. Dass er sich gleich so weit vorne einreiht, hätte ich allerdings nicht erwartet», sagt Nationaltrainer Matthias Krähenbühl.
Für eine weitere Top-15-Platzierung besorgt war Franziska Widmer, ebenfalls vom Kanuclub Rapperswil-Jona (KCRJ). Sie beendete den Wettkampf über die bei den Damen nicht olympischen 1000 Meter auf dem 15. Platz. Auf den olympischen 500 Metern bedeuteten die Halbfinals Endstation, und sie verpasste somit ein Ergebnis unter den besten 18.
Das gleiche Schicksal ereilte den Viererkajak mit Luca Lauper, Sven Hirzel, Donat Donhauser und Fynn Wyss (alle KCRJ). Das jüngste Boot im Feld beendete sein Debüt auf der höchsten Stufe als 20. «Mit einem guten Rennen hätten wir die Halbfinals locker überstanden», ist der 19-Jährige Sven Hirzel überzeugt.
«Sie dürfen unzufrieden sein, denn sie haben diese Saison bewiesen, dass sie schneller paddeln können», sagt Coach Krähenbühl. Er hält jedoch diese WM-Erfahrung für wichtig und erinnert daran, dass die Formation auf diese Saison hin weitere Fortschritte erzielt hat. «Das ist das Wichtigste.» Der schnellste Schweizer Kanute Lauper bilanziert darum: «Das Resultat macht uns hungrig, um es nächstes Jahr besser zu machen.» Das wollen auch Donat Donhauser und der Nidwaldner Aaron Schmitter. Im Zweierkajak landeten sie auf dem 24. Rang und konnten nicht mehr ganz an die Leistung von der U23-WM anknüpfen. (wyf)
Unihockey: Flames scheiden aus dem Cup aus
Nach dem Sieg in der ersten Runde gegen Herisau bedeutete die zweite Runde für die Jona-Uznach Flames im Cup das Aus. Das Team von Dominik Keller unterlag auswärts bei Ligakonkurrent und Aufsteiger Züri Süd mit 1:3.
Das Spiel startete relativ verhalten und es war ein gegenseitiges Abtasten, womit das erste Drittel torlos blieb. Auch im zweiten Drittel mussten sich die über 100 Zuschauenden noch ein paar Minuten gedulden, bis sie den ersten Treffer bejubeln konnten. In der 28. Minute kam Florian Suter im Slot der Flames frei zum Abschluss und liess sich nicht zweimal bitten. Die Antwort der Flames liess noch ein wenig auf sich warten. Rund fünf Minuten vor dem Ende des zweiten Drittels erzielte Jan Broder nach einem schönen Querpass von Yanick Thalmann den Ausgleich. So stand es auch nach zwei Spielabschnitten unentschieden.
Im letzten Drittel wurden die Flames zehn Minuten vor Ende für einen Fehler im Aufbau bestraft. Savino Giacomin schoss Züri Süd wieder in Front. Die Flames stellten danach auf zwei Linien um und ersetzten kurz vor Schluss Torhüter Nicola Federli durch einen zusätzlichen Mann. Auch dies führte aber nicht zu einem Tor für die Flames, sondern Zürich traf noch ins leere Gehäuse. Für die Flames war es der letzte Ernstkampf vor dem Meisterschaftsstart am 13. September. (eing)
Faustball: Jona kehrt an die Spitze zurück
Die Faustballer des TSV Jona spielten am Samstag ihre letzte Heimrunde der aktuellen Saison in der Ostgruppe der Nationalliga B. Dabei gewannen sie sowohl gegen den TV Oberwinterthur als auch die zweite Mannschaft der FG Rickenbach-Wilen. Dank den beiden Niederlagen von Faustball Widnau 2 stehen die Joner nun zwei Spiele vor Schluss mit einem Sieg mehr an der Tabellenspitze.
In schönem Spätsommerwetter im Joner Grünfeld musste die Heimmannschaft zuerst gegen den TV Oberwinterthur ran. Gegen das aktuelle Tabellenschlusslicht wurden die Joner ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen das Spiel klar mit 3:0 Sätzen. In der zweiten Partie des Abends spielte das Team von Trainer Stefan Helbling gegen die FG Rickenbach-Wilen 2. Auch in diesem Spiel startete der TSV Jona stark. Doch im zweiten Satz schlichen sich viele Eigenfehler und Unkonzentriertheiten ein, was zum ersten Satzverlust des Tages für die Joner führte. Dies rüttelte die Gastgeber wieder wach und im Folgesatz liessen sie dem Gegner kaum Luft zum Atmen und gewannen den Satz gleich mit 11:4. Einen Durchgang später waren der zweite Sieg und die maximalen vier Punkte Tatsache.
Im Fernduell um die Tabellenspitze verlor Faustball Widnau 2 überraschend seine beiden Spiele und konnte an diesem Wochenende keine Punkte nach Hause nehmen. Somit übernahm der TSV Jona wieder die Tabellenführung mit einem Sieg mehr. Auf Rang 2 und 3 stehen Widnau und die FG Elgg-Ettenhausen 2 mit jeweils gleich vielen Punkten. Somit können sich die Joner am kommenden Wochenende mit zwei Siegen den Gruppensieg sichern. (jm)
Lars Morger arbeitet seit 2022 als Redaktor Sport mit Schwerpunkt Eishockey und Schwingen für die Sportredaktion der «Südostschweiz»-Medienfamilie. Mehr Infos
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