Markante Zunahme an tödlichen Verkehrsunfällen
In der St. Galler Verkehrunfallstatistik 2024 fällt das Linthgebiet auf: So viele Menschen wie noch nie in den letzten Jahren sind ums Leben gekommen.
In der St. Galler Verkehrunfallstatistik 2024 fällt das Linthgebiet auf: So viele Menschen wie noch nie in den letzten Jahren sind ums Leben gekommen.
Im vergangenen Jahr haben 21 Menschen bei Unfällen ihr Leben auf den St. Galler Strassen verloren. Das sind zwei Personen mehr als im Jahr zuvor, wie die Kantonspolizei St. Gallen am Montag in einer Mitteilung schrieb.
Eine deutliche Zunahme an tödlichen Verkehrsunfällen verzeichnet das Linthgebiet. Fünf Personen liessen 2024 ihr Leben. Seit 2016 lag diese Zahl konstant bei einer bis drei Personen. Weiter zurück reichen die öffentlich einsehbaren Verkehrsstatistiken des Kantons nicht. Nicht zu den fünf Todesfällen dazu gezählt wird in der Statistik der Unfall mit einem Postauto auf dem Ricken, bei welchem letzten Sommer drei Menschen starben. Dieser ereignete sich auf dem Gemeindegebiet von Wattwil.
Anzahl Unfälle bleibt konstant
Die Zahl aller erfasster Verkehrsunfälle lag im letzten Jahr im Kanton bei 2516 und ist im Vergleich zum Vorjahr nur marginal gestiegen, hiess es in der Mitteilung weiter. Bei mehr als zehn Prozent aller Verkehrsunfälle wird als Ursache Alkohol angeführt.
Ein hohes Risiko besteht bei Elektro-Velos. Bei nahezu der Hälfte der E-Bike-Unfälle werden die Lenkenden entweder schwer verletzt oder getötet, schrieb die Polizei weiter. Von den 21 Personen, die 2024 bei Unfällen auf der Strasse ihr Leben verloren, waren fünf mit Elektro-Velos unterwegs. Oft handle es sich um Selbstunfälle. Bei den E-Bike-Unfällen sei Alkohol die häufigste Ursache.
Unfälle auf Schulwegen nahmen ab
Die am Montag veröffentlichte Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2024 zeige, dass das Verhalten von Fahrzeuglenkerinnen und -lenkern in den allermeisten Fällen die Hauptursache für ein Unglück sei. Dazu zählen Alkohol- und Drogenkonsum, Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit und Ablenkung.
Positive Trends seien dagegen bei Unfällen auf Schulwegen zu erkennen. Diese nahmen ab. Seit Jahren wurde zudem erstmals kein Motorradfahrer getötet und Fussgängerunfälle sind, wenn auch nur marginal, rückläufig. (sda/lz)
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Bereits Abonnent? Dann schnell einloggen.