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Wie weiter beim Restaurant Porthof? Suche nach neuen Pächtern läuft

Wer künftig das Restaurant «Porthof» führt, ist unklar. Die aktuelle Betreiberin bleibt nur noch ein Jahr. Dabei hätte eigentlich alles gepasst.

Südostschweiz
10.09.25 - 13:46 Uhr
Linthgebiet
Beliebter Treffpunkt: Das Restaurant «Porthof» in Jona steht vor ungewisser Zukunft.
Beliebter Treffpunkt: Das Restaurant «Porthof» in Jona steht vor ungewisser Zukunft.
Bild: zVg

Beim Restaurant «Porthof» in Rapperswil-Jona herrscht grosses Bedauern. Die Betreiberin, die soziale Institution WTL, bleibt nur noch bis Ende Oktober 2026. Das teilen WTL und die Stiftung Alterswohnungen Porthof in einem gemeinsamen Communiqué mit.

Seit November 2021 wird das Restaurant «Porthof» von der WTL als Betrieb zur beruflichen und sozialen Integration von Stellensuchenden geführt. Es bietet Personen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt eine berufliche Perspektive. Als Folge der Corona-Pandemie ist in den letzten Jahren eine deutlich tiefere Nachfrage nach Arbeitsintegrationsplätzen in der Gastronomie feststellbar. 

Trotz grossem Engagement beider Seiten und einem stimmigen Konzept mit integrierter Brockenhaus-Ausstattung gelang es nicht, dem vorgesehenen sozialen Zweck in ausreichendem Mass gerecht zu werden. Aus diesem Grund sind für das WTL die Voraussetzungen für eine Verlängerung des Pachtvertrags nicht gegeben.

Für die betroffenen Mitarbeitenden sind eine Weiterbeschäftigung innerhalb des Unternehmens oder eine Überbrückungsunterstützung für die Stellensuche nach Oktober 2026 vorgesehen. Mit dem Personalrestaurant Camino und dem Seidenhof Bistro in Stäfa bietet das WTL weiterhin Arbeitsintegrationsplätze in der Gastronomie für rund 20 Teilnehmende an.

«Alles andere als einfacher Entscheid»

«Es war alles andere als ein einfacher Entscheid für uns», sagt Roman Anderau, Geschäftsführer des WTL. «Der Porthof ist ein Ort mit Charakter, überregionaler Ausstrahlung und einzigartigem Ambiente. Das Lokal wird von vielen Gästen geschätzt und der Restaurantbetrieb ist ein grossartiges Projekt für das WTL. Trotz vorteilhaften vertraglichen Bedingungen und gutem Einvernehmen mit der Stiftung Alterswohnungen Jona sehen wir leider keine Perspektive, mehr Programmteilnehmende für das Restaurant zu gewinnen.»

«Die Stiftung Alterswohnungen Jona bedauert diesen Entscheid sehr. Wir waren vom Konzept überzeugt und freuten uns, dass wir mit dem WTL einen Partner mit einem ideellen Zweck hatten, welcher gut zur Stiftung passte», sagt Raphael Knecht, Geschäftsleiter der Stiftung Alterswohnungen Jona. 

Nachfolge noch nicht in Sicht

«Für uns als Stiftung ist es wichtig, dass vor Ort Begegnungs- und Verpflegungsmöglichkeiten für unsere Mieterinnen und Mieter, aber auch für die Bevölkerung bestehen. Daher werden wir alles daransetzen, eine gute und passende Nachfolgelösung zu finden. Wir sind optimistisch, dass uns dies auch gelingen wird, da das Restaurant 'Porthof' an attraktiver Lage liegt, die Räumlichkeiten optimal sind und es dank des WTL über einen guten Ruf verfügt.»

Sowohl die Stiftung Alterswohnungen Jona wie auch das WTL sind dankbar für die vergangenen gemeinsamen Jahre, freuen sich auf die nächsten Monate enger und kooperativer Zusammenarbeit ganz im Sinne der Gäste, der Mieterinnen und Mieter der SAJ und der Mitarbeitenden des WTL. Über eine Nachfolgelösung wird die Stiftung Alterswohnungen Jona zu gegebener Zeit informieren.

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