Lake and Sound startet erst 2026: Diesen Sommer gibts im Rapperswiler Seebecken kein Festival
Das neue Lake and Sound Festival in Rapperswil-Jona, Nachfolger des Blues’n’Jazz, feiert seine Premiere erst in 18 Monaten. Und passt die ursprüngliche Planung an. Das sind die Gründe.
Das neue Lake and Sound Festival in Rapperswil-Jona, Nachfolger des Blues’n’Jazz, feiert seine Premiere erst in 18 Monaten. Und passt die ursprüngliche Planung an. Das sind die Gründe.
Zwei Absagen wegen Corona, aber sonst fand seit einem Vierteljahrhundert jeden Sommer in der Rapperswiler Altstadt ein Musikfestival statt. Aus dem Festa New Orleans Music wurde das Blues’n’Jazz, und nun hätte kommenden Juni erstmals das Lake and Sound Festival über die Bühne gehen sollen.
Daraus wird nichts. Die Organisatoren müssen die Premiere verschieben. Sie wollen sich rund anderthalb Jahre Zeit geben, um das neue Konzept zu realisieren, wie sie am Montag in einer Medienmitteilung schreiben. Das Festival wird voraussichtlich vom 19. bis zum 21. Juni 2026 durchgeführt.
«Hätten wir bereits 2025 veranstaltet, wären wir mit einem Kompromiss gestartet», lässt sich Reto Caviezel, Inhaber der veranstaltenden Carré Event AG, in der Mitteilung zitieren. «Das Erlebnis für die Besucherinnen und Besucher hat für uns oberste Priorität. Mit der Vorlaufzeit von 18 Monaten haben wir die Möglichkeit, die bestmögliche Bedingungen zu schaffen.»
Tickets, die für die Ausgabe in diesem Sommer gekauft wurden, behalten ihre Gültigkeit für die Premiere im Jahr 2026. Alternativ können sie an den Verkaufsstellen zurückgegeben werden.
Wie stehen Chancen für 2026?
Das Festival soll durch seinen Boutique-Charakter und die Gastgeber- und Kuratorrolle des Musikers Marc Sway einzigartig sein, versprechen die Organisatoren. «Zusammen mit Sway haben wir ein klares Konzept für das Festival. Wir kämpfen darum, dieses exakt so umsetzen zu können. Nur so können wir gegenüber den Besucherinnen und Besuchern alle Versprechen einlösen», so Caviezel.
Wie hoch schätzen die Organisatoren die Chancen ein, dass 2026 das Festival stattfindet? Das fragte unsere Zeitung am Montagmittag, erhielt darauf aber keine Antwort.
Laut Mitteilung soll das Lake and Sound ein vielfältiges Musikerlebnis für alle Altersgruppen bieten. Auf der Bühne am Fischmarktplatz würden etablierte nationale und internationale Künstler auftreten. Die Bühne am Curtiplatz sei für aufstrebende Talente reserviert. Der Familiensonntag soll spezielle Liveacts und Unterhaltung für Familien und ein junges Publikum bieten.
Montreux Jazz Festival 2.0?
Sway sagt: «Seit meiner Jugendzeit ist das Montreux Jazz Festival mein Vorbild. Die Liebe zum Detail, mit welchem Claude Nobs den Geist des Festivals gepflegt hat, ist beeindruckend. Genau in diese Richtung werden wir das Lake and Sound entwickeln.»
«Die Gespräche mit Partnern sind weit fortgeschritten», betont Caviezel. So hätten bereits mehrere Firmen Interesse an einem Engagement rund um das Festival signalisiert. Die Finanzierung eines Festivals sei zurzeit aber überall in der Schweiz eine Herausforderung. «Das Festivalbudget ist im Vergleich mit dem Vorläufer «Blues’n’Jazz» um einen namhaften sechsstelligen Betrag erhöht worden. Nur so können wir das Konzept umsetzen und dem Boutique-Charakter gerecht werden», so Caviezel.
Man sei auf gutem Weg, ein ausgeglichenes Budget zu erreichen. «Auch von den Behörden, namentlich von der Stadt Rapperswil-Jona, spüren wir den Willen zur Unterstützung des Festivals.» Zwar seien diese Gespräche noch nicht abgeschlossen, die Weichen seien aber in die richtige Richtung gestellt.
Rapperswiler Altstadt steht hinter dem Festival
Unterstützt wird das Festival auch von den in der Rapperswiler Altstadt entscheidenden Organisationen. So wurde an der GV der «Gastlichen Altstadt» – der Vereinigung der im Festivalgelände ansässigen Gastronomiebetriebe – einstimmig beschlossen, das Festival nach Kräften zu unterstützen. Gespräche fanden auch mit der Leitung der «Wohnlichen Altstadt» – die Organisation der im Perimeter wohnhaften Privatpersonen – statt. Auch da sei man auf offene Ohren gestossen und werde diese Gespräche in den nächsten Monaten vertiefen.
Schliesslich habe man auch mit der Tourismus-Organisation und anderen Veranstaltern rund um Rapperswil-Jona gesprochen. Unter anderem mit dem OK des Seenachtsfestes und den Verantwortlichen der «Entra»-Events. Es herrscht Einigkeit: «In Rapperswil-Jona ist nicht nur Platz für dieses Festival, sondern es ist für das Standortmarketing und die Belebung der Stadt von entscheidender Bedeutung.» (lz)

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